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Satellitenbild © geology.com

Landesübersicht und Naturraum

BeschreibungInhalt
Offizieller Name:Republik Usbekistan
Fläche:448 900 km²
Einwohner:29 Mio. (2011)
Bevölkerungswachstum: 2,69 %  (2011)
Regierungssitz:Taschkent / Toshkent
Klima (für Hauptstadt):Ausgeprägt kontinental

Usbekistan

Landesflagge Usbekistan

1.1 Übersichtskarten

Zentralasien in der Übersicht
© ZA-Analysen
Politische Karte
© Univ. of Texas
Routenkarte
© Univ. of Texas
Reliefkarte
© Univ. of Texas
Reliefkarte
Quelle: UZB, 1967
Kulturhistorische Gebiete
Quelle: UZB, 1967
Vorkommen von Edel- und Buntmetallen
© Goskomgeo UZB
TRACECA-Routen
© TRACECA
Schnellstrassennetz
© skyscrapercity.com

Kommentar zur Karte 6 ("Kulturhistorische Gebiete"): Usbekistan besteht aus fünf kulturhistorischen Gebieten, deren Grenzen mit den Grenzen der ehemaligen Chanate bzw. Emirate ungefähr identisch sind. Es sind das Gebiet Taschkent, das Gebiet Sirdarjo und der usbekische Teil des Ferghana-Tals (Nr. 1 bzw. 2 - das Chanat von Kokand), die Gebiete Dschisach, Samarkand, Buchara und Nawoi (Nr. 3 - das Emirat von Buchara), die beiden südlichen Gebiete Kaschkadarjo und Surchandarjo (Nr. 4 - das sog. Ostbuchara, das oft nominell zum Emirat Buchara gehörte) und das Gebiet Choresm und die autonome Teilrepublik Karakalpakstan (Nr. 5 - das Chanat von Chiwa). Diese kullturhistorischen Gebiete prägen bis heute lokale und regionale Identitäten in Usbekistan. Für das Verständnis der heutigen Problem- und Interessenlagen im politischen Feld ist die Unterscheidung zwischen kulturhistorischen Gebieten und regionalen Verwaltungseinheiten (s. unten "Administrative Gliederung") von Bedeutung.

Zusätzliches Kartenmaterial

    1.2 Lage und Größe des Landes

    Übersichtskarte Usbekistans
    © GNU FDL

    Usbekistan liegt im Herzen ZentralasiensÖffnet externen Link in neuem Fenster (fr. MittelasienÖffnet externen Link in neuem Fenster) zwischen Syr-Darja Öffnet externen Link in neuem Fensterund Amu-DarjaÖffnet externen Link in neuem Fenster, den größten Flüssen dieser Gegend. Es grenzt im Norden und Nordwesten an KasachstanÖffnet externen Link in neuem Fenster, im Nordosten an KirgisienÖffnet externen Link in neuem Fenster, im Osten und Südosten an TadschikistanÖffnet externen Link in neuem Fenster, im Südwesten an Turkmenistan und im Süden an AfghanistanÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die Fläche des Landes beträgt 448 900 km². Das Land erstreckt sich über 930 km von Nord nach Süd und über 1 425 km von West nach Ost. Die Länge seiner Grenzen beträgt insgesamt 6 221 km. Durch seine unmittelbare Nähe zu Afghanistan ist Usbekistan wie ganz Zentralasien von der dortigen DrogenindustrieÖffnet externen Link in neuem Fenster hart betroffen.

    1.3 Landesimpressionen

    Alte Frau
    © sitara.com
    Auf einem Basar
    © sitara.com
    Usbekische Jugend
    © sitara.com

    Inzwischen bietet Internet eine Fülle von Fotos, Diashows and Videos über Usbekistan an, wie z.B. diese private Reisedokumentation Menschen in Usbekistan (Betrachtung im Vollbildmodus empfohlen, dafür bitte auf die rechte untere Ecke klicken):

    Auch folgende Websites laden zum Eintauchen in die Bilderfluten ein:

    Bilder

     

    Diashows 

     

    Videos 

     

    Blogs:

    1.4 Grunddaten

    Staatsname: O'zbekiston Respublikasi, vertreten im Nationalen Internet-PortalÖffnet externen Link in neuem Fenster

    Verfassung: 8.12.1992Öffnet externen Link in neuem Fenster

    Währung: Som, eingeführt 1994

    Einwohnerzahl: geschätzt 29 Mio. (Jan. '11, kein Zensus nach d. Unabhängigkeit)

    Bevölkerungswachstum: 2,69% (2011)

    Administrative Gliederung: Autonome Republik Karakalpakstan (Qoraqalpogʻiston Respublikasi), zwölf Regionen (Viloyatlar): Andischan (Andijon), Buchara (Buxoro), Dschisach (Jizzax), Kaschkadaryo (Qashqadaryo), Namangan (Namangan), Nawoi (Navoiy), Samarkand (Samarqand), Surchandaryo (Surxondaryo), Sirdaryo (Sirdaryo), Fergana (Farg'ona), Choresm (Horazm) und Taschkent (Toshkent), sowie Stadtregion Taschkent

    Ethnien und ethnische Gruppen: Usbeken (77%), Tadschiken (5%), Russen (5%), Kasachen (4%), Karakalpaken (unter 1%)

    Religionszugehörigkeit: Sunniten (hanafitische Schule), lokale schiitische Minderheiten (überwiegend in Samarkand, Buchara), Christen, Juden

    Hauptstadt: Taschkent

    Staatssprache: Usbekisch

    Staatsoberhaupt: Islom A. Karimov

    Mitgliedschaften: UN, OSZE, PfP (NATO), GUS, GUUAM (bis Anfang 2005), SCO, CAC, OIC, EURASEC

    Grunddaten: aus dem CIA - The Factbook - UzbekistanÖffnet externen Link in neuem Fenster, UNdata country profile UzbekistanÖffnet externen Link in neuem Fenster, U.S. Department of State Background Note UzbekistanÖffnet externen Link in neuem Fenster, Library of Congress: a Country Study: UzbekistanÖffnet externen Link in neuem Fenster, Auswärtiges Amt über UsbekistanÖffnet externen Link in neuem Fenster

    1.5 Naturräumliche Gegebenheiten

    Berge
    © ferghana.ru
    Wüste
    © ferghana.ru
    Steppe
    © ferghana.ru

    Der nordwestliche Teil des Landes ist eben und nimmt das Zentrum des Turanbeckens ein. Er umfasst einen Teil der vom Serawschan durchflossenen Qysyl-Qum-WüsteÖffnet externen Link in neuem Fenster (dt. Rote Sandwüste). Diese Wüste ist 600 km lang und 350 km breit und wird im S vom Amu-Darja begrenzt, der in den abflusslosen, schwach salzigen AralseeÖffnet externen Link in neuem Fenster im NW mündet. Das Gebiet ist durch einen schmalen Streifen der Mirsa-Tschul-SteppeÖffnet externen Link in neuem Fenster (dt. Hungersteppe) mit dem östlichen Landesteil verbunden, der die dicht besiedelte, fruchtbare Fergana-Ebene am oberen Syr-Darja zwischen Vorbergen des TienschanÖffnet externen Link in neuem Fenster umfasst. Die Hauptstadt TaschkentÖffnet externen Link in neuem Fensterliegt in einer Oase am Westrand der Tienschan-Ausläufer. Die Gebirgs- und Vorgebirgszonen sind stark erdbebengefährdet. Es herrscht ausgeprägtes kontinentales Klima mit hohen TemperaturschwankungenÖffnet externen Link in neuem Fenster.

    Usbekistan hat eine vielfältige Flora: es gibt mehr als 3.700 (nach anderen Angaben ca. 4.800) PflanzenartenÖffnet externen Link in neuem Fenster, davon sind 20 Prozent nur in Usbekistan beheimatetÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die meisten dieser Pflanzen findet man in den Gebirgen, nur einige in den Wüsten- und Steppenregionen. Genauso vielfältig ist die TierweltÖffnet externen Link in neuem Fenster des Landes.

    Usbekistan ist reich an Bodenschätzen. Usbekistan besitzt reiche Vorräte an Gold, Uran, Kupfer, Silber, Blei, Zink, Wolfram, Erdgas und an einigen anderen Bodenschätzen. Das Land fördert derzeit jährlich Bodenschätze im Wert von ca. 5,5 Mlrd. USD. Das Gesamtpotential der mineralischen Rohstoffe werden auf mehr als 3,3 Billionen USD eingeschätzt.

    1.6 Ökologische Probleme

    Wassernutzung und - verschmutzung in Zentralasien
    © Zentralasien-Analysen
    Austrocknung des Aralsees
    © www.unimaps.com

    Ausgelöst durch den intensiven Baumwollanbau und die damit verbundene übermäßige Nutzung der Aralseezuflüsse bei ineffizienten Bewässerungsmethoden hat sich der Wasserspiegel des AralseesÖffnet externen Link in neuem Fenster dramatisch abgesenkt. Durch den großen Einsatz von Pestiziden, Insektiziden und Düngemitteln sind Boden und Trinkwasser in der Region um den Aral-See herum kontaminiert. Die Bevölkerung in der AralregionÖffnet externen Link in neuem Fenster leidet in besonderer Weise unter den unmittelbaren Folgen der Umweltkatastrophen. Die GIZ versucht durch die Aufforstung im Aralseegebiet die Situation zu verbessern.Unzureichende Schadstoffkontrollen bei Verkehr, Altlasten, Energiewirtschaft und Industrie sowie die unzureichende Müllentsorgung verstärken die Belastung der Ballungszentren. Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sind vielfach unzureichend. Das Umweltbewusstsein ist nicht hinreichend ausgeprägt, insbesondere bei der Regierung. Es wurde zwar eine UmweltbehördeÖffnet externen Link in neuem Fenster gegründet, sie wurde jedoch mit keinerlei wirksamen Machtbefugnissen zur Umsetzung der konkreten umweltpolitischen ZieleÖffnet externen Link in neuem Fenster ausgestattet.

    1.6.1 Austrocknung des Aralsees

    1.6.2 Umweltprobleme und Stabilität

    1.7 Sozialgeographische Gegebenheiten

    1.7.1 Städtebau und Stadtentwicklung

    Samanidenmausouleum in Buchara
    © sitara.com
    Hotel Intercontinental in Taschkent
    © sitara.com
    Eingang, Altstadt von Chiwa
    © sitara.com

    Städtebau und Stadtentwicklung

    In Usbekistan befinden sich uralte urbane Zentren: Taschkent, SamarkandÖffnet externen Link in neuem Fenster, Buchara und ChiwaÖffnet externen Link in neuem Fenster. Diese waren im Mittelalter bedeutende Zentren der islamisch-orientalischen Stadtkultur. Nur wenige Bauwerke sind im Original erhalten geblieben. Die Neubewertung für den Fremdenverkehr und dann die Anerkennung des kulturellen Erbes begünstigten umfassende Sanierungsmaßnahmen in Chiwa, Buchara und Samarkand.

    In der russischen Kolonialzeit wurden Taschkent, Samarkand und BucharaÖffnet externen Link in neuem Fenster zu Verwaltungszentren ausgebaut. Dies geschah durch regelmäßig angelegte, etwas von den Altstädten abgesetzte Stadtteile. Dies ist bis heute besonders gut in Taschkent, Samarkand und Buchara nachzuvollziehen.

    In sowjetischer Zeit entstand eine Reihe neuer Verwaltungszentren, ferner Städte in Bergbaurevieren, später auch Industriestädte. Im 20. Jh. wurden die größeren Städte flächenhaft erweitert und für das moderne Verkehrswesen ausgebaut. Moderner mehrgeschossiger Wohnungsbau hielt nahezu überall Einzug und kontrastiert zu der traditionellen Wohnform mit niedrigen, zur Straße abgeschirmten, aber um einen Garten gruppierten Gebäuden. Zugleich entstanden in allen Verwaltungszentren monumentale Verwaltungsgebäude.

    In TaschkentÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde das Erdbeben von 1966 zum Anlass genommen, große Teile der niedrigen, stark durchgrünten altstädtischen Bebauung abzureißen und durch mehrgeschossigen Wohnungsbau zu ersetzen. Seit den 1970er Jahren nahm man sich auch des architektonischen Erbes der orientalischen Städte an und restaurierteÖffnet externen Link in neuem Fenster die prominenteren Profan- und Kultbauten der historischen Altstadtbereiche von Samarkand, Buchara und Chiwa. 

    Die großen Märkte sind heute die wichtigsten Einkaufszentren der Großstädte. Neubauten entstanden insbesondere für Banken, internationale Hotelketten und die Repräsentation der unabhängigen Staaten. Die größeren Städte Usbekistans erleben eine sehr starke Zuwanderung vom Land, trotz der Tatsache, dass die Regierung versucht, die aus sowjetischer Zeit stammenden Zuwanderungsbestimmungen (Propiska, Registratsiya) aufrecht zu erhalten.

    1.7.2 Verkehrswesen

    Traceca
    © traceca-org.org
    Wichtigste Flughäfen
    © welt-atlas.com
    Schnellstraßennetz
    © Lonely Planet

    Usbekistan verfügt über ein verzweigtes Transportsystem. Das Verkehrssystem umfasst die Eisenbahnlinien, das Strassennetz, die Luftlinien und das Pipelinesystem. Der öffentliche Nahverkehr ist insbesondere in der Hauptstadt Taschkent gut ausgebaut.

    Eisenbahnverkehr: 1994 wurde die AG Usbekische EisenbahnenÖffnet externen Link in neuem Fenster gegründet. Der EisenbahnverkehrÖffnet externen Link in neuem Fenster hatte im Jahre 2005 einen Anteil von 5,8% am Frachttransport und von 0,4% am Personentransport. Die Gesamtlänge der Eisenbahnlinie beträgt ca. 4 000 km, zudem ca. 2 000 km Bahnhofs- und Rangiergleisanlagen und 362,4 km Gleise in Industrieanlagen.

    Straßenverkehr: Das Straßennetz Usbekistans zählt zu den am besten ausgebauten in den GUS-Staaten. 93,6% des Gütertransports und 95,8% der Personenbeförderung wurden 2005 über die Straße abgewickelt. Die wichtigsten Schnellstraßen sind Taschkent-Termes, Taschkent-Buchara-Nukus-Muynak, Taschkent-Angren-Kokand und der Ferghanaring, der die Städte des Ferghantals miteinander verbindet. Insgesamt gibt es in Usbekistan mehr als 115 000 km. Straße, davon 95,6% asphaltiert.

    Luftverkehr: Usbekistan ist für europäische Reisende am besten per Flug zu erreichen. Viele Fluglinien verbinden das Land mit den Haupt- und Großstädten in Europa und Asien. Die nationale Fluggesellschaft Usbekistan AirwaysÖffnet externen Link in neuem Fenster verfügt über moderne Flugzeuge und betreibt auch den Inlandsflugverkehr. Die Flughäfen Taschkent, Samarkand, Termes und Urgentsch sind internationale FlughäfenÖffnet externen Link in neuem Fenster.

    Das Pipelinenetz: Das usbekische Gaspipelinesystem umfasst neun Hauptpipelines mit einer Länge von insgesamt 12 000 km. Diese sind an das gemeinsame Pipelinesystem der GUS-Staaten angeschlossen und liefern Gas auch nach Europa.

    1993 rief die EU das Projekt TRACECAÖffnet externen Link in neuem Fenster – Transport Corridor Europe-Caucasus-Asia – ins Leben. Darin sind mehrere Einzelprojekte vereinigt, die bestehende Transportwege zwischen Europa und Asien verbinden und die Infrastruktur ausbauen sollen. Beteiligt an TRACECA sind alle EU-Mitgliedstaaten, Aserbaidschan, Georgien und Armenien, die Ukraine, Moldawien, Bulgarien, Rumänien und die Türkei, sowie Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan.

    U-Bahn: Die Hauptstadt Taschkent ist die erste Stadt in Zentralasien mit  U-BahnÖffnet externen Link in neuem Fenster.

    1.8 Staatsflagge & -wappen und Nationalhymne Usbekistans

    Die wichtigsten StaatssymboleÖffnet externen Link in neuem Fenster wurden entweder von Präsident Karimov persönlich entworfen (die StaatsflaggeÖffnet externen Link in neuem Fenster und der StaatswappenÖffnet externen Link in neuem Fenster), oder (die NationalhymneÖffnet externen Link in neuem Fenster) unter seinem maßgeblichen Einfluss verfasst und komponiert.

    Staatsflagge
    Staatsflagge © gov.uz
    Staatswappen
    Staatswappen © gov.uz
    Nationalhymne
    Nationalhymne (eng.) © gov.uz

    Letzte Aktualisierung

    Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Dezember 2012 aktualisiert.

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