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Neben weiteren Karten
ermöglicht insbesondere die Satellitenperspektive
einen plastischen Eindruck von der Topographie Serbiens.
Serbien liegt im Herzen der Balkanregion, die politisch heute auch als Westbalkan
bezeichnet wird. Es ist zugleich ein wichtiges Transitland zwischen Kleinasien
und Westeuropa/der EU, wichtige Autobahn-
und Eisenbahnverbindungen
zwischen Westeuropa und Istanbul durchziehen Serbien in einer Nord-Süd-Linie. Der Staat Serbien erstreckt sich auf einer Fläche von 77.484 km² ohne die ehemalige autonome Provinz Kosovo
(88.361 km² mit Kosovo), dessen Unabhängigkeit es nicht anerkennt. Serbien grenzt im Nordwesten an Kroatien, im Norden an Ungarn, im Nordosten an Rumänien, im Osten an Bulgarien, im Süden an Mazedonien, im Südwesten an das Kosovo (dessen gemeinsame Grenze es als „administrative Grenze“ betrachtet) und im Westen an Montenegro und Bosnien und Herzegowina.
Name: Republika Srbija (Republik Serbien – SR/SER)
Hauptstadt (Einwohner – Volkszählung 2002): Belgrad
- 1.265.574 Einwohner (ca. 1,6 Mio in der Region Belgrad)
Großstädte: Novi Sad 255.339; Niš 236.722; Kragujevac 147.473; Subotica 99.981; Pančevo 92.326
Zeitzone: MEZ
Geographische Lage: Serbien liegt zwischen dem 46. Und 41. Längengrad Nord und dem 23. Und 18. Breitengrad Ost.
Die UN
, das US-amerikanische State Departement
sowie die CIA
bieten Grunddaten über Serbien. Aktuelle Satelliten- und Luftbilder bietet Google maps.
Weltzeituhr
bietet Informationen zu Sommer- und Winterzeitumstellung und weitere Reiseinformationen.
Serbien besteht aus zwei Landschaftstypen, die durch die Save-Donau-Linie geteilt werden. Der nördlich dieser Linie liegende Landesteil – die Provinz Vojvodina
- ist Teil der Pannonischen Tiefebene
mit nur wenigen Erhebungen. Neben dem größten Sumpfgebiet Südosteuropas umfasst diese Region vor allem fruchtbares Ackerland. Das südlich von Save
und Donau
gelegene Zentralserbien ist überwiegend gebirgig. Ein Wechsel von Gebirgen, Hochebenen, Flussbeckenlandschaften und Flussebenen verleiht dem Gebiet einen topographisch abwechslungsreichen Charakter. Das in Nord-Süd-Richtung verlaufende Flusssystem der Morava
zerteilt die 3 Gebirgszüge – das Dinarische Gebirge
, welches im Nordosten des Balkan an die Alpen anschließt, die Karpaten
und das Balkangebirge
in eine westliche und eine östliche Gruppe. Im Westen des Landes bildet die Schlucht des Drina-Flusses
die Grenze zu Bosnien-Herzegowina. 30 Prozent der Fläche des Landes sind bewaldet, 55 Prozent landwirtschaftlich nutzbar.
In Serbien sind rund 7.320 km² als National- oder Naturpark
ausgewiesen. Ein Grund dafür besteht auch darin, dass Serbien zu 30 % bewaldet und der Großteil davon naturbelassen ist. Die vielfältige Topographie und die Artenvielfalt
prägen den besonders schützenswerten Naturraum.
Zu den bekanntesten Nationalparks gehört Ðerdap
sowie der Stausee Eisernes Tor
and der Grenze zu Rumänien, die zugleich Touristische Anziehungspunkte sind. Zu den bekanntesten Gebirgen zählen Kopaonik
und Zlatibor
, die Beucher zum Wandern und Skifahren einladen.
Klima
Das Klima in Serbien
ist im Norden des Landes bestimmt von Kontinentalklima und im Süden durch gemäßigtes Kontinentalklima. Die Winter sind kalt und schneereich, die Sommer sehr warm bis mitunter sehr heiß.
Umweltprobleme
Der Naturraum Serbiens ist bedroht durch vielfältige Umweltprobleme, die vor allem bestimmt sind vom sozialistischen Erbe der Schwerindustrie, eines mangelnden Umweltbewusstseins und der entsprechenden Insuffizienz einer effektiven Umweltschutzpolitik
mit den dazugehörigen staatlichen Institutionen. Diese Probleme wurden verstärkt durch den Zusammenbruch der Wirtschaft während der Kriege der 1990er Jahre.
Die zentralen Umweltprobleme in Serbien bestehen in hoher Luftverschmutzung im Rahmen der Energieproduktion, die zu einem Großteil auf veralteten Kohlekraftwerken beruht. Die Energieeffizienz von Heizungssystemen ist niedrig. Wasserverschmutzung durch das weitgehende Fehlen von Aufbereitungsanalage für Abwässer der Kommunen wie aus der Industrie, sowie durch die Flussschiffahrt ist ein weiteres Problem. Die unzureichende Abfallentsorgung, insbesondere von giftigen Abfälle stellt ein weiteres Umweltproblem dar.
Serbien gehört mit einer Bevölkerungsdichte
von 82,53 (2010) zu den eher dichter besiedelten Ländern in Europa. Dabei schwankt die Bevölkerungsdichte regional sehr stark. Am geringsten ist sie in ländlichen Regionen des Südwestens und des Südostens Serbiens. Die größte Dichte weist der Ballungsraum der Hauptstadt Belgrad auf.
Von den 7,1 Mio. Einwohner Serbiens leben 52 Prozent in Städten und 28 Prozent auf dem Land. Neben der Hauptstadt Belgrad, in der knapp 30 Prozent der urbanen Bevölkerung leben, sind die größten Städte Novi Sad, Niš, Kragujevac, Subotica und Pančevo.
Straßennetz
Das Straßennetz
ist insgesamt 45.290 Kilometer lang. Serbien besitzt 498 mautpflichtige Autobahnkilometer und 136 Kilometer mautpflichtige Halbautobahnen. Das Straßennetz beinhaltet 2638 Brücken und 78 Tunnel, von denen jedoch nur sehr wenige beleuchtet sind. Die Infrastruktur wird sukzessive ausgebaut. Viele Autobahnen und Schnellstraßen befinden sich in Planung und Bau. Der heutige Autoput Beograd–Šid ist die wichtigste Autobahnstrecke in Serbien. Sie knüpft an die kroatische Autobahn A3 am Grenzübergang Batrovci an und verläuft dann circa 387 Kilometer süd-östlich Richtung Leskovac. Der Ausbau der Strecke bis an die serbische-mazedonische Grenze läuft seit einigen Jahren.
Schienennetz
Serbien besitzt 3809 Kilometer Eisenbahnstrecken. 1364 Kilometer davon sind elektrifiziert. Wichtigste Fernverkehrsbahnhöfe sind Belgrad, Novi Sad, Niš und Subotica. In Teilstücken wird die Verbindung momentan zur Schnellfahrstrecke ausgebaut, ein durchgehender Ausbau für den Hochgeschwindigkeitsverkehr ist in Planung. Neben den Inlandslinien betreiben die Eisenbahnen Serbiens
Verbindungen von Belgrad nach Bar (Montenegro), Istanbul und in mehrere EU-Länder, u. a. nach Sofia sowie Budapest mit Kurswagen nach München, Zürich und Wien.
Wasserwege
Die Binnenschifffahrt ist ein wichtiger Verkehrsträger. An der Donau, Save und Theiß gibt es viele Flusshäfen. Über die Donau
gibt es eine Wasserverbindung zum Schwarzen Meer. Entlang der Donau befinden sich einige Schiffswerften.
Flugverkehr
Für den Flugverkehr spielt der internationale Flughafen „Nikola Tesla“ Belgrad
die wichtigste Rolle. Daneben gibt es noch den internationalen Flughafen „Konstantin Veliki“ in Niš. Ein weiterer ziviler Flughafen entsteht seit Sommer 2006 durch den Umbau eines ehemaligen Militärflugplatzes bei Užice. Die einzige nationale Fluggesellschaft ist die staatliche JAT Airways.
Die Flagge Serbiens
zeigt die Farben Rot, Blau und Weiß (panslawische Farben) in waagerechter Anordnung. Die heutige Ausführung der Flagge (mit Wappen und Krone) wurde am 17.08.2004 eingeführt. Sie geht auf das 19. Jahrhundert zurück, das serbische Königreich.

Das Wappen Serbiens stammt in seiner heutigen Form aus dem 19. Jahrhundert. Seine Wurzeln hat es jedoch im frühen Mittelalter - der Doppeladler geht auf das Byzantinische Reich zurück. Die im 8./9. Jahrhundert gegründeten serbischen Staaten Zeta und Raschka (Raszien) waren Lehen des Byzantinische Reichs, die 1117 zum Fürstentum Serbien zusammengefasst wurden. Dieses erlangte 1180 die Unabhängigkeit. Die serbische Heraldik mit dem Doppeladler erinnert an die Heraldik des Byzantinischen Reichs.

Bože Pravde (Gott der Gerechtigkeit) ist die Nationalhymne von Serbien. Der Text wurde 1872 von Jovan Ðorđević und die Musik von Davorin Jenko geschrieben. Bože Pravde wurde erst mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung am 30. September 2006 zur offiziellen serbischen Nationalhymne. Bože Pravde war die Nationalhymne des Königreichs Serbien (1882–1918) und Teil der Nationalhymne des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (1918–1945; seit 1929 Königreich Jugoslawien). Die aktuelle Version ist eine Adaption des ursprünglichen Textes ohne die Bezugnahme auf die Monarchie.
serbisch:
Bože pravde, ti što spase
od propasti do sad nas,
čuj i od sad naše glase
i od sad nam budi spas.
Moćnom rukom vodi, brani
budućnosti srpske brod,
Bože spasi, Bože hrani,
srpske zemlje, srpski rod!
Srbiju nam Bože brani,
moli ti se srpski rod!
Složi srpsku braću dragu
na svak dičan slavan rad,
sloga biće poraz vragu
a najjači srpstvu grad.
Nek na srpstva blista grani
bratske sloge zlatan plod,
Bože spasi, Bože hrani
srpske zemlje, srpski rod!
Srbiju nam Bože brani,
moli ti se srpski rod!
Iz mračnoga sinu groba
srpske slave novi sjaj,
nastalo je novo doba,
novu sreću Bože daj.
Srbiju nam Bože brani,
pet vekovne borbe plod,
Bože spasi, Bože hrani,
srpske zemlje, srpski rod!
Srbiju nam Bože brani,
moli ti se srpski rod!
deutsch:
Gott der Gerechtigkeit, der du gerettet
vor dem Untergang uns bis jetzt,
hör auch von nun an unsere Stimmen
und sei von nun an unsere Rettung.
Mit mächtiger Hand führe, verteidige
der serbischen Zukunft Schiff,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!
Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!
Einige die teuren serbischen Brüder
auf jedes prächtige (ein) ruhmreiches Werk,
Einigkeit wird des Gehörnten Niederlage sein
und des Serbentums stärkste Feste.
Möge über Serbien erstrahlen der Glanz
der brüderlichen Eintracht golden Frucht,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!
Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!
Aus finsterem Sohnes Grab
leuchtet des serbischen Ruhmes neuer Schein,
angebrochen ist eine neue Zeit,
neues Glück, gib uns Gott.
Serbien, das verteidige uns Gott,
aus fünf Jahrhunderten Kampfes Frucht,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!
Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!
(Quelle: Wikipedia)
Dr. Azra Dzajic-Weber
studierte und promovierte in Germanistik und Slawistik an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie war an verschiedenen Universitäten in der Lehre tätig. Danach war sie viele Jahre in der Entwicklungsarbeit zu Südosteuropa, Osteuropa und dem Kaukasus für die Heinrich-Böll-Stiftung tätig. Unter anderem war sie als Leiterin der Regionalbüros Südosteuropa für die Stiftung in Sarajevo. Zur Zeit arbeitet sie als Trainerin für Interkulturelles, Diversitymanagement und Landeskunde sowie als Beraterin für Projektentwicklung. Bei der GIZ ist sie als Trainerin für Landeskunde tätig. Sie lebt in Berlin.
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Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2012 aktualisiert.
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