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Baobabbäume im Harmattan © Margret Föh

Landesübersicht und Naturraum

BeschreibungInhalt
Offizieller Name:Republik Senegal
Fläche:196.722 km²
Einwohner:12,76 Mio.
Bevölkerungswachstum:2,6%
Regierungssitz:Dakar
Klima (für Hauptstadt):subtropisch

Senegal

Landesflagge Senegal

1.1. Übersichtskarten

Wichtigste Städte
Wichtigste Städte,
© University of Texas
Administrative Gliederung
Administrative Gliederung,
© Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0
Reliefkarte
Relief,
©University of Texas
Verkehrswege und Flüsse
Verkehrswege und Flüsse,
© University of Texas

Ein Kartographieprojekt hat erstmals modernen Ansprüchen genügende Karten der einzelnen Regionen (mit dem Stand von 2002, d.h. 11 Regionen anstelle der heutigen administrativen Aufteilung in 14 Regionen) des gesamten Nationalterritoriums im Maßstab 1:200 000 hervorgebracht. Eine grobe Ansicht Öffnet externen Link in neuem Fenster gibt es auch im Internet. Der Vertrieb in der detaillierten Papierversion erfolgt über die Direction des travaux géographiques et cartographiques, auf deren HomepageÖffnet externen Link in neuem Fenster sich weitere Karten finden.

Einige Stadtpläne und Satellitenansichten finden sich auch hierÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Auf einer interaktiven KarteÖffnet externen Link in neuem Fenster (wahlweise Satelliten- oder klassische Ansicht) lassen sich unterschiedliche thematische Suchen (Kultstätten, Naturparks, Sehenswürdigkeiten, Unterkunftsmöglichkeiten, u.a.) durchführen. Die FAOÖffnet externen Link in neuem Fenster bietet verschiedene thematische Karten so wie auch diese prinzipiell sehr informative HomepageÖffnet externen Link in neuem Fenster und das Institut de Recherche pour le DéveloppementÖffnet externen Link in neuem Fenster.

1.2. Lage und Größe

<br/>© CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0

Der SenegalÖffnet externen Link in neuem Fenster ist an der westlichsten Spitze des afrikanischen Kontinents gelegen und wird oft als das Tor zu Afrika bezeichnet.

Im Westen grenzt das Land mit einer etwa 500 km langen Küstenlinie an den Atlantischen Ozean, im Norden an Mauretanien, im Osten an MaliÖffnet externen Link in neuem Fenster und im Süden an Guinea und Guinea-Bissau. Die ehemalige britische Kolonie Gambia bildet eine Enklave, die den südlichen Landesteil Casamance vom Rest des Landes trennt.

Die Hauptstadt Dakar ist durch ihre exponierte Lage auf einer Halbinsel von schwerwiegenden Verkehrs- und Raumproblemen geplagt.

1.3. Landesimpressionen

Fotos und mit Fotos ausgestattete Reiseberichte aus dem Senegal finden sich in einer großen Vielzahl im Internet, z.B.
BilderseitenÖffnet externen Link in neuem Fenster,
TourismusseitenÖffnet externen Link in neuem Fenster,
thematischÖffnet externen Link in neuem Fenster geordnet
oder geografischÖffnet externen Link in neuem Fenster geordnet

Diese Seite bietet einige „Rundumansichten“Öffnet externen Link in neuem Fenster (360°) verschiedener senegalesischer Orte und Lokalitäten.

 

Frauen und Pelikane
Frauen und Pelikane
© Matthias Hrubesch
Ebbe vor der Insel Fadiouth
Ebbe vor der Insel Fadiouth
© Claudia Hrubesch
Kinder im Sine-Saloum Delta
Kinder im Sine-Saloum Delta
© Raimundo Maia Junior
Jeder Platz wird ausgenutzt
Jeder Platz wird ausgenutzt
© Raimundo Maia Junior

1.4. Grunddaten

Indikatoren der menschlichen Entwicklung

Laut dem Human Development Index 2011Öffnet externen Link in neuem Fenster des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen UNDP nimmt der Senegal lediglich den 155. Rang unter 187 Nationen ein.

Durchschnittliche Lebenserwartung in Jahren 59,3 (2011)
Bevölkerungswachstum pro Jahr 2.6% (2011)
Öffentliche Bildungsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes 5,6% (2010)
Bevölkerungsanteil, dem weniger als 2 USD pro Tag zur Verfügung steht 60,3% (2000-2007)
Analphabetenrate der über 15-Jährigen 49,7% (2000-2011)
Analphabetenrate Männer 47,9%
Analphabetenrate Frauen 67,1%
Primäreinschulungsrate 86,2% (2000-2011)
Wahrscheinlichkeit, zum Zeitpunkt der Geburt nicht älter als 60 Jahre alt zu werden 40,2% (2005-2010)
Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten) 93 (2009)
Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten) 980 (2006)
Anteil der unterernährten Kinder jünger als 5 Jahre 17% (2000-2006)
Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser 23% (2006)
HIV/AIDS-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren) 0,9% (2009)

Quellen: Human Development Report und Worldbank Development Indicators

Weitere detaillierte Daten (die sich teilweise nach der Art der Berechnung auch unterscheiden)  sind beim AAÖffnet externen Link in neuem Fenster, auf den CIA World FactsheetsÖffnet externen Link in neuem Fenster, der Weltbank Öffnet externen Link in neuem Fenster, dem BBCÖffnet externen Link in neuem Fenster und dem Population Reference BureauÖffnet externen Link in neuem Fenster zu finden.
Einen Überblick über nationale Statistiken gibt die Nationalagentur für Statistik und DemographieÖffnet externen Link in neuem Fenster.

1.5. Naturräumliche Gegebenheiten

Relief und Hydrographie

Brücke bei St. Louis über den Senegalfluss
Brücke bei St. Louis über den Senegalfluss
© Claudia Hrubesch

Der Senegal ist ein flaches LandÖffnet externen Link in neuem Fenster, in der Regel liegen die Plateaus nicht höher als 130 Meter über dem Meeresspiegel. Nur im Südosten, wenn man sich dem guineischen Gebirgsmassiv des Fouta Djalon nähert, wird das Land hügeliger. Dort findet man auch die höchste Erhebung des Senegals mit 581 Metern.

Von Osten nach Westen durchziehen 4 große Flussläufe das Land:
Der Senegalfluss Öffnet externen Link in neuem Fenster (1790 km) stellt über weite Strecken die Grenze nach Mauretanien dar und mündet bei St. Louis ins Meer. Seit 1988 der Staudamm von Manantali in Mali in Betrieb genommen wurde, ist eine ganzjährige Regulierung des Wasserpegels und dadurch gesteuerte Landwirtschaft, Gemüse- und Reisanbau im Flusstal möglich. Allerdings kam es dadurch zu einer sprunghaften Vermehrung der lokalen Schilfart typha australis, die sich zu einem echten ökologischen Problem entwickelte. Initiativen zur Valorisierung von Typha (zum Beispiel bei der Erzeugung von BiokohleÖffnet externen Link in neuem Fenster) kommen kaum in Gang. In der Organisation pour la mise en valeur du fleuve SénégalÖffnet externen Link in neuem Fenster wird an einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (Guinea, Mali, Senegal und Mauretanien) gearbeitet.

Der Gambia-Fluss Öffnet externen Link in neuem Fenster (ca. 1120 km lang) entspringt im Fouta Djalon Massiv, wo auch der Senegalfluss und der Niger ihren Ursprung nehmen und mündet in einem breiten Delta auf gambischem Staatsgebiet in den Atlantik. Auch zu seiner Nutzung gibt es eine regionale OrganisationÖffnet externen Link in neuem Fenster

In den zahlreichen Flussläufen (Bolongs) des Casamance-Flusses im Süden (300km) wird Reis angebaut, allerdings kommt es durch Rückstau des Meerwassers zu einer immer größeren Versalzung. Wiederaufforstungsversuche der Mangrovenwälder und kleine Staudämme sollen dem Problem Abhilfe schaffen, allerdings bislang nur mit mäßigem Erfolg. 

Das Delta des SaloumflussesÖffnet externen Link in neuem Fenster nördlich der gambischen Grenze mit seiner Mangrovenwäldern und zahlreichen Inseln ist ein wichtiges Fischfang- und Tourismusgebiet. Auch hier ist das Ökosystem durch Versalzung stark gefährdet.

Vegetationszonen

Grob lassen sich 3 VegetationszonenÖffnet externen Link in neuem Fenster unterscheiden:

Die Sahelzone im Norden mit einer vorherrschenden Steppenlandschaft, deren Grasteppich ab spätestens November verdorrt ist. Die vorherrschenden Baumarten sind Akazienarten und Baobabs, in der Trockenzeit ohne Laub anzutreffen.

Baobabs

© Claudia Hrubesch
Baobabs im Harmattan

© Margret Föh

Weiter südlich folgt die sudanesische Zone. Zerstreute Baumgruppen (Khaya senegalensis, parkia biglobosa und Palmyrapalmen) finden sich in einer Savannenlandschaft mit ihren unterschiedlichen Grasarten.

Savannenlandschaft

© Claudia Hrubesch
Savannenlandschaft

© Raimundo Maia Junior

Nahe der Grenze zu Guinea-Bissau schließlich, der sogenannten Basse Casamance trifft man auf Ausläufer der guineischen Vegetationszone, die durch dichte Wälder, Kapokbäume, Ölpalmen und im Flussgebiet durch Mangrovenwälder gekennzeichnet ist.

Mangrovenlandschaft im Sine Saloum Delta
Mangrovenlandschaft im Sine Saloum Delta
© Claudia Hrubesch
Landschaft in der Casamance
Landschaft in der Casamance
© Ines Gontek

Unter der Rubrik écosystèmes finden sich hier Fotos der verschiedenen Landschaftsformen Öffnet externen Link in neuem Fenster so wie auch unter dem folgenden LinkÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Klima

Der Senegal liegt in einer ÜbergangszoneÖffnet externen Link in neuem Fenster von Sahelzone und subtropischem Klima. Es gibt im wesentlichen 2 Jahreszeiten: eine Regenzeit mit heißen Monsunwinden aus dem Süden von Mai bis Oktober und eine Trockenperiode von November bis Mai.Im NordenÖffnet externen Link in neuem Fenster regnet es zumeist nur in den Monaten Juli bis September. Der Norden Senegals liegt während des größten Teils des Jahres im Einfluss eines trockenen heißen Nordostpassatwinds, zu dessen Hauptzeit, von November bis März, ein trockener Wind aus der Sahara, der Harmattan, Wolken roten Sands mit sich trägt.

Landkarte Klimazonen
Landkarte Klimazonen Quelle: IRD

Das Klima in SüdsenegalÖffnet externen Link in neuem Fenster wird während einiger Monate des Jahres vom regenreichen feuchtwarmen Südwest- bis Westmonsun bestimmt. Die höchsten Temperaturen werden dort im April gemessen. Die niedrigsten Temperaturen gibt es im Dezember/Januar  und liegen bei etwa 17 °C.
Die jährliche Niederschlagsmenge variiert von 1.500 mm im Süden bis 500 mm im Nordosten. Die Temperatur in DakarÖffnet externen Link in neuem Fenster bewegt sich zwischen 18–26° C im Januar und 24–32,5° C im Juli.
Die jeweils aktuellen WetterwerteÖffnet externen Link in neuem Fenster aus dem Senegal finden sich auf der Homepage der meteorologischen Nationalagentur.

Fauna

Die FaunaÖffnet externen Link in neuem Fenster des Senegals ist im Gegensatz zu Ostafrika oder den waldreichen Küstenländern in Äquatornähe nicht sehr augenfällig aber dennoch von einer bemerkenswerten Vielfalt. Die Migrationsroute zahlreicher europäischer Vogelarten führt durch den Senegal, viele von ihnen verweilen im Nationalpark DjoudjÖffnet externen Link in neuem Fenster als erster Raststation nach der Sahara.

Schwimmernder Pelikan

© Raimundo Maia Junior
Pelikankolonie

Auf dem gesamten Staatsgebiet ist eine Vielzahl von Reptilien verbreitet. Auch die Meeres- und Süßwasserfauna ist trotz Überfischung und Zerstörung natürlicher Lebensräume immer noch relativ reichhaltig. Im Allgemeinen jedoch ist die Fauna außerhalb (und oft auch innerhalb) der NationalparksÖffnet externen Link in neuem Fenster großem anthropogen Druck ausgesetzt. Große Säugetiere wie Elefanten, Nilpferde, Löwen oder große Antilopen sind ausgerottet oder  finden sich nur mehr vereinzelt im Nationalpark Niokolo KobaÖffnet externen Link in neuem Fenster im Südosten des Landes.

Warzenschweine

© Raimundo Maia Junior
Krokodil

Bodenschätze

Seit langer Zeit werden Phosphate abgebaut, die wichtig für den Export, v.a. nach Indien, sind.
Vor der Küste Senegals werden beträchtliche Erdölvorkommen vermutet, die allerdings noch nicht erschlossen sind. Im Südosten des Landes, in der Region von Tambacounda, gibt es Bodenschatzvorkommen wie Gold, Eisenerz und Kupfer.

1.6. Ökologische Probleme

Seit dem 15. Januar 2001 besitzt der Senegal ein eigenes UmweltgesetzÖffnet externen Link in neuem Fenster, im selben Jahr wurde auch das UmweltministeriumÖffnet externen Link in neuem Fenster gegründet.
Trotz der relativ fortschrittlichen Legislatur gibt es landesweit unzählige umweltschädliche PraktikenÖffnet externen Link in neuem Fenster: für die breite Bevölkerung liegt der tägliche Überlebenskampf näher als der Gedanke an zukünftige Generationen, Unternehmen, Tourismusanlagen und Industrie denken in der Regel zunächst an den eigenen Profit und selbstverständlich ist der Senegal von globalen Phänomenen, wie dem KlimawandelÖffnet externen Link in neuem Fenster, betroffen.
AbholzungÖffnet externen Link in neuem Fenster (laut FAO verschwinden im Senegal jährlich 40.000 ha Wald), Auslaugung der Böden durch jahrzehntelangen ErdnussanbauÖffnet externen Link in neuem Fenster, extensive Pestizidbenutzung und Versalzung der Böden zerstören die Bodenressourcen, sodass weite Landstriche von Desertifikation betroffen sind.

Bis heute stellen fossile Brennstoffe (Holz und Holzkohle) die wichtigsten Haushaltsenergieträger dar, sie werden in erster Linie zum Kochen verwendet. In weiten Landstrichen ist die Versorgung heute defizitär, im waldreichen Süden erschwert u.a. der CasamancekonfliktÖffnet externen Link in neuem Fenster eine wirksame Kontrolle. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt in einem ProgrammÖffnet externen Link in neuem Fenster die dauerhafte Versorgung mit Haushaltsbrennstoffen, die Verbreitung verbesserter Herde und die gemeinschaftliche Nutzung von Wäldern für eine dauerhafte Versorgung mit Feuerholz.

 

 

Brennholzsammlerin
Brennholzsammlerin
© Claudia Hrubesch
Köhler mit Holzkohle
Köhler mit Holzkohle
© Elisabeth Bazin
Verbesserter Herd
Ein GIZ Projekt unterstützt die Verbreitung verbesserter Herde mit weniger Brennholzverbrauch
© Peracod/Gtz

AllgegenwärtigÖffnet externen Link in neuem Fenster in Stadt und Land sind Müllberge, besonders problematisch dabei sind die Massen von Plastik. In den Küstengegenden werden Abwässer in der Regel ohne Klärung direkt ins Meer geleitet und die Millionenstadt Dakar wird bis heute von offenen Kanälen durchquert, die sich ins Meer ergießen. Dakar ist zusätzlich von einer starken Luftverschmutzung betroffen, es gibt Bemühungen, dem entgegenzuwirken und langsam den veralteten Fuhrpark (Sammeltaxis und Taxis) zu erneuern.

Allgegenwärtiger Müll

© Raimundo Maia Junior
Müllberge

Mit mehr als 500 km Küstenlinie ist der Senegal akut vom Ansteigen der Meeresspiegel bedroht. Gleichzeitig wird diese bedrohliche Entwicklung durch die intensive (illegale) Extraktion von Meeressand an den Stränden verstärkt, sodass heute manche Vororte Dakars akut vom Vordringen des Meeres bedroht sind.

Die afrikanische Forschungsinitiative Africa talks ClimateÖffnet externen Link in neuem Fenster musste in einer Untersuchung im Senegal feststellen, dass sich die Bevölkerung zwar der Tatsache des Klimawandels und der Degradation ihrer Lebensumstände bewusst ist, sie jedoch nicht über die Ursachen Bescheid weiß.

Heute herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass Afrika vom KlimawandelÖffnet externen Link in neuem Fenster besonders betroffen sein wird.

1.7. Sozialgeografische Gegebenheiten

Bevölkerung

Bei der letzten Volkszählung 2002 wurden 9.855.000 Einwohner im Senegal gezählt, für das Jahr 2013 projiziert  das Nationale Statistikamt eine Bevölkerungszahl von 13,57 Millionen mit einem durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von rund 2,5%. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt.

Jugendliche

© Matthias Hrubesch

Die größten Städte sind DakarÖffnet externen Link in neuem Fenster (geschätzte Einwohnerzahl im Großraum ca. 2,6 Mill. Ew.), Diourbel (ca. 891.000 Ew.), Thies (ca. 873.000 Ew.), die „heilige“ Stadt der muslimischen Bruderschaft der Mouriden Touba Öffnet externen Link in neuem Fenster(ca. 500.000 Ew.), KaolackÖffnet externen Link in neuem Fenster (ca. 243.000 Ew.), MbourÖffnet externen Link in neuem Fenster (ca.200.000 Ew.), St. LouisÖffnet externen Link in neuem Fenster (ca. 280.000 Ew.) und ZiguinchorÖffnet externen Link in neuem Fenster (ca. 372.000 Ew.).

Ungezügelte Bautätigkeit in Dakar
Ungezügelte Bautätigkeit in Dakar
© Ines Gontek
Präsidentenpalast in Dakar
Präsidentenpalast in Dakar
© Matthias Hrubesch
Kolonialer Charme in St. Louis
Kolonialer Charme in St. Louis
© Claudia Hrubesch
Alter Gouverneurspalast in St. Louis
Alter Gouverneurspalast in St. Louis
© Claudia Hrubesch

Verkehrslage

Der Senegal ist traditionell ein wichtiger VerkehrsknotenpunktÖffnet externen Link in neuem Fenster zwischen Afrika, Europa und Amerika. Fast 40 Fluglinien fliegen den Dakarer Flughafen Léopold Sédar SenghorÖffnet externen Link in neuem Fenster an und täglich gibt es Direktflüge in mehrere europäische und afrikanische Hauptstädte.
Etwa 50km außerhalb von Dakar bei Diass entsteht zur Zeit der neue internationale Flughafen Blaise Diagne Öffnet externen Link in neuem Fenster. Betrieben wird der neue Flughafen für die nächsten 25 Jahre von einem Konsortium unter der Leitung der deutschen Fraport AG. Nach einer längeren Unterbrechung des senegalesischen Binnenflugverkehrs nach dem Konkurs der nationalen Fluglinie Air Senegal bietet heute die Fluglinie Senegal Airlines Öffnet externen Link in neuem Fenstererneut Flüge Öffnet externen Link in neuem Fensterin die Casamance und nach West- und Zentralafrika an.

Der Dakarer HafenÖffnet externen Link in neuem Fenster ist einer der wichtigsten der Region, auch er untergeht zur Zeit einer zukunftsweisenden Sanierung.

Die Zugstrecke des legendären Dakar-Niger-“Express“Öffnet externen Link in neuem Fenster, der die beiden Hauptstädte Dakar und Bamako verbindet, wurde im frühen 20. Jhdt. von der französischen Kolonialmacht fertig gestellt. In der Regel benötigte der Zug, der noch auf Schmalspurbreite geführt wird, für die etwa 1.000 km lange Strecke zwischen 24 und 36 Stunden. Dennoch war die Zugverbindung für den (Individual-)handel in der Region enorm wichtig. Die Übernahme durch das frankokanadische Konsortium Transrail ließ die Menschen befürchten, dass der Personenverkehr stark eingeschränkt würde und zur Zeit ist der Zugverkehr eingestellt. 

Alter Bahnhof von Dakar im Kolonialstil
Alter Bahnhof von Dakar im Kolonialstil
© Ines Gontek
Zugsverbindung in die Vororte - petit train vert
Der Vorortezug "petit train vert" verbindet Dakar mit seinen Vorstädten
© Miriam Diop
Straßenbauten in Dakar

© Claudia Hrubesch

Das StraßennetzÖffnet externen Link in neuem Fenster ist schlecht ausgebaut und in schlechtem Zustand, sein Ausbau und Instandsetzung ist eine Priorität der Regierung und einiger Geber. Im Vorfeld des islamischen Gipfels 2008 entstanden in Dakar neue Straßen, Brücken und Tunnels, die den innerstädtischen Verkehr erleichtern. 
Eine 34 km lange MautautobahnÖffnet externen Link in neuem Fenster soll das Cap Vert, die ehemals grüne Halbinsel, auf der DakarÖffnet externen Link in neuem Fenster liegt, dem Rest des Landes wieder besser zugänglich machen, denn noch ist die Halbinsel nur mittels eines einzigen Verkehrsweges erreichbar und eine Fahrt in die Hauptstadt ist oft mit stundenlangen Staus verbunden. 

1.8. Flagge und andere nationale Symbole

Die senegalesische Flagge hat 3 vertikale Streifen in den Farben grün-gold-rot, inmitten des mittleren Streifens findet sich ein kleiner grüner Stern als Zeichen für Hoffnung und Freiheit.

Flagge Senegal

Das senegalesische Wappen zeigt links einen Löwen als Symbol für Macht und Stärke, auf der rechten Seite den landestypischen Baobabbaum.

 

das Wappen von Senegal

Das Landesmotto lautet: "Un Peuple – Un But – Une Foi"  - "Ein Volk - ein Ziel – ein Glaube".

Genauere Erläuterungen zur nationalen SymbolikÖffnet externen Link in neuem Fenster finden sich auf der Homepage der senegalesischen Regierung. Der Text zur NationalhymneÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde vom „Dichterpräsidenten“ Léopold Sédar Senghor verfasst.

Über die Autorin

Claudia Hrubesch, Jahrgang 1972, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Französisch und Deutsch als Fremdsprache in Wien und Paris. Schwerpunkt: Geschichte und Literaturen Afrikas, Postcolonial Studies und interkulturelle Kommunikation. 

Lebt seit über 10 Jahren im Senegal. Tätigkeiten beim Goethe-Institut Dakar, der GIZ, ECO Consult und als freiberufliche Beraterin im Kultur- und Kommunikationsbereich. Landestutorin bei der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ.

Über Feedback freue ich mich.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2013 aktualisiert.

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