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Holzhaus

Landesübersicht und Naturraum

BeschreibungInhalt
Offizieller Name:Russische Föderation
Fläche:17.098.200 km²
Einwohner:142,9 Mio.
Bevölkerungswachstum:-0,03 % pro Jahr
Regierungssitz:Moskau
Klima:Von Nord nach Süd Übergang von arktischem zu kontinentalem Klima

Russland

Landesflagge Turkmenistan

Lage und Größe

Russland liegt im östlichen Teil Europas und im nördlichen Teil Asiens und ist mit 17.075.400 Quadratkilometern flächenmäßig der größte Staat der Erde. Das LandÖffnet externen Link in neuem Fenster erstreckt sich über 9000 Kilometer von West nach Ost sowie über 4000 Kilometer von Nord nach Süd und ist in neun Zeitzonen - von UTC+3 bis UTC+12 - eingeteilt.

Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 20.017 Kilometer, die Küstenlinie umfasst 37.653 Kilometer. Die Russische Föderation weist, zusammen mit der Volksrepublik China, mit jeweils vierzehn Anrainern weltweit die größte Anzahl von Nachbarstaaten auf. RusslandÖffnet externen Link in neuem Fenster grenzt an Norwegen, Finnland, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland, UkraineÖffnet externen Link in neuem Fenster, GeorgienÖffnet externen Link in neuem Fenster, AserbaidschanÖffnet externen Link in neuem Fenster, KasachstanÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Mongolei, die Volksrepublik ChinaÖffnet externen Link in neuem Fenster und die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea).

Grunddaten

Das CIA World FactbookÖffnet externen Link in neuem Fenster, das Auswärtige AmtÖffnet externen Link in neuem Fenster, das BundesverwaltungsamtÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Library of CongressÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Russland-Seite der Vereinten NationenÖffnet externen Link in neuem Fenster, und das US Department of StateÖffnet externen Link in neuem Fenster bieten Grundinformationen über Russland. Die Russland-AnalysenÖffnet externen Link in neuem Fenster und Russian Analytical DigestÖffnet externen Link in neuem Fenster bieten Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen in Russland.

Aktuelle Nachrichten über das Land bieten CNN NewsÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Zeitung Russland HeuteÖffnet externen Link in neuem Fenster und SPIEGELonlineÖffnet externen Link in neuem Fenster. Eine umfangreiche LinksammlungÖffnet externen Link in neuem Fenster findet man auf der Seite Länderkontakte.deÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Naturraum

Fluss Suchodrew, Gebiet Kaluga
Fluss Suchodrew, Gebiet Kaluga

Russland verfügt über sehr vielfältige natürliche BedingungenÖffnet externen Link in neuem Fenster. Von Nord nach Süd folgen auf die Zone der arktischen Kältewüste die Zonen der Tundra, Waldtundra, die Waldzone (TaigaÖffnet externen Link in neuem Fenster), die Waldsteppen-, Steppen- und Halbwüstenzone. Großlandschaften bilden westlich des Urals die Osteuropäische und östlich die Westsibirische Ebene, die in das Mittelsibirische Bergland übergeht. Die Zentraljakutische Ebene wird im Süden durch Baikalien und Transbaikalien und im Osten durch das Ostsibirische Bergland begrenzt.

Der höchste Berg Russlands ist der ElbrusÖffnet externen Link in neuem Fenster (5.642 Meter) im Kaukasus. Das UralgebirgeÖffnet externen Link in neuem Fenster bildet die Grenze zwischen Europa und Asien. Nach Süden begrenzen Gebirge wie AltaiÖffnet externen Link in neuem Fenster und SajanÖffnet externen Link in neuem Fenster westlich des Baikalsees die Tief- und Bergländer. Zahllose Gebirgszüge, zum Teil vulkanischen Ursprungs, formen in Russlands Fernem Osten das Ostsibirische Gebirgsland.

Vor Nord- und Ostsibirien säumen zahlreiche Inseln das Festland (Nowaja SemljaÖffnet externen Link in neuem Fenster, SachalinÖffnet externen Link in neuem Fenster, KurilenÖffnet externen Link in neuem Fenster u.a.).

Die FlüsseÖffnet externen Link in neuem Fenster Ob mit Irtysch, Jenissej, Lena, Sewernaja Dwina, Petschora, und Kolyma münden in den Arktischen Ozean; Amur, Anadyr und die Flüsse KamtschatkasÖffnet externen Link in neuem Fenster münden in den Pazifik, Newa, Don und Kuban in die Nebenmeere des Atlantiks. Zum Kaspischen Meer entwässern WolgaÖffnet externen Link in neuem Fenster, Ural und die Flüsse Dagestans. Es gibt circa zwei Millionen Seen, wovon das Kaspische Meer, der BaikalÖffnet externen Link in neuem Fenster-, Ladoga-, Onega- und Taimyrsee die größten sind.

Fauna

Ebenso wie die Flora ist die Fauna RusslandsÖffnet externen Link in neuem Fenster von einer großen VielfaltÖffnet externen Link in neuem Fenster geprägt. An der Nordküste des Polarmeers, in dem Beluga-Wale leben, finden sich Polarbären, Robben und Walrosse. In der Tundraregion leben Rentiere, die auch von der einheimischen Bevölkerung gezüchtet werden. In freier Wildbahn finden sich Polarfüchse, Biber, Lemminge und Schnee-Eulen. Die weitläufigen Wälder der Taiga sind Heimat von zahlreichen Felltieren, darunter Eichhörnchen, Zobel, Marder und Fuchs. Aber auch Elche, Bären, Wölfe sowie - weiter südlich - Hirsche und Nerze leben hier.

Die Steppenregionen Asiens bieten einen idealen Lebensraum für Hamster, Ziesel und Murmeltiere. In den Regionen um Wolga, Don und Ural finden sich vereinzelt noch DesmaneÖffnet externen Link in neuem Fenster, eine Maulwurfsart, die vom Aussterben bedroht ist. In den fischreichen russischen Gewässern finden sich unter anderem Störe und Lachse.

Die Tierwelt im Bereich des Kaukasus ist mediterran geprägt und umfasst unter anderem Echsen und Luchse; der Kaukasische LeopardÖffnet externen Link in neuem Fenster ist vom Aussterben bedroht. In ganz Russland sind Falken, Adler und Kraniche anzutreffen.  

Klima

In Russland sind alle KlimataÖffnet externen Link in neuem Fenster, vom arktischen bis zum subtropischen, vertreten. In den meisten Landesteilen ist das Klima kontinental und weist große jahreszeitliche Temperaturunterschiede auf. Die durchschnittlichen Temperaturen im Januar liegen, mit Ausnahme der Schwarzmeerküste, überall unter dem Gefrierpunkt. Die Sommertemperaturen weisen große Unterschiede auf: während im hohen Norden die durchschnittlichen Temperaturen im Juni 1 bis 2 Grad Celsius betragen, sind es in Moskau 19 Grad und in Steppengebieten des Südens 25 Grad. Die durchschnittlichen NiederschlagssummenÖffnet externen Link in neuem Fenster liegen in den Niederungen bei 600 bis 800 mm und steigen im nördlichen Ural und den fernöstlichen Gebirgen über 1000 mm an.  

 

Dauerfrostboden tritt auf 47% der Landesfläche auf. In Nordrussland und in weiten Teilen Sibiriens und des Fernen Ostens erschwert er den landwirtschaftlichen Anbau und beeinträchtigt den Bau und den Erhalt von Gebäuden und Verkehrsanlagen.

Die ausreichend günstigen Anbaubedingungen sind nur im so genannten Agrardreieck vorhanden: Es reicht von der Westgrenze Russlands keilförmig nach Osten zur mittleren Wolga, zum südlichen Ural und in das südliche Westsibirien. Natürliche Grenzen werden dem Anbau durch niedrige Temperaturen im Norden und geringe Niederschlagsmengen im Süden gesetzt. Das Ackerland ist seit 1990 kontinuierlich zurückgegangen. 1990 wurden noch 117 Millionen ha bewirtschaftet, 2005 waren es nur noch 77,5 Millionen ha. 

Russland liegt mit einem Anteil von rund 20% sowohl an Waldbestand als auch an Holzvorräten weltweit an erster Stelle. Die WaldflächeÖffnet externen Link in neuem Fenster umfasst etwa 720 Millionen ha mit einem Baumbestand von 75 Milliarden Kubikmetern. Über 80 Prozent der Wälder liegen im asiatischen Teil Russlands, oft in schwer zugänglichen Gebieten. Die Waldbestände im europäischen Norden und entlang der Transsibirischen Eisenbahn sind stark dezimiert worden.  

Bodenschätze

Russland verfügt über gigantische BodenschätzeÖffnet externen Link in neuem Fenster. Erdöl und -gasÖffnet externen Link in neuem Fenster werden in West- und Zentralsibirien, im Ural-, Wolga- und Uchta-Petschora Bezirk, in Nordkaukasien, Jakutien, Ostsibirien und auf Sachalin gewonnen. Rund ein Drittel der Weltgasvorräte befinden sich in Russland. Die Erdölreserve, 10,9 Milliarden Tonnen, stellen 6,4% der Weltvorräte. 

Bedeutende Lagerstätten von SteinkohleÖffnet externen Link in neuem Fenster, deren Reserven auf ca. 200 Milliarden Tonnen geschätzt werden, befinden sich u.a. im Lena-, Kusnezk- und Petschora-Becken, auf der Halbinsel Taimyr, bei Workuta, Anadyr, Irkutsk.  

Zu weiteren wichtigen BodenschätzenÖffnet externen Link in neuem Fenster zählen Eisenerze, Gold, Kupfer, Zinn, Blei, Aluminium, Magnesium, Mangan, Silber, Molybdän und Nickel. Bedeutend sind auch Vorräte an nichtmetallischen Bodenschätzen, wie Steinsalz, Kalisalz, Phosphoriten, Glimmer, Schwefel und Asbest. Ausgedehnte Diamantenfelder werden in Jakutien erschlossen. 

Ökologische Probleme

Im Klimaschutzindex von GermanwatchÖffnet externen Link in neuem Fenster nimmt Russland den 48. Platz unter den bewerteten 60 Ländern ein, die russischen Emissionstrends werden dabei als sehr schlecht eingestuft. Russland hat mit vielen ökologischen ProblemenÖffnet externen Link in neuem Fenster zu kämpfen.

Die Nadelwälder der Taiga stehen unter hohem NutzungsdruckÖffnet externen Link in neuem Fenster. Im europäischen Norden und in Teilen Sibiriens und des Fernen Ostens hat die Nachfrage nach Holz und HolzproduktenÖffnet externen Link in neuem Fenster zu übermäßigen EinschlägenÖffnet externen Link in neuem Fenster geführt. In den Steppengebieten stellen Bodenerosion, Dürreperioden und Staubstürme latente Bedrohungen für die Landwirtschaft dar. Als ein besonders sensibles ÖkosystemÖffnet externen Link in neuem Fenster ist auch der BaikalseeÖffnet externen Link in neuem Fenster immer noch durch industrielle Verschmutzungen gefährdetÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die Hauptbelastung in den Städten ist die LuftverschmutzungÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die Produktion von Atomenergie mit veralteten Reaktoren bedeutet ein schwer einschätzbares Risiko. Auf der Halbinsel KolaÖffnet externen Link in neuem Fenster, im Uralgebiet, in Südsibirien sowie im Barents- und KaraseeÖffnet externen Link in neuem Fenster werden große Mengen an AtommüllÖffnet externen Link in neuem Fenster gelagert. Durch undichte PipelinesÖffnet externen Link in neuem Fenster werden in allen Erdölfördergebieten Grundwasser und Flüsse mit Öl verseucht, mit den besonders gravierenden FolgenÖffnet externen Link in neuem Fenster in den nördlichen Regionen mit ihrer geringen natürlichen Regenerierungsfähigkeit.

Russland ist vielerorts mit energieintensiven TechnikenÖffnet externen Link in neuem Fenster ausgestattet – bis hin zu Heizungen für alle Wohnräume, die ohne Regler in den Wintermonaten automatisch volle Leistung bringen. Die resultierende Energieverschwendung hat beachtliche Ausmaße. Russland ist, nach den USA und China, der weltweit drittgrößte Produzent von Kohlendioxid. Seit 1998 haben sich die UmweltbedingungenÖffnet externen Link in neuem Fenster zwar leicht verbessert, als Hauptgrund dafür werden aber Rückgänge bei der industriellen Produktion angeführt. Im Environmental Performance IndexÖffnet externen Link in neuem Fenster für 2012 wird Russland auf Platz 106 unter 132 Ländern eingestuft.

Wenn durch den Klimawandel die Durchschnittstemperaturen ansteigen ist die Verschiebung der Landschaftszonen in Russland polwärts möglich. Dadurch werden sich die Anbaumöglichkeiten für die russische Landwirtschaft verändern. Ferner könnte der Klimawandel eine Verschiebung von Seewegen nach sich ziehen. Bereits in wenigen Jahrzehnten könnte die Nordostpassage ganzjährig schiffbar sein. Veränderten PermafrostbedingungenÖffnet externen Link in neuem Fenster würden sich auf den Siedlungsbau stark auswirken. Mit Jakutsk, Norilsk und Workuta existieren in Russland drei Städte mit mehr als 100000 Einwohnern, die auf Permafrost errichtet wurden. 

Nach langem Hinauszögern hat Russland im November 2004 das Kyoto-Protokoll ratifiziert. Während seiner Präsidentschaft hat Medwedew Umwelt- und Klimafragen in RusslandÖffnet externen Link in neuem Fenster zu seiner politischen Agenda gemacht. Im Dezember 2009 wurde die Klimadoktrin verabschiedet. Es wurde das Ziel verkündet die russischen Emissionen von bis zu 25 Prozent gegenüber 1990 zu mindern. Im Juni 2010 wurde die Überarbeitung der russischen Umweltgesetzgebung begonnen und eine Roadmap zum UmweltschutzÖffnet externen Link in neuem Fenster für die Zeit bis 2030 erstellt. Das Gesetz über Energieeinsparung und die Erhöhung der Energieeffizienz bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 2007 ermöglicht die zuständigen Behörden, Unternehmen und Verwaltungsbehörden zu Energieeffizienz und Energieeinsparung zu zwingen.

Von dem wachsenden Umweltbewusstsein in der Bevölkerung zeugen zahlreiche Umweltkampagnen, wie die Verteidigung des Chimki-WaldesÖffnet externen Link in neuem Fenster und des BaikalseesÖffnet externen Link in neuem Fenster, sowie die unter Naturschutz stehende Gebirgslandschaft in SotschiÖffnet externen Link in neuem Fenster, wo 2014 die Olympischen Winterspiele stattfinden. Regelmäßig finden Filmfestivals mit dem Schwerpunkt Umwelt statt. Zu den größten zählen Öko-ChashkaÖffnet externen Link in neuem Fenster in Moskau und Green VisionÖffnet externen Link in neuem Fenster in St. Petersburg.

Ca. 40 Millionen ha stehen in 101 NaturschutzgebietenÖffnet externen Link in neuem Fenster und 39 Nationalparks unter SchutzÖffnet externen Link in neuem Fenster. 17 NaturschutzgebieteÖffnet externen Link in neuem Fenster wurden von der UNESCO zu BiosphärenreservatenÖffnet externen Link in neuem Fenster erklärt.

Sozialraum

Mit nur 8,31 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Russland dünn besiedeltÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die Bevölkerungsdichte ist regional extrem differenziert mit äußerst dünn besiedelten Regionen im hohen Norden und industriellen Ballungsgebieten in zentralen und südlichen Landesteilen sowie in Westsibirien. Die BevölkerungsdichteÖffnet externen Link in neuem Fenster reicht von 74 Einwohner/km² in Tschuwaschien bis 0,03 Einwohner/km² im Autonomen Bezirk der Ewenken in Ostsibirien. Die Kosten für den InfrastrukturausbauÖffnet externen Link in neuem Fenster sind viel höher als in dichter besiedelten Staaten.

Die massive Verstädterungspolitik der Sowjetzeit hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Bevölkerung in städtischen Siedlungen lebt. Von geschätzten 142,9 Millionen Einwohnern leben ca. 103 Millionen in den Städten des Landes. Neben der Hauptstadt MoskauÖffnet externen Link in neuem Fenster sind die größten Städte Sankt PetersburgÖffnet externen Link in neuem Fenster, NowosibirskÖffnet externen Link in neuem Fenster, Nishni Nowgorod, Jekaterinburg, SamaraÖffnet externen Link in neuem Fenster, Omsk, Tscheljabinsk, Kasan, PermÖffnet externen Link in neuem Fenster, UfaÖffnet externen Link in neuem Fenster, Rostow-am-Don und Wolgograd.

Eisenbahn

Eisenbahnen sind der wichtige Verkehrsträger. Die Transsibirische EisenbahnÖffnet externen Link in neuem Fenster von Moskau nach Wladiwostok ist mit 9288 Kilometern die längste EisenbahnstreckeÖffnet externen Link in neuem Fenster der Welt. Parallel dazu wurde Ende des 20. Jahrhunderts zur Erschließung des Fernen Ostens die Baikal-Amur-Magistrale vom Baikalsee zum Fluss Amur gebaut. Durch diese beiden, und die davon abzweigenden Strecken wird das Land in west-östlicher Richtung erschlossen. Das Schienennetz befindet sich im schlechten Zustand. Insgesamt umfasst das Eisenbahnnetz (1.524 Millimeter Spurbreite) rund 87.000 Kilometer, davon ist knapp die Hälfte (40.000 Kilometer) elektrifiziert. Daneben gibt es zusätzlich 42.000 Kilometer nicht öffentlicher Industriebahnen. Das Streckennetz in Russland wird von der staatlichen Bahngesellschaft RZDÖffnet externen Link in neuem Fenster betrieben. Das Streckennetz für die HochgeschwindigkeitszügeÖffnet externen Link in neuem Fenster wird ausgebaut.  

Straßen

Auf das russische StraßennetzÖffnet externen Link in neuem Fenster kommt eine immer größere Belastung zu. Schon heute laufen 75% aller Güterströme und 73% der Personentransporte außerhalb der Städte über die Straßen. Die Zahl der Fahrzeuge hat sich seit 2002 um fast 50% auf über 40 Mio. vergrößert. Das StraßennetzÖffnet externen Link in neuem Fenster ist im europäischen Teil Russlands relativ gut ausgebaut. In Sibirien und im Fernen Osten sind die Straßen im Winter oft unpassierbar. Das Fernstraßennetz umfasst etwa 982.000 Kilometer, davon sind 776.000 befestigt. Die Fernstraßen sind außerhalb der Ballungsgebiete in der Regel nicht als Autobahnen oder Schnellstraßen ausgebaut. Staatliche Investitionen in den StraßenbauÖffnet externen Link in neuem Fenster sollen dazu beitragen, dass bis 2016 1380 km föderaler Straßen gebaut und modernisiert werden.  

Wasserwege

Die Binnenschifffahrt ist auf 102.000 Kilometer WasserstraßenÖffnet externen Link in neuem Fenster ein bedeutender Verkehrsträger. Im europäischen Teil Russlands verbinden Wasserwege die Ostsee, das Schwarze Meer, die Binnenseen und das Weiße Meer miteinander. Wichtige Wasserstraßen sind dabei Wolga, Kama, Oka, Wjatka, Don und die Kanäle, die diese Flüsse miteinander verbinden. In Sibirien, wo das Straßennetz dünn ist, spielt die Binnenschifffahrt auf Ob, Jenissej, Lena, Irtysch und Amur eine dominierende Rolle. Das Klima lässt den Verkehr oft nur von März bis November zu. Größte Häfen sind Wladiwostok (Pazifik), Sankt Petersburg, Kaliningrad (Ostsee), Murmansk, Archangelsk (Arktischer Ozean), sowie Noworossijsk und Sotschi (Schwarzes Meer).

Flugverkehr

Von den 1213 russischen Flughäfen und Flugplätzen haben 593 eine befestigte Rollbahn. Die größten FlughäfenÖffnet externen Link in neuem Fenster befinden sich in Moskau, Sankt Petersburg, Jekaterinburg und Nowosibirsk.  

Nationale Symbole

Russische Flagge © Wikipedia Commons
Russische Flagge
Russisches Wappen © Wikipedia Commons
Russisches Wappen

Die Flagge RusslandsÖffnet externen Link in neuem Fenster ist eine Trikolore mit drei gleich großen horizontalen Streifen: oben Weiß, in der Mitte Blau und unten Rot. Dabei steht Weiß für Glaube und Edelmut, Blau für Hoffnung und Ehrlichkeit und Rot für die Liebe, Mut und die Tapferkeit. Das erste Mal wurde die FlaggeÖffnet externen Link in neuem Fenster auf russischen Handels- und Kriegsschiffen im Jahre 1896 offiziell verwendet, sie basiert auf der Flagge der Niederlande. Die Flagge wurde inoffiziell während der provisorischen Regierung Russlands nach dem Sturz des Zaren bis zur Oktoberrevolution verwendet. Danach etablierte man die Flagge der Sowjetunion bis 1991. Nach nur geringfügigen Änderungen wurde die Flagge 1993 wieder verwendet.

Das heutige Wappen RusslandsÖffnet externen Link in neuem Fenster wird seit dem Jahre 1993 benutzt. Der Doppeladler im Wappen geht auf den Adler des byzantinischen Kaisers zurück, in dessen Tradition sich die Moskauer Großfürsten und die späteren russischen Zaren stellten. Die drei Kronen standen früher für den Anschluss Kasans und Astrachans an das Reich im 16. Jahrhundert, doch auch für Glaube, Hoffnung und Liebe. In der modernen Zeit wurden sie als SymbolÖffnet externen Link in neuem Fenster für die drei Teile der Gewaltenteilung: Exekutive, Legislative und Judikative verstanden. Der Reichsapfel und das Zepter stehen für Schutz und Souveränität.

Die heutige Hymne der Russischen FöderationÖffnet externen Link in neuem Fenster ersetzte das Patriotische Lied, das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bis 2000 die Nationalhymne der Russischen Föderation war. Die heutige offizielle Nationalhymne Russlands ist ein Abbild der Hymne der Sowjetunion: die alte MelodieÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde neu belebt; der Text des LiedesÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde von Sergei Michalkow, der auch schon den Text der sowjetischen Hymne gedichtet hatte, umgeschrieben.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Mai 2013 aktualisiert.

Über die Autorin

Lisa Melnikova

M.A., geb. 1982

ist Ethnologin und seit 2006 als Regionaltutorin für die Regionen Asien und Osteuropa und Tutorin für Landesanalyse Russland bei der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ GmbH tätig.

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