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Fluss Rokel auf der Strecke nach Masimera, Marampa Chiefdom / © Christiane Braun

Landesübersicht und Naturraum

Offizieller Name: Republik Sierra Leone
Fläche:71.740 km²
Einwohner:5,7 Mio. (Schätzung 2010)
Regierungssitz:Freetown
Klima (für Hauptstadt): Tropisch

Sierra Leone

Landesflagge Sierra Leone

Das Gebiet des heutigen "Sierra Leone" wurde im 15. Jahrhundert von Portugiesen kolonialisiert, die es als „Löwenberge“ Öffnet externen Link in neuem Fenster (Serra Lyoa) bezeichneten. Für die Namensgebung finden sich unterschiedliche Erklärungen. Die portugiesischen Seefahrer, Pedro de SintraOpens external link in new window, wählten diesen Namen, weil sie Löwen auf der Freetown Peninsula vermuteten: Als sie bei einem Gewitter an den Küstengebirgen vorbeifuhren, hörte sich der Donner wie bedrohliches Löwengebrüll an. Nach einer anderen Erklärung nannten sie das Land so, weil das Küstengebirge an einen schlafenden Löwen erinnert. Sierra Leone liegt an der westafrikanischen Atlantikküste zwischen 7–10 Grad nördlicher Breite und 10–13 Grad westlicher Länge. Sierra Leone hat eine Landfläche von 71.740km². Im Nordwesten, Norden und Nordosten grenzt es an Guinea (frankophon) Öffnet externen Link in neuem Fenster sowie im Südosten an Liberia (anglophon)Öffnet externen Link in neuem Fenster. Die Grenze mit beiden Ländern wird über weite Strecken durch Flüsse markiert. Im Südwesten und Süden von Sierra Leone liegt der Atlantische Ozean. Die Landesgrenze Sierra Leones ist insgesamt 958 km lang, wovon 652 km im Norden an Guinea grenzen und 306 km im Süden an Liberia. Die Länge der Küste beträgt 402 km. 

© www.lib.utexas.edu

Vielfältige thematische Karten finden sich auch auf den Internetseiten von FAO Öffnet externen Link in neuem Fenster und Reliefweb Öffnet externen Link in neuem Fenster.

 

Landesimpressionen

Boot am River No.2-Strand / © Christiane Braun
Boot am River No.2-Strand / © Christiane Braun

Einen ersten Eindruck Öffnet externen Link in neuem Fenster von der einzigartigen Vielfalt Sierra Leones geben die Aufnahmen von Land und Leuten auf den Webseiten Visit Sierra Leone Öffnet externen Link in neuem Fenster und Sierra Leone Öffnet externen Link in neuem Fenster

 

Grunddaten

Sierra Leone Öffnet externen Link in neuem Fenster nimmt aktuell den 180. Platz von 187 untersuchten Ländern im Bericht von 2011 des Entwicklungsprogramms der UN zur menschlichen Entwicklung ein (Human Development Index: HDI)Opens external link in new window, mit steigender Tendenz (1,1% pro Jahr) seit 2001. Vor dem BürgerkriegOpens external link in new window besetzte Sierra Leone nach einer kurzzeitig positiven Entwicklungsphase nach der Unabhängigkeit 1961 seit den 1980er Jahren die letzten Ränge des HDI. Die Wachstumsrate der Bevölkerung liegt bei 2,2%, das Wirtschaftswachstum bei 4,9% im Jahr 2010. Statistische Daten wie diese werden zu verschiedenen Themen von der Weltbank Öffnet externen Link in neuem Fenster bereit gestellt. Eine aktuelle Übersicht über wichtige statistische Daten zu Staat, Wirtschaft und Bevölkerung bieten die Statistische Abteilung der UN Öffnet externen Link in neuem Fenster, das CIA World Factbook Öffnet externen Link in neuem Fenster, die Weltbank Öffnet externen Link in neuem Fenster und das Index-Mundi Öffnet externen Link in neuem Fenster in englischer Sprache. Grundlegende Informationen auf Deutsch werden vom Auswärtigen Amt Öffnet externen Link in neuem Fenster bereit gestellt. 

 

Naturraum

Abgesehen von der Halbinsel FreetownÖffnet externen Link in neuem Fenster mit ihren steil aufragenden Bergen (Leicester Peak: 567 m) besteht der Westen aus einer Rumpfflächenlandschaft von ca. 150 m Höhe, die von einzelnen Inselbergen durchsetzt ist. Vorgelagert ist die 40-80 km breite Küstenniederung mit Mangrovensümpfen. Davor befinden sich einzelne Inseln, namentlich die Banana IslandsÖffnet externen Link in neuem Fenster (bestehend aus den zwei Hauptinseln Rickett und Banana Island mit einigen kleineren Inseln), die Turtle IslandsÖffnet externen Link in neuem Fenster und im mittleren Küstenabschnitt Sherbro IslandÖffnet externen Link in neuem Fenster, die auch Bonthe Island genannt wird. Hinter der feuchten Küstenebene beginnt das teilweise landwirtschaftlich genutzte Waldgebiet. Der ursprüngliche Regenwald ist bis auf den Südosten des Landes größtenteils gerodet. Es werden immer mehr Gebiete unter SchutzÖffnet externen Link in neuem Fenster gestellt, wie zum Beispiel das Gebiet des Gola-NationalparksÖffnet externen Link in neuem Fenster. Im Norden des Landes beginnt das Hochplateau der Guinea HighlandsÖffnet externen Link in neuem Fenster mit Erhebungen von über 1830 m in den Loma MountainsÖffnet externen Link in neuem Fenster und den Tingi HillsÖffnet externen Link in neuem Fenster. Der höchste Berg Westafrikas, Mount BintumaniÖffnet externen Link in neuem Fenster liegt mit 1948m in den Loma Mountains. Im Norden überwiegt Savanne. Die drei größten Flüsse heißen Moro, RokelÖffnet externen Link in neuem Fenster und ManoÖffnet externen Link in neuem Fenster. Der Fluss Mano bildet die natürliche Grenze zu Liberia. Weitere wichtige Gewässer sind BagbeÖffnet externen Link in neuem Fenster, Jong, Mabole, Meli (an der Ostgrenze zu Guinea), Moa, Mongo, Pampana, Großer Scarcy (an der Westgrenze zu Guinea) und Kleiner Scarcy, sowie Sewa. 

 

Kabala / © Christiane Braun
Banana Islands / © Christian Trede - Wikipedia

Klima

Das KlimaÖffnet externen Link in neuem Fenster in Sierra Leone ist tropisch-feucht mit Niederschlägen an der Küste bis zu 5000 mm jährlich, wobei die Durchschnittstemperaturen generell zwischen 23°C und 32°C liegen. Das Jahr ist geprägt von einer Regenzeit und einer Trockenzeit. Die Regenzeit beginnt im Mai und endet ungefähr im September. Die Trockenzeit ist geprägt vom sandigen und kühlen Wüstenwind HarmattanÖffnet externen Link in neuem Fenster und einer Hitzeperiode von Februar bis April. Lokal wird wegen des Harmattans, der für einige Wochen zwischen Dezember und Februar weht, von drei Jahreszeiten gesprochen. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Norden des Landes in KabalaÖffnet externen Link in neuem Fenster bei 25,5°C. Im Süden in BoÖffnet externen Link in neuem Fenster liegen sie zwischen 20°C und 37°C, an der Küste in FreetownÖffnet externen Link in neuem Fenster zwischen 23°C und 32°C. Das Küstenklima auf der Freetown Peninsula ist tendenziell milder und angenehmer als im Inland. 

 

Bodenschätze

Sierra Leone ist sehr reich an Bodenschätzen Öffnet externen Link in neuem Fenster. Die wichtigsten RohstoffeÖffnet externen Link in neuem Fenster sind BauxitÖffnet externen Link in neuem Fenster,  Diamanten Öffnet externen Link in neuem Fenster, Gold Öffnet externen Link in neuem Fenster und Rutil (Titanoxid)Öffnet externen Link in neuem Fenster. Bauxit kommt im Norden, Süden sowie auf der Freetown-Halbinsel vor. Die Bauxit-Gewinnung wurde während des Bürgerkrieges eingestellt und 2006 wieder aufgenommen. Diamanten werden vor allem im Osten und Südosten des Landes in den Distrikten KonoÖffnet externen Link in neuem Fenster, Kenema Öffnet externen Link in neuem Fensterund BoÖffnet externen Link in neuem Fenster abgebaut. Die Diamantenfelder nehmen circa ein Viertel des Landes ein. Gold wird im Norden (Sula MountainsÖffnet externen Link in neuem Fenster und Kangari HillsÖffnet externen Link in neuem Fenster) und Osten des Landes (Gori Hills) gewonnen. Sierra Leone besitzt außerdem im Süden des Landes das größte natürliche Rutil-Vorkommen der Welt. Außerdem werden auch Braunkohle, Chrom, Eisenerz, Graphit, Columbit, Mangan, Molybdän, Platin, Graphit, Columbit, Mangan, Molybdän, Platin und Rhodium in kleineren Mengen gewonnen. 2009 wurde zudem ein großes ErdölfeldÖffnet externen Link in neuem Fenster vor der Küste Sierra Leones entdeckt. Die Ausfuhr der Rohstoffe verläuft teilweise ungeregelt, der illegale Schmuggel von Diamanten geht jedoch seit dem Ende des Bürgerkrieges stetig zurück. 

 

Flora und Fauna

Sierra Leone bietet mit seinen verschiedenen Habitaten von Küstengebieten über Mangrovensümpfe und Savanne bis zum primären und sekundären Urwald einer reichhaltigen Flora Öffnet externen Link in neuem Fenster und Fauna Öffnet externen Link in neuem Fenster Lebensraum. Im Norden dominieren Savanne und Grasland, dort wächst während der Regenzeit das Elefantengras Öffnet externen Link in neuem Fenster. Im Süden ist niedriges Grasland charakteristisch, im Südosten finden sich sekundärer Regenwald und hohes Grasland. Daneben gibt es einen geringeren Anteil an Sumpfland und primären Regenwald. Wichtigster Baum im Sumpfland ist die Rote Mangrove Öffnet externen Link in neuem Fenster, die bis zu 30 m Höhe erreicht. Die Ölpalme Öffnet externen Link in neuem Fenster ist weit verbreitet und wirtschaftlich wichtig für die Bevölkerung, da ihre Produkte sowohl zur Eigenversorgung als auch zum Verkauf verwendet werden. Des Baumwollbaums Öffnet externen Link in neuem Fenster prominentester Vertreter in Sierra Leone wächst im Zentrum der Hauptstadt Freetowns Öffnet externen Link in neuem Fenster. Er wird von der Bevölkerung nach der alternativen Bezeichnung "Kapokbaum" auch „kapok“ genannt, und ist meist in bewaldeten Gebieten zu finden. Weitere wichtige Nutzpflanzen sind Mangobäume Öffnet externen Link in neuem Fenster, Rosenapfel , Guave Öffnet externen Link in neuem Fenster, und Papaya Öffnet externen Link in neuem Fenster, welche lokal als „pawpaw“ bezeichnet wird. 

 

Mangobaum / © Christiane Braun
Elephantengras / © Mehmet Karatay

Bis vor dem Krieg gab es viele Wildtiere Öffnet externen Link in neuem Fenster, welche das Gebiet während des Krieges verlassen haben oder getötet wurden. Teilweise sind nur noch kleine Populationen oder gar keine Vertreter übrig geblieben. Die Tiere sind allgemein nur selten zu sehen. Weit verbreitet sind heute Primaten, 15 Arten sind bisher bekannt, sechs davon sind gefährdet. Sie halten sich vor allem auf Tiwai IslandÖffnet externen Link in neuem Fenster, im Gola ForestÖffnet externen Link in neuem Fenster, am Mount Bintumani und im Outamba-Kilimi Nationalpark Öffnet externen Link in neuem Fensterauf. Vereinzelt trifft man auf verschiedene ZwergantilopenÖffnet externen Link in neuem Fenster. Als Vertreter der Familie der großen Säugetiere findet man aus Guinea zurückgekehrte WaldelefantenÖffnet externen Link in neuem Fenster im Outamba-Kilimi Nationalpark. Es gibt auch FlußpferdeÖffnet externen Link in neuem Fenster, die ebenfalls im Outamba-Kilimi Nationalpark am Little Scarcies Fluss leben. Sie sind jedoch nur bei Sonnenuntergang zu sehen, da sie sich tagsüber im Wasser aufhalten. Das ZwergflußpferdÖffnet externen Link in neuem Fenster kommt nur in Sierra Leone und Liberia vor. In Sierra Leone lebt es auf Tiwai Island und erscheint nur in der Nacht. Der Leopard Öffnet externen Link in neuem Fenster ist nur noch vereinzelt anzutreffen, 1980 gab es nach Schätzungen noch zwischen 50-100 Tiere. In den Flussläufen leben auch verschiedene Krokodilarten, die größte ist das NilkrokodilÖffnet externen Link in neuem Fenster. Das Panzerkrokodil Öffnet externen Link in neuem Fenster ist in der Nähe von Waldflüssen zu finden. Das Stumpfkrokodil Öffnet externen Link in neuem Fenster lebt vorwiegend in Mangrovensümpfen. Daneben gibt es eine große Artenvielfalt bei Vögeln und Insekten.   

 

Nilkrokodil / © Haplochromis - Wikipedia
Zwergflußpferd / © Chuckupd - Wikipedia

Ökologische Probleme

Die ökologischen ProblemeÖffnet externen Link in neuem Fenster, wie zum Beispiel Entwaldung, Bodendegradierung, Raubbau an Ressourcen, Landschaftszerstörung durch den Bergbau, Überweidung und eine geregelte Abfallentsorgung, stellen für Sierra Leone eine Herausforderung dar.

Das Land verfügt noch über 2.754.000 ha oder 38,5 % Fläche Wald Öffnet externen Link in neuem Fenster. Dieser ist jedoch gefährdet durch den Abbau von Rohstoffen Öffnet externen Link in neuem Fenster und der Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen in Form von Acker- und Weideland. Hierzu werden die Flächen meist durch Brandrodung landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Der Schutz des Waldes wird von den internationalen Organisationen und der Regierung im Zusammenhang mit dem Erhalt der Wasserreserven des LandesÖffnet externen Link in neuem Fenster als wichtig erachtet. So wurden zum Beispiel verschiedene internationale Umweltabkommen unterzeichnet und eine nationale Rahmenplanung erarbeitetÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Über Zugang zu sauberem WasserÖffnet externen Link in neuem Fenster verfügt nur die Hälfte der sierra-leonischen Bevölkerung. Circa 39% der Bevölkerung hat Zugang zu SanitäranlagenÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Abwässer getrennt ableiten. In den Wohnvierteln der armen BevölkerungÖffnet externen Link in neuem Fenster ist dies insbesondere während der Regenzeit problematisch, da das verunreinigte Wasser auf der Straße ansteigt und teilweise auch in die Wohnräume eindringt.

Der BürgerkriegÖffnet externen Link in neuem Fenster beeinflusste die Umwelt unter anderem wegen der Übernutzung des Waldes negativ. Bis heute konnten die Probleme mit der Nutzungsregelung von natürlichen RessourcenÖffnet externen Link in neuem Fenster wie Land und Waldbestand nicht ausgeräumt werden.

Die Verstädterungsrate stieg in Sierra Leone beständig. Während des Bürgerkrieges zwischen 1991-2002 kamen noch die Flüchtlinge hinzu, die in der Hauptstadt Freetown ZufluchtÖffnet externen Link in neuem Fenster suchten und Menschen, die nach dem Krieg eine Beschäftigung benötigten. Auch nach dem Bürgerkrieg bleibt die Verteilung der Bevölkerung auf die Städte konzentriert. Viele Flüchtlinge sind in Freetown geblieben und dort sesshaft geworden. Es bildeten sich unkoordinierte Siedlungen, SubsistenzanbauÖffnet externen Link in neuem Fenster wird an Straßenrändern, am Rand von Müllhalden und in Hanglage betrieben. Die Menschen und ihre UmweltÖffnet externen Link in neuem Fenster sind dort einer Gefährdung ausgesetzt, da durch Siedlungen in Hanglage die ErosionsgefahrÖffnet externen Link in neuem Fenster steigt. Seit einigen Jahren kehrt ein Teil der Flüchtlinge in Eigenregie oder mit der Unterstützung von HilfsorganisationenÖffnet externen Link in neuem Fenster wieder in ihre Herkunftsdörfer zurück.

Die Entsorgung der Abfälle verläuft bis dato unkoordiniert. Es gab mehrere Anstrengungen von Seiten der Gesellschaft für Technische ZusammenarbeitÖffnet externen Link in neuem Fenster und des Freetown City CouncilÖffnet externen Link in neuem Fenster, das Müllproblem in Freetown in Angriff zu nehmen. Bisher blieb es mit diesen Anstrengungen leider nur bei kurzzeitigen Erfolgen. Daher werden die Abfälle, die nicht weiter verwendet werden, verbrannt, wobei bei der Verbrennung giftige Gase entstehen, die zu Krankheiten der Atemwege führen können. 

 

Sozialgeographische Gegebenheiten

Bei der letzten Volkszählung vom Dezember 2004 hatte Sierra Leone 4,96 Mio. Einwohner, und lag damit unter den früheren Schätzungen von 5,5 Mio. Einwohnern. Für das Jahr 2009 wurde geschätzt, dass 5,7 Mio.Öffnet externen Link in neuem Fenster im Land lebten. Circa 38% leben in StädtenÖffnet externen Link in neuem Fenster und 62% in ländlichen Gebieten. Nach der Volkszählung von 2004Öffnet externen Link in neuem Fenster leben 773.000 Menschen in FreetownÖffnet externen Link in neuem Fenster und noch einmal eine Million Menschen in den Städten BoÖffnet externen Link in neuem Fenster (269.000), KenemaÖffnet externen Link in neuem Fenster (337.000) und MakeniÖffnet externen Link in neuem Fenster (316.000). 

Nach der Weltbank beträgt das BevölkerungswachstumÖffnet externen Link in neuem Fenster 2,2% und die Lebenserwartung derzeit 47 JahreÖffnet externen Link in neuem Fenster. Das BIP steigt seit den 1990er Jahren um 0,9% jährlich, 2009 lag es bei 311 US$ pro Kopf. Die Armut ist mit 70% im Ländervergleich hoch. 1990 galten jedoch noch 82% der Bevölkerung als arm. 

 

 

Verkehrswege

Zugunsten des Verkehrs auf der Straße wurde im Jahr 1975 der öffentliche Eisenbahnverkehr vollständig eingestellt. Es gibt heute nur noch einen 84 km langen Schienenstrang zwischen Pepel und Marampa, der privat genutzt wird. Aktuell arbeitet ein Bergbauunternehmen an einem privaten EisenbahnprojektÖffnet externen Link in neuem Fenster von 200 km Länge. Das StraßennetzÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde jedoch erweitert und ist heute circa 11.700 km lang, wobei 936 km geteert sind. Aktuell wird eine AutobahnÖffnet externen Link in neuem Fenster zwischen Freetown und Conakry (Guinea) und Monrovia (Liberia) ausgebaut. Außerdem verfügt Sierra Leone noch über circa 800 km schiffbare Wasserwege. Zu den wichtigsten Häfen gehören Bonthe, Freetown und Pepel. Neben dem Internationalen Flughafen Lunghi  bei Freetown verfügt Sierra Leone noch über weitere neun FlughäfenÖffnet externen Link in neuem Fenster

 

Nationale Symbole

Flagge / © Wikipedia

Am 27.4.1961 wurde die Flagge mit Erreichung der Unabhängigkeit von Großbritannien eingeführt. Die Flagge besteht aus gleich großen, horizontalen Streifen: oben grün, in der Mitte weiß und unten blau. Diese Farben sind aus dem Wappen des Landes abgeleitet, wobei das Grün die Natur, Landwirtschaft und Berge symbolisiert. Das Weiß steht für Einheit und Gerechtigkeit. Die Farbe Blau soll das Sierra Leone umgebende Meer und die Hoffnung, dass der Hafen Sierra Leones zum Frieden in der Welt beitrage, repräsentieren. 

 

Wappen / © Wikipedia

Der Löwe ist das Wappentier Sierra Leones. Der Schild ist Weiß und Grün und wird von einem Zackenmuster geteilt. Im grünen Schildteil befindet sich ein goldener Löwe, über ihm im weißen Teil befinden sich drei Fackeln, welche die Freiheit symbolisieren. Der Löwe bezieht sich auf den Namen Serra Lyoa, Löwengebirge. Auf dem Schildfuß befinden sich zwei blaue Wellen, welche das Meer symbolisieren. Zwei Löwen dienen als Schildhalter und stehen auf einem grünen Untergrund. Jeder Löwe hält einen Ölpalmbaum mit vier Früchten. Darunter steht auf einem weißen Band das Motto: Einheit, Freiheit, Gerechtigkeit.

Die  NationalhymneÖffnet externen Link in neuem Fenster  Sierra Leones „High We Exalt Thee, Realm of the Free“ wurde von Clifford Nelson Fyle geschrieben und von John Akar komponiert. Sie wurde nach der Unabhängigkeit Sierra Leones eingeführt und ersetzte die Nationalhymne Großbritanniens.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Dezember 2011 aktualisiert.

Die Autorin

Christiane Braun studierte Geographie, Soziologie und Spanisch. Seit 2010 ist sie u.a. als Landeskunde-Tutorin für Sierra Leone bei der Akademie für internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ tätig.

Die Autorin freut sich auf Ihre Anregungen und Kommentare!

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