LIPortal » Landesübersicht & Naturraum

Gehöft in Nord-Togo © Otto Frick

Überblick

Alle wichtigen Strukturdaten zu Landesübersicht und Naturraum
Offizieller Name:Republik Togo
Fläche:56 785 km²
Einwohner:
Bevölkerungswachstum:
6,6 Mio.
2,7 % (2013 est.)
Regierungssitz:Lomé
Klima (für Hauptstadt):tropisch feuchtheiß

Inhalte dieser Seite

Das LIPortal

Togo

Auf den ersten Blick

Die Republik Togo liegt an der Guineaküste Westafrikas (56 km Küste) zwischen Ghana (877 km gemeinsame Grenze) im Westen und Bénin (644 km) im Osten und Burkina Faso (126 km) im Norden. Die Fläche beträgt 56.785 km² (Weltrang 124) und Togo steht somit an 41. Stelle der 54 unabhängigen Staaten Afrikas. Das entspricht einer Größe von Baden-Württemberg und Hessen zusammen. Damit ist Togo genau halb so groß wie der Nachbarstaat Bénin. Togo hat nach dem Zensus vom November 2010 und dem im Dezember 2011 bekannt gegebenen endgültigen Ergebnis 6 191 000 Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 109 Personen pro km².

Übersichtskarten

Topographische Karte Togos
Topographie Togos © Sadalmelik (public domain)
Politische Togo-Karte
Politische Togo-Karte © Domenico-de-ga (CC BY-SA 3.0)

Eine interaktive Karte von Togo finden Sie bei Google Maps. Unter der Option 'Satellit'  ist der Großraum Lomé sehr präzise dargestellt, so dass man sogar einzelne Häuser identifizieren kann, während die anderen Regionen in einer niedrigeren Auflösung zu sehen sind. Auf der interaktiven Karte von Bing Maps können Sie sich die gewünschte Region heranzoomen während mapquest zudem noch die Funktion von interaktiven Stadtplänen der größeren Städte bietet. Im Juni 2013 kamen Vertreter vom Projekt OpenStreetMap für drei Monate nach Togo um eine lokale Gruppe zu initiieren und eine kartografische Datenbank zu gründen.

Landesimpressionen

Blick auf die Togo-Gebirgskette © Notse RdView.jpg, Lizenz CC-BY-SA-2.0 BE
Blick auf die Togo-Gebirgskette © Notse RdView.jpg, Lizenz CC-BY-SA-2.0 BE
Dorf bei Bassar © Otto Frick
Dorf bei Bassar © Otto Frick
Der Fluss Kara in der gleichnamigen Stadt Kara © Otto Frick
Der Fluss Kara in der gleichnamigen Stadt Kara © Otto Frick
Landschaft bei Defalé, Nordtogo © Otto Frick
Landschaft bei Defalé, Nordtogo © Otto Frick

Die französische Zeitschrift GEO hat eine schöne Bilderserie zu Togo ins Netz gestellt; die Fotos werden mit Aquarellen und Zeichnungen von Alain Miller ergänzt. Nach Völkern geordnet ist die beeindruckende Bilderserie von J. F. Ortega Viota:Moba, Batammariba, Kabyé, Ewé und Tchamba. Auch der Fotograf Michael Friedel hat die meisten seiner Togo-Bilder im Norden des Landes aufgenommen. Die Bildagentur Photographers direct bietet über 300 Fotos an. Motive mit Landschaften und Kinderporträts zeigt die Trekearth Gallery (siehe auch Kapitel 5). Der Fernsehsender  ARTE produzierte zum 50-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Togos und anderer Länder des frankophonen Afrika, die 1960 unabhängig wurden, eine Reihe von Filmen. Zu Togo sind über zwanzig eindrucksvolle Kurzfilme zu sehen, die zu allen Aspekten des Alltags informieren und die Zuschauer auf eine Entdeckungsreise nach Togo einladen. Die Journalistin Cécile Tran-Tien lädt zu einer interaktiven Reise mit dem Postbus von Lomé nach Cinkassé ein. Auf dem Weg entdeckt man in sieben Videoporträts sieben Togoer, sieben Orte und sieben Geschichten. Dazu gibt es Fotomaterial, einen Minisprachkurs und Musik von jungen togoischen Musikern.

Grunddaten und Kurzdarstellungen

Länderporträts und tabellarische Darstellungen Togos finden Sie beim Auswärtigen Amt, im CIA World Factbook, bei BBC News Countryprofile und dem französischen Außenministerium. Der ARTE-Beitrag 'Mit offenen Karten' stellt Togo in einem Kurzfilm vor. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat mit 'Hanisauland - Politik für Dich' ein Kurzporträt Togos für Kinder und Jugendliche zusammengestellt und auf der Website "Awauwi" erfahren Kinder vom Alltag und Schulbesuch in Togo. Das GIGA Informationszentrum in Hamburg hat in seinem Online-Katalog zu Internationalen Beziehungen und Länderkunde auch zahlreiche Titel zu Togo, teilweise auch mit Zugriff auf Online-Volltexte.

Naturraum

Mango Allee in Zébé, Aného, dem ersten Regierungssitz der deutschen Kolonie Togo © Otto Frick
Mango Allee in Zébé, Aného, dem ersten Regierungssitz der deutschen Kolonie Togo © Otto Frick
Vegetation bei Kpalimé © Otto Frick
Vegetation bei Kpalimé © Otto Frick
Stausee in Kemeni und die Berge von Alédjo Kadara © Otto Frick
Stausee in Kemeni und die Berge von Alédjo Kadara © Otto Frick
Kapokallee in Tandjoaré, Savannenregion © Otto Frick
Kapokallee in Tandjoaré, Savannenregion © Otto Frick

Vegetationszonen

Togo ist das künstliche Segment eines landschaftlichen Großraumes. Die sandige Küste verfügt über keine Naturhäfen; die starke Brandung verursacht Erosionsprobleme und es bildeten sich Nehrungen und Lagunen (Lac Togo und die Lagune in Lomé). Nach dem nur wenige Kilometer breiten Lagunengürtel folgt ein flach welliges Hügelland (Terre de barre) und ein bis zu 500 m ansteigendes Sandsteinplateau, das in der Zentralregion diagonal von Südwest nach Nordost von der Togo-Atakora-Gebirgskette durchzogen wird. Die höchste Erhebung Togos ist der Mont Agou mit 986 m. Im Norden fällt das Gebirge zur Oti-Ebene und im Südosten zur Mono-Ebene ab. Auf dem Gebiet der heutigen Staaten Togo, Bénin und Teilen Ghanas bestand schon vor über Tausend Jahren eine Lücke im tropischen Regenwaldgürtel Westafrikas, das sogenannte Dahomey Gap. In ganz Togo ist das Landschaftsbild der Savanne(Feuchtsavanne) vorherrschend. Ein für diese Region charakteristischer Baum ist der Baobab (Affenbrotbaum). Lediglich im Bergland längs der Ghana-Grenze (etwa im Dreieck Kpalimé - Badou - Atakpamé und im sich nördlich anschließenden Adélé) sind noch Reste von Wäldern vorhanden und die Vegetation unterscheidet sich von den anderen Regionen Togos.

Es gibt zwar geschützte Wälder und Parks, die jedoch einem sehr hohen Druck anthropogener Nutzung ausgesetzt sind. Der Wildreichtum reduzierte sich während der politischen Unruhen der 1990er Jahre drastisch, vor allem im Keran-Park, während die schweizerische Fondation Franz Weber mit ihrem Engagement im Park von Fazao den Wildreichtum größtenteils erhalten konnte. Eine geographische Kurzbeschreibung Togos sowie weitere Informationen zur Landesnatur bietet die FAO. Die französische Forschungsorganisation IRD - Institut de recherche pour le Développement (Ex-ORSTOM) hält eine große Sammlung von Detailkarten zu bodenkundlichen und landwirtschaftlichen Themen aller Regionen Togos zur Ansicht und als PDF-Downloads bereit.

Panoramablick bei Nano, Savannenregion © Otto Frick
Panoramablick bei Nano, Savannenregion © Otto Frick
Regenzeit in der Zentralregion © Otto Frick
Regenzeit in der Zentralregion © Otto Frick

Klima

Bedingt durch die Äquatornähe hat Togo ein feuchtheißes tropisches Klima. Im südlichen Landesteil gibt es zwei Regenzeiten (April bis Juni und Oktober bis November) und im Norden eine (April bis September). Während der Trockenzeit führen die Harmattan-Winde aus der Sahara viele feine Staubpartikel mit sich und sorgen für eine größere nächtliche Abkühlung. Wetterinformationen und detaillierte Angaben zu Wetter und Klima bieten Grafiken zu vier Orten Togos. Das westafrikanische Monsunsystemwird in dem Aufsatz von promet mit vielen Grafiken, Karten und Bildern ausführlich dargestellt.

Ökologische Probleme

Erosionsschutz an der Küste in Aného © Otto Frick
Erosionsschutz an der Küste in Aného © Otto Frick
Kahle Berghänge in Yikpa, Région des Plateaux © Otto Frick
Kahle Berghänge in Yikpa, Région des Plateaux © Otto Frick
Buschfeuer © Otto Frick
Buschfeuer © Otto Frick
Atakpamé im Harmattan © Otto Frick
Atakpamé im Harmattan © Otto Frick

Menschliche Eingriffe wie der Bau des Akosombo-Staudamms (1961 in Ghana) und der Bau des Tiefseewasserhafens in Lomé 1967 veränderten die natürliche Balance zwischen Strömungsverhältnissen und Sedimentablagerungen an der Küste Togos. Das verursachte eine ernsthafte und bedrohliche Küstenerosion östlich des Hafens bis zur Bénin-Grenze.

Das Abladen von Phosphatabraum mit cadmiumhaltigen Spurenelementen im Meer führte zur Gewässerverschmutzung.

Müll am Markt in Kpalimé © Otto Frick
Müll am Markt in Kpalimé © Otto Frick

Umweltbelastungen im Großraum Lomé, unzureichende kommunale Müllentsorgung und private halblegale und illegale Entsorgung von Haushaltsabfällen, Abwässerreinigung sowie die flächendeckende Versorgung von sauberem Trinkwasser gehören zu den bislang ungelösten ökologischen Herausforderungen der Hauptstadt.

Im ländlichen Raum sind Bodenerosion, häufig verursacht durch Brandrodung, aus der Kontrolle geratene Buschfeuer wesentliche Faktoren der ökologischen Problematik. Der enorme Bedarf an Holz, bzw. Holzkohle als wichtigstem Energieträger führen auch zu illegalem Holzeinschlag. Der demografische Druck zwingt die Landbevölkerung oft zu einer Übernutzung der Böden, ohne Einhaltung der nötigen Brachezeiten, was zum Raubbau und Degradierung der land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen führt. Die Universität initiierte in Zusammenarbeit mit einer Nichtregierungsorganisation ein Kompostprojekt

Tafel bei Misahoé mit der Aufforderung, die Wälder nicht zu zerstören © Otto Frick
Tafel bei Misahoé mit der Aufforderung, die Wälder nicht zu zerstören © Otto Frick

In den vergangenen Jahren traten häufiger Wetterextreme sowie Überschwemmungen als Folge des Klimawandels auf, was die Regierung zu einem nationalen Aktionsplan veranlasste. 2008 und 2009 traten infolge von heftigen Regenfällen mehrere Flüsse über die Ufer und zerstörten einige Brücken, auch waren mehrere Stadtteile von Lomé überschwemmt.
Widerstand regt sich gegen eine geplante industrielle Ausbeutung von Bauxitvorkommen am Mont Agou. Die Alliance Nationale des Consommateurs et de l'Environnement du Togo (ANCE-Togo) ist ein Netz von diversen NRO und Privatpersonen, die sich u. a. um Artenvielfalt in der Landwirtschaft und um Verbraucherschutz kümmern. Das deutsche 'natureOffice' ist mit seinem 'Project Togo' im Klimaschutz aktiv und bescheinigte dem Präsidenten Faure Gnassingbé, dass er mit seinem Dienstfahrzeugs klimaneutral fährt, und somit das erste Staatsoberhaupt ist, dessen mobilitätsbezogene CO2-Emissionen ermittelt und kompensiert wurden.

Sozialgeografische Gegebenheiten

Städte und Bevölkerung

Die Hauptstadt ist Lomé mit ca. 850 000 Einwohnern; mit den Vororten im Norden und im Südosten sind es etwa 1,5 Millionen. Lomé ist zugleich der bedeutendste Standort des sogenannten modernen Sektors. Andere größere Städte sind Sokodé (125 000), Kara (110 000), Kpalimé (101 000), Atakpamé (85 000), Tsévié (58 000), Dapaong (50 000), Mango (40 000), Bassar (25 000) und Aného (25 000).

Blick auf Sokodé-Komah © Otto Frick
Blick auf Sokodé-Komah © Otto Frick
Terrassenförmig angelegtes Dorf am Mont Agou © Otto Frick
Terrassenförmig angelegtes Dorf am Mont Agou © Otto Frick

Togo ist ein "junges" Land: 42% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre und lediglich 3% sind älter als 65 Jahre. Seit den 1970er Jahren verzeichnet Togo eine der höchsten Urbanisierungsraten in Westafrika, was sich vor allem im Ballungsraum von Lomé niederschlug, in dem heute ca. 25% der Gesamtbevölkerung leben. Jedoch wird sich bis 2020 die urbane Bevölkerung mehr auf Orte mit einer Bevölkerung von 10 000 bis 50 000 Einwohnern konzentrieren, in denen ein Drittel der Gesamtbevölkerung leben wird. Im Jahr 2000 hatte Togo 38 Orte mit mehr als 10 000 Einwohnern, bis  2020 wird sich diese Zahl auf 70 Orte nahezu verdoppeln, wie die französische Africapolisprognostiziert. Der Anteil der städtischen Bevölkerung insgesamt lag bei der Unabhängigkeit 1960 bei gerade mal 8,8% während er heute bei 43% liegt, und im Jahr 2020 werden mit 50% gerechnet.    

Die Bevölkerung Togos hat sich seit 1960 vervierfacht. Die letzte Volkszählung in Togo fand 2010 statt und ergab 6 191 000 Einwohner. Die Bevölkerungszahlen verschiedener internationaler Organisationen basieren auf Hochrechnungen der VN und ihrer Nebenorgane und Sonderorganisationen. So findet man voneinander abweichende Zahlen: bei der Weltbank 6,1 Mio. und beim CIA World Factbook 7,14 Mio. im Juli 2013.

Die Einwohner von Togo werden nicht Togolesen, sondern Togoer und Togoerin/nengenannt. Das entsprechende Adjektiv ist togoisch.

Verkehr

Brücke über den Mono in der Präfektur Est-Mono © Otto Frick
Brücke über den Mono in der Präfektur Est-Mono © Otto Frick

Die drei Eisenbahnlinien, die noch aus der deutschen Kolonialzeit stammen, sind stillgelegt und werden "andersweitig genutzt". Lediglich kleine, später erbaute Stichbahnen befördern Phosphat und Zement von den Lagerstätten zum Hafen. Die Regierung übertrug die Lizenz zur Nutzung dieser Bahnen zwei indischen Investoren. Es gibt Pläne einer Eisenbahnverbindung zwischen Lomé und Cotonou, der Hauptstadt vom benachbarten Benin.
Die Straßen bilden heute den wichtigsten Verkehrsträger und Togo verfügt über ein relativ gutes Straßennetz. In den Bergregionen Nordtogos werden neue Umgehungsstraßen zwischen Aléheridé und Bafilo sowie zwischen Defalé und Kandé gebaut, die in Kürze dem Verkehr übergeben werden. Die Küstenstraßewurde gerade im Stadtgebiet von Lomé zu einer vierspurigen Schnellstraße ausgebaut. 

Neubau der Straße nach Dapaong  © Otto Frick
Neubau der Straße nach Dapaong © Otto Frick
Alte Brücke über den Mo, südlich von Bassar © Otto Frick
Alte Brücke über den Mo, südlich von Bassar © Otto Frick

Um das Stadtgebiet von Lomé von den Lastwagen im Transitverkehr zu entlasten, wird an einer Umgehungsstraße vom Hafen nach Agoényvé gebaut.  Auch der Hafen und der Flughafen werden zur Zeit ausgebaut und vergrößert. Diese aufwendigen Infrastrukturmaßnahmen werden in einem eindrucksvollen Filmclip vorgestellt. 
Die Regierung startete eine Offensive, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren.
IrinNews berichtete über das Phänomen der Oléyia oder Zémidjans (auch Zem oder Z), wie die Moto-Taxis in Togo genannt werden. Nach Angaben der Innung der Mototaxis COSTTsollen 2008 155.813 offiziell registrierte Oléyias in Togo gefahren sein, wovon mindestens 30 % auf Lomé entfallen. Den witzigsten Beitrag zu diesem populären urbanen Verkehrsmittel liefert die Musik-Gruppe Toofan. Inzwischen wurde eine TV-Serie (Sitcom) gedreht, in deren Mittelpunkt die Zémidjans sind.

Landesname und nationale Symbole

Denkmal von Paul Ahyi in Togoville, das an den Vertragsabschluss von 1884 erinnert © Otto Frick
Denkmal von Paul Ahyi in Togoville, das an den Vertragsabschluss von 1884 erinnert © Otto Frick
Die Flagge Togos
Die Flagge Togos
Das Wappen Togos
Das Wappen Togos

Togo bedeutet in der Ewé-Sprache: da drüben auf dem Hügel (jenseits der Lagune) oder am anderen Hochufer. So wurden die fünf Dörfer bezeichnet, die heute die Ortschaft Togoville bilden, als die Deutschen 1884 mit Vertretern dieser fünf Dörfer Schutzverträge abschlossen. Die englische Bezeichnung "Togoland" (als sachlich richtige Bezeichnung im Gegensatz zu den "Togo-Dörfern") war jedoch nie die offizielle deutsche Bezeichnung.

Die Flagge Togos wurde 1960 zur Unabhängigkeit von dem Künstler Paul Ahyi in Zusammenarbeit mit Jean Johnson entworfen. Sie besteht aus fünf horizontalen Streifen, drei grünen und zwei gelben und einem weißen Stern im roten Quadrat. Die Farbe Grün steht für die Landwirtschaft und Gelb für die Bodenschätze. Der weiße Stern für die Hoffnung und rot für den Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit und das hierbei vergossene Blut. Die Farbgebung entspricht den panafrikanischen Farben. Diese sich für die Einheit Afrikas und aller Menschen afrikanischen Ursprungs einsetzende Bewegung hatte die Farben der äthiopischen Fahne als Vorbild, da Äthiopien als einziges Land (neben dem "Sonderfall" Liberia) Afrikas keine europäische Kolonie war.

Das Wappen der Republik Togo gab es in mehreren Varianten. Laut Verfassung der IV. Republik vom 27. September 1992 ist es so dargestellt: Silbernes Wappenschild in ovaler Form mit grünem Rand, zuoberst die nationalen Insignien, zwei schräg­ gestellte Fahnen, im Zentrum die Initialen RT der Republik Togo auf goldenem ausgeschnittenem zackenförmigem Hintergrund und zwei Löwen mit leicht geöffneten Schnauzen. Auf der Banderole stehen die Worte: Arbeit, Freiheit, Vaterland. Die zwei jungen Löwen stehen für den Mut des togoischen Volkes. Sie halten Pfeil und Bogen, die traditionellen Waffen, um zu zeigen, dass die wahre Freiheit des togoischen Volkes in seiner Hand liegt und dass seine Stärke vor allem in seinen eigenen Traditionen ruht. Die aufrecht schräg stehenden Löwen drücken die ständige Wachsamkeit des togoischen Volkes in der Wahrung seiner Unabhängigkeit aus.

Die Nationalhymne Salut à toi, terre de nos aïeux - Sei gegrüßt, Land unserer Ahnen (zur Hörversion bitte das Notensymbol rechts oben anklicken) wurde aus 40 Vorschlägen am 23. April 1960 angenommen. Der erste Satz, der den Hymnus bestimmt, ist von Sikeli, einem Tam-Tam-Lied abgeleitet. Die Melodie enthält Elemente afrikanischen und europäischen Charakters. Der Togoer Alex Casimir Dosseh (1923–2007), der an der Pariser Musikhochschule Cesar Franck studierte, schrieb Melodie und Text. Mittlerweile gibt es neben dem Text in Französisch und Ewé auch eine offizielle Version in Kabyè.

Autor

Otto Frick arbeitete neun Jahre in Togo und leitete ein Atelier für visuelle Kommunikation und war in mehreren Projekten der EZ, auch in Benin tätig. Er erstellte Publikationen zu landeskundlichen Themen Togos und Benins und zur Kunst und Kultur Afrikas.

Mitarbeit am Lehrstuhl für Afrikanische Kunst der FU, Referent und Tutor in der Erwachsenenbildung, interkultureller Trainer, Tätigkeiten in der Medien- und Organisationsberatung und als Kurator.

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im September 2014 aktualisiert.

Literaturhinweise

Weiterführende Literatur zu den Themen:

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