Direkt zum Seiteninhalt oder zur Haupt-Navigation oder zur Meta-Navigation oder zum Seitenabschluss.
Sie befinden sich hier: GIZ Start / Webangebote / LIPortal > Togo / Überblick

Eine interaktive Karte von Togo finden Sie bei Google Maps.
Unter der Option 'Satellit' ist der Großraum Lomé sehr präzise dargestellt, so dass man sogar einzelne Häuser identifizieren kann, während die anderen Regionen in einer niedrigeren Auflösung zu sehen sind. Auf der interaktiven Karte
von Bing Maps können Sie sich die gewünschte Region heranzoomen. Die FAO
bietet interaktive Karten Togos zu verschiedenen Themen.
Die Republik Togo liegt an der Guineaküste Westafrikas (56 km Küste) zwischen Ghana (877 km gemeinsame Grenze) im Westen und Bénin (644 km) im Osten und Burkina Faso (126 km) im Norden. Die Fläche beträgt 56.785 km² (Weltrang 124) und Togo steht somit an 41. Stelle der 54 unabhängigen Staaten Afrikas. Das entspricht einer Größe von Baden-Württemberg und Hessen zusammen. Damit ist Togo genau halb so groß wie der Nachbarstaat Bénin. Togo hat nach dem Zensus vom November 2010 und dem im Dezember 2011 bekannt gegebenen endgültigen Ergebnis 6 191 000 Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 109 Personen pro km².
Die französische Zeitschrift GEO hat eine schöne Bilderserie zu Togo
ins Netz gestellt; die Fotos werden mit Aquarellen und Zeichnungen von Alain Miller ergänzt. Nach Völkern geordnet ist die beeindruckende Bilderserie von J. F. Ortega Viota:
Moba, Batammariba, Kabyé, Ewé und Tchamba. Die Bildagentur Photographers direct
bietet über 300 Fotos an. Motive mit Landschaften und Kinderporträts
zeigt die Trekearth Gallery (siehe auch Kapitel 5). Der Fernsehsender ARTE produzierte zum 50-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Togos und anderer Länder des frankophonen Afrika, die 1960 unabhängig wurden, eine Reihe von Filmen. Zu Togo sind über zwanzig eindrucksvolle Kurzfilme
zu sehen, die zu allen Aspekten des Alltags informieren und die Zuschauer auf eine Entdeckungsreise nach Togo einladen.
Länderporträts und tabellarische Darstellungen Togos finden Sie beim Auswärtigen Amt
, im CIA Worldfactbook
, bei BBC News Countryprofile
und dem französischen Außenministerium.
Der ARTE-Beitrag 'Mit offenen Karten'
stellt Togo in einem Kurzfilm vor. Ein Kurzporträt Togos in Form einer virtuellen Reise präsentiert die britische Oxfam
. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat mit 'Hanisauland - Politik für Dich' ein Kurzporträt Togos
für Kinder und Jugendliche zusammengestellt.
Togo ist das künstliche Segment eines landschaftlichen Großraumes. Die sandige Küste verfügt über keine Naturhäfen; die starke Brandung verursacht Erosionsprobleme
und es bildeten sich Nehrungen und Lagunen (Lac Togo und die Lagune in Lomé). Nach dem nur wenige Kilometer breiten Lagunengürtel folgt ein flach welliges Hügelland (Terre de barre) und ein bis zu 500 m ansteigendes Sandsteinplateau, das in der Zentralregion diagonal von Südwest nach Nordost von der Togo-Atakora-Gebirgskette durchzogen wird. Die höchste Erhebung Togos ist der Mont Agou
mit 986 m. Im Norden fällt das Gebirge zur Oti-Ebene und im Südosten zur Mono-Ebene ab. Auf dem Gebiet der heutigen Staaten Togo, Bénin und Teilen Ghanas bestand schon vor über Tausend Jahren eine Lücke im tropischen Regenwaldgürtel Westafrikas, das sogenannte Dahomey Gap
. In ganz Togo ist das Landschaftsbild der Savanne
(Feuchtsavanne) vorherrschend. Ein für diese Region charakteristischer Baum ist der Baobab
(Affenbrotbaum). Lediglich im Bergland längs der Ghana-Grenze (etwa im Dreieck Kpalimé - Badou - Atakpamé und im sich nördlich anschließenden Adélé) sind noch Reste von Wäldern vorhanden und die Vegetation unterscheidet sich von den anderen Regionen Togos. Eine Liste der geschützten Wälder und Parks
gibt es auf der italienischen Park-Website. Eine geographische Kurzbeschreibung Togos sowie weitere Informationen zur Landesnatur, Land- und Forstwirtschaft bietet die FAO
. Die französische Forschungsorganisation IRD - Institut de recherche pour le Développement (Ex-ORSTOM) bietet eine große Sammlung von Detailkarten
zu bodenkundlichen und landwirtschaftlichen Themen aller Regionen Togos zur Ansicht und als PDF-Downloads.
Bedingt durch die Äquatornähe hat Togo ein feuchtheißes tropisches Klima. Im südlichen Landesteil gibt es zwei Regenzeiten (April bis Juni und Oktober bis November) und im Norden eine (April bis September). Während der Trockenzeit führen die Harmattan-Winde aus der Sahara viele feine Staubpartikel mit sich und sorgen für eine größere nächtliche Abkühlung. Wetterinformationen bietet Wetteronline
und Klimadiagramme
von Lomé, Atakpamé und Mango finden Sie hier (bitte den gewünschten Ort anklicken). Das westafrikanische Monsunsystem
wird in dem Aufsatz von promet mit vielen Grafiken, Karten und Bildern ausführlich dargestellt.
Zu den ökologischen Problemen zählen Küstenerosion, Gewässerverschmutzung
, Bodenerosion, Umweltbelastungen im Großraum Lomé, Müllentsorgung, Brandrodung und aus der Kontrolle geratene Buschfeuer, Wetterextreme, Überschwemmungen als Folge des Klimawandels
. 2008 und 2009 traten infolge von heftigen Regenfällen
mehrere Flüsse über die Ufer und zerstörten einige Brücken,
auch waren mehrere Stadtteile von Lomé
überschwemmt. Widerstand
regt sich gegen eine geplante industrielle Ausbeutung von Bauxitvorkommen am Mont Agou
.
Eine kleine Foto-Reportage über die Abfallbeseitigung
in Lomé hat die kanadische Diastode ins Netz gestellt und eine französische NRO berichtet über die Beseitigung von Haushaltsabfällen
, während die Universität in Zusammenarbeit mit einer Nichtregierungsorganisation ein Kompostprojekt
initiierte. Die Regierung will mit finanzieller Hilfe Frankreichs die städtische Abwasserreinigung und Abfallbeseitung
angehen. Schweizer Ingenieure arbeiten im Bereich der Trinkwasserversorgung in Lomé.
Ein paar Aufsätze (Recent Sumissions) zur Umweltverschmutzung gibt es im englischen Portal Ocean Docs
-E-Repository of Ocean Publications. Die Alliance Nationale des Consommateurs et de l'Environnement du Togo (ANCE-Togo)
ist ein Netz von diversen NRO und Privatpersonen, die sich u. a. um Artenvielfalt in der Landwirtschaft und um Verbraucherschutz kümmern. Das deutsche 'natureOffice' ist mit seinem 'Project Togo'
im Klimaschutz aktiv.
Städte und Bevölkerung
Die Hauptstadt ist Lomé
mit ca. 850 000 Einwohnern; mit den Vororten im Norden und im Südosten sind es etwa 1,5 Millionen. Andere größere Städte sind Sokodé
(125 000), Kara (110 000), Kpalimé
(101 000), Atakpamé (85 000), Bassar
(65 000), Tsévié (58 000), Dapaong (50 000), Mango (40 000) und Aného
(25 000).
Togo ist ein "junges" Land: 42% der Bevölkerung sind unter 14 Jahren und lediglich 3% sind älter als 65 Jahre. Der Anteil der städtischen Bevölkerung liegt bei 43%, wobei es eine besonders hohe Konzentration im Großraum Lomé gibt, in dem ca. 25% der Gesamtbevölkerung leben. Zugleich ist dieser Ballungsraum der bedeutendste Standort des sogenannten modernen Sektors. Die letzte Volkszählung fand 2010 in Togo statt und ergab 6 191 000 Einwohner. Die Bevölkerungszahlen verschiedener internationaler Organisationen basieren auf Hochrechnungen der VN und so findet man voneinander abweichende Zahlen: CIA Factbook im Juli 2012 6,9 Mio. und die Weltbank 7,1, Mio. Einen guten Überblick über die wichtigsten Ortschaften Togos
und ihre Einwohnerzahlen gibt die World Gazetteer; Citypopulation
erfasst die Städte und Regionen mit interaktiven Tabellen und Karten.
Die Einwohner von Togo werden nicht Togolesen, sondern Togoer und Togoerin/nen
genannt. Das entsprechende Adjektiv ist togoisch.
Verwaltungseinteilung
Togo ist (nach französischem Vorbild) zentralistisch strukturiert und in fünf Regionen und 35 Präfekturen und einer Commune (Lomé) gegliedert: Es sind die Küstenregion – Région Maritime, die Region der Hochebenen - Région des Plateaux, die Zentralregion – Région Centrale, die Region der Kara - Région de la Kara und die Savannenregion – Région des Savannes. Die französische Wikipedia bietet eine Aufzählung der Regionen und Präfekturen
mit Einwohnerzahlen.
Togo bedeutet in der Ewé-Sprache: da drüben auf dem Hügel (jenseits der Lagune) oder am anderen Hochufer. So wurden die fünf Dörfer bezeichnet, die heute die Ortschaft Togoville bilden, als die Deutschen 1884 mit Vertretern dieser fünf Dörfer Schutzverträge abschlossen. Die englische Bezeichnung "Togoland" (als sachlich richtige Bezeichnung im Gegensatz zu den "Togo-Dörfern") war nie die offizielle deutsche Bezeichnung.
Die Flagge
Togos wurde 1960 zur Unabhängigkeit von dem Künstler Paul Ahyi in Zusammenarbeit mit Jean Johnson entworfen. Sie besteht aus fünf horizontalen Streifen, drei grünen und zwei gelben und einem weißen Stern im roten Quadrat. Die Farbe Grün steht für die Landwirtschaft und Gelb für die Bodenschätze. Der weiße Stern für die Hoffnung und rot für den Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit und das hierbei vergossene Blut. Die Farbgebung entspricht den panafrikanischen Farben. Diese sich für die Einheit Afrikas und aller Menschen afrikanischen Ursprungs einsetzende Bewegung hatte die Farben der äthiopischen Fahne als Vorbild, da Äthiopien als einziges Land (neben dem "Sonderfall" Liberia) Afrikas keine europäische Kolonie war.
Das Wappen
der Republik Togo gab es in mehreren Varianten
. Laut Verfassung der IV. Republik vom 27. September 1992 ist es so dargestellt: Silbernes Wappenschild in ovaler Form mit grünem Rand, zuoberst die nationalen Insignien, zwei schräg gestellte Fahnen, im Zentrum die Initialen RT der Republik Togo auf goldenem ausgeschnittenem zackenförmigem Hintergrund und zwei Löwen mit leicht geöffneten Schnauzen. Auf der Banderole stehen die Worte: Arbeit, Freiheit, Vaterland. Die zwei jungen Löwen stehen für den Mut des togoischen Volkes. Sie halten Pfeil und Bogen, die traditionellen Waffen, um zu zeigen, dass die wahre Freiheit des togoischen Volkes in seiner Hand liegt und dass seine Stärke vor allem in seinen eigenen Traditionen ruht. Die aufrecht schräg stehenden Löwen drücken die ständige Wachsamkeit des togoischen Volkes in der Wahrung seiner Unabhängigkeit aus.
Die Nationalhymne
Salut à toi, terre de nos aïeux - Sei gegrüßt, Land unserer Ahnen (zur Hörversion bitte das Notensymbol rechts oben anklicken) wurde aus 40 Vorschlägen am 23. April 1960 angenommen. Der erste Satz, der den Hymnus bestimmt, ist von Sikeli, einem Tam-Tam-Lied abgeleitet. Die Melodie enthält Elemente afrikanischen und europäischen Charakters. Der Togoer Alex Casimir Dosseh
(1923–2007), der an der der Pariser Musikhochschule Cesar Franck studierte, schrieb Melodie und Text. Mittlerweile gibt es neben dem Text in Französisch und Ewé auch eine offizielle Version in Kabyè.
Otto Frick arbeitete neun Jahre in Togo und leitete ein Atelier für visuelle Kommunikation und war in mehreren Projekten der EZ tätig. Er erstellte Publikationen zu landeskundlichen Themen Togos und zur Kunst und Kultur Afrikas.
Mitarbeit am Lehrstuhl für Afrikanische Kunst der FU, Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung, in der Medien- und Organisationsberatung, in interkulturellen Projekten und als Kurator.
Über Ihr Feedback freue ich mich.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2013 aktualisiert.
Die AIZ mit Sitz in Bad Honnef bietet mehr als 50 monatlich stattfindende Trainingskurse zu folgenden Themen an:
Gerne konzipieren wir für Sie maßgeschneiderte Trainingskurse, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren. Wir freuen uns über Ihre Anfragen!