LIPortal » Alltag & Praktische Informationen

Flughafen in Dar Es Salaam (© Scheidtweiler)

Alltag

Alle wichtigen Strukturdaten zu Alltag und Praktischen Informationen
BeschreibungInhalt
Währung:Tanzanian Shilling (TZS)
Wechselkurs:1 € = 2207 TZS (März 2014)
Zeitzone:+ 2 h (East Africa Time)
Landesvorwahl (Telefon):+255
Klima (für Hauptstadt):tropisch (feucht, heiß); Binnenland gemäßigt
Internationale Flughäfen (IATA):DAR (Daressalam), ZNZ (Zanzibar), JRO (Kilimanjaro) 

Inhalte dieser Seite

Das LIPortal

Tansania

Einreisebestimmungen

Bevor Sie zu einer 'Safari' (swahili: Reise) nach Tansania aufbrechen, beachten Sie bitte die Hinweise des Auswärtigen Amtes bezüglich der  Einreisebestimmungen. Ein Touristenvisum kann zwar bei der Einreise auf einem der internationalen Flughäfen des Landes erteilt werden, es wird aber empfohlen, dies einige Wochen vor der Einreise bei der tansanischen Botschaft zu beantragen. Bei längeren Aufenthalten ist es immer sinnvoll, Kontakt zur deutschen Botschaft in Tansania aufzunehmen.

Sicherheit

Tansania gilt als eines der sicheren Länder Afrikas. Jedoch hat die unsichere Lage in Somalia und Kenia ebenfalls Einfluss auf die Sicherheitslage in Tansania genommen.

Primär sollte man Menschenansammlungen und Demonstrationen meiden, da es in jüngster Vergangenheit zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitsbehörden kam. Hohe Vorsicht gilt auch bei Besuchen von touristischen Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Plätzen sowie religiösen Gebäuden. In den vergangenen Jahren kam es zu vereinzelten Anschlägen in Daressalam, Sansibar und Arusha. Vor allem auf der Insel Sansibar und Pemba kam es zu Angriffen auf christliche Einrichtungen und Personen.

Die Kriminalität hat in den letzten Jahren vor allem in den größeren Städten zugenommen. Es häufen sich Fälle von Raubüberfällen, Diebstahl und Einbrüchen. Man sollte daher nicht-registrierte Taxis und Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit meiden. 

Reisen, Leben und Arbeiten in Tansania

Beim Reisen auf Tansanias Straßen muss eine niedrigere Verkehrssicherheit als in Deutschland in Kauf genommen werden: 320.000 registrierte Kraftfahrzeuge verursachen in Tansania jedes Jahr fast 3.000 Verkehrstote (vgl. Deutschland: ca. 50 Mill. Kraftfahrzeuge und weniger als 6.000 Verkehrstote). 

Praktische Informationen, auch für längerfristige Aufenthalte im Land, bieten Wikitravel(hier auch einzelne Städte wie Daressalam, Arusha, ...), die Außenministerien der Länder, die besonders viele 'Expatriaten' in Tansania zählen, wie Großbritannien und die USA, aber auch Seiten wie InternationsExpat Exchange oder Allo' Expat. Lesenswert sind auch praktische Tipps kommerzieller Anbieter, die sich häufig auf Informationen zum Leben in Daressalem konzentrieren (Settling-in tips).

Für den Erfolg einer beruflichen Tätigkeit in Tansania, aber auch für das persönliche Wohlbefinden, ist es wichtig, kompetent mit kulturellen Unterschieden umzugehen.

Tansania hat viele atemberaubende Sehenswürdigkeiten. Vor allem die Naturlandschaften zählen zu den spektakulärsten der Welt. Die scheinbar endlosen und unberührten Savannen, in denen sich vermutlich mehr als 90 % der bisherigen Menschheitsgeschichte abgespielt haben, werden für jeden Besucher zu einem unvergesslichen 'Ur-Erlebnis'. Die Zugangsgebühren für die Nationalparks sind jedoch hoch für Ausländer.

Im Internet gibt es eine Fülle von Informationen für Reisen nach und in Tansania (z.B. Tansanisches Fremdenverkehrsbüro, 'Der Reiseführer') und zu vielen Einzelaspekten, wie den aktuellen Wetterverhältnissen. Auch im deutschen Fernsehen (der Suchbegriff 'Tansania' ist bereits für Sie eingegeben) können Sie fast täglich Reportagen über Tansania sehen. 

Zur Orientierung des Einreisenden in Daressalam steht ein interaktiver Stadtplan zur Verfügung. 

Für Ausreisende mit Schulkindern gibt es mehrere internationale Schulen in Tansania, die meisten in Dar Es Salaam, aber auch in Dodoma, Arusha, Moshi (mit Internat), Morogoro, Mwanza, Iringa, Sansibar und Tanga. Zu den Schulen mit gutem Renommee zählen die International School of Tanganyika (Daressalaam) und die International School in Moshi.  

Sprache

Swahili wird von fast allen Menschen in Tansania gesprochen. Mit Englisch mag man sich als Tourist und unter Umständen sogar im Berufsleben in Tansania behelfen können. Um aber in der faszinierenden Kultur des Gastlandes heimisch zu werden, müssen Sie Swahili erlernen. Sie können diese Sprache dann auch in einigen Nachbarländern anwenden, denn es ist die am weitesten verbreitete afrikanische Sprache. Zum Selbststudium bietet sich ein Internetkurs an, aber im deutschsprachigen Raum finden sich auch viele Swahili-Kurse und -Lehrer. Fortgeschrittene werden dem Swahili-Programm der Deutschen Welle folgen können.

Gesund bleiben

In Tansania wird man u.U. mit Krankheitserregern konfrontiert, die hierzulande nicht (mehr) vorkommen. Es ist daher wichtig, sich über die gesundheitlichen Risiken zu informieren und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen - vielleicht holen Sie sich sogar beim US-amerikanischen Center for Disease Control and Prevention eine zweite Meinung ein. 

Herbalist
Hier kann man pflanzliche Arznei beziehen - aber eine gute Vorsorge ist in jedem Fall besser (© Scheidtweiler)

Geld und Geldtransfer

10.000 Tanzanian Shillings
© Scheidtweiler

Die Landeswährung ist der Tansania Schilling (TZS). Mit Kreditkarten können Sie nur in größeren Hotels bezahlen. Bargeld (TZS) lässt sich in größeren Städten über eine Bankkarte beziehen. Auf Devisenkonten entfallen häufig sehr hohe Gebühren. Daher ist es u.U. sinnvoll, genügend Fremdwährung (möglich auch in Form von Travellerschecks) mitzunehmen, welche in unbeschränkter Höhe ein- und ausgeführt werden können. Tansanische Schilling dürfen hingegen überhaupt nicht ins oder aus dem Land gebracht werden. Tendenziell steigt der Wechselkurs zugunsten des EURO. Der US-Dollar hat sich im Alltagsleben als eine Art Parallelwährung entwickelt. Speziell in Touristen-Gegenden (Nationalparks und Küstenregionen) und bei staatlichen Institutionen, wie z.B. Immigration oder Zoll werden oft nur US-Dollar akzeptiert.

Sehr interessant ist zudem ein Blick auf die Lebenshaltungskosten in Tansania.

Telekommunikation

Verkauf von 'Airtime' für Mobilfunknetze
© Scheidtweiler

Deutsche Mobilfunkbetreiber haben tansanische Roamingpartner. Dennoch ist es selbst für relativ kurze Reisen preiswerter, wenn Sie sich vor Ort eine SIM-Karte eines tansanischen Mobilfunkbetreibers kaufen: Diese sind sehr billig und Guthaben für Prepaidkarten gibt es mittlerweile in den meisten Orten nachzukaufen (siehe Abbildung links). Der Deckungsgrad des Empfangsnetzes ist inzwischen auch außerhalb der Städte hoch. Die Minutenpreise für Gespräche von Deutschland nach Tansania, auch in Mobilfunknetze, liegen bei 0,1 EUR.  

In tausenden Büros und Haushalten wird auch in Tansania das Internet und Mobilfunk genutzt. Internetcafés gibt es in vielen Städten und auch die Zahl der Serviceprovider für einen eigenen Anschluss ist beachtlich.

Küche

Die einheimische Bevölkerung isst hauptsächlich vegetarisch .'Ugali', ein Brei aus Mais- oder Maniokmehl, hat keinen besonderen Eigengeschmack und wird daher mit vegetarischen Beilagen, wie z.B. Spinat (mchicha), gekochten Bohnen (maharage) oder auch kleinen Fischen (Dagaa) verzehrt, wobei auch oft Reis als Hauptspeise gegessen wird. Wenn man in Tansania gerne Pommes Frites essen möchte, muss man im Restaurant nach Chipsi fragen, welche mancherorts mit Eiern angebraten werden.

Die tansanische Küche wurde stark von der indischen und arabischen Esskultur geprägt. Neben den bei uns bekannten Samosas (sambusa) stammt auch das würzige Reisgericht 'Pilau' ursprünglich aus Indien und wird v.a. zu besonderen Anlässen gekocht. Ein in Öl zubereiteter Pfannkuchen (Chapati) ist ebenfalls indischen Ursprungs und wird oft zum Frühstück gegessen. Darüberhinaus bilden Kochbananen, Süßkartoffeln oder Hirsebrei (Uji) die Hauptelemente eines tansanischen Frühstücks.

Als Getränke werden normalerweise Chai (Schwarztee mit viel Zucker und Milch), Coca Cola oder Wasser angeboten. Wasser sollte man besser aus verschlossenen Flaschen trinken oder vorher abkochen.

Stehimbiss auf einem Markt
Stehimbiss auf einem Markt - gegessen wird selten allein und nie mit der linken Hand (© Scheidtweiler)

Weitere Links und Adressen

Für Telefon- und Faxnummern sowie Mailadressen von Unternehmen und Institutionen gibt es die Tanzania Yellow Pages

Interessante Literaturhinweise bietet die Bibliografie der Tanzania Studies Association.

Diverse skandinavische Botschaften haben in Kooperation mit der tansanischen Regierung und dem UNDP ein sehr hilfreiches Internetportal namens Tanzania Online erstellt - ein Besuch lohnt sich.

Dass Tansania auch in Deutschland viele engagierte Freunde hat, erfährt man auf den Seiten des Deutschen Tansania-Networks, der Deutsch-Tansanischen Freundschaftsgesellschaft und des Freundeskreises Bagamoyo

Spiegel Online hat eine Themenseite zu Tansania eingerichtet, auf dem interessante Artikel und ein lexikalischer Überblick einzusehen sind.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im September 2014 aktualisiert.

Autor

Dr. Thomas Scheidtweiler
Dr. Thomas Scheidtweiler

Leiter des Referats "Afrika, Nahost" einer Stiftung der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung der internationalen Forschungszusammenarbeit. Nebenberuflich Einsätze als Internationaler Wahlbeobachter und Landeskundetutor der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). 

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Literaturhinweise

Tourismus

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