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sechs kleine palästinensische Jungen © Petra Schöning

Gesellschaft, Kultur und Religion

BeschreibungInhalt
Amtssprache:Arabisch
bedeutendste Religion:Islam (sunnitisch) ca. 98,5 %
weitere bedeutende Religion:Christentum ca. 1,5 %
Städtische Bevölkerung:74 % (2012)
Lebenserwartung:73 Jahre (2012)

Palästina

Flagge Palästina

Sozialstruktur

palästinensisches Mädchen mit Schwester auf dem Arm
© Petra Schöning

Die palästinensische Gesellschaft ist eine sehr heterogene, arabische Gesellschaft. Sie kann eingeteilt werden in Städter, Bauern und Beduinen; in Muslime und Christen; in Palästinenser mit israelischem PassÖffnet externen Link in neuem Fenster, Palästinenser, die im Westjordanland und im Gazastreifen leben, Palästinenser, die mit einer Jerusalem-Identitätskarte in Ost-Jerusalem leben, und Palästinenser in der Diaspora; FlüchtlingeÖffnet externen Link in neuem Fenster und Ansässige; Rückkehrer (nach dem Beginn des Osloer Friedensprozesses) und Dagebliebene; Bewohner des ägyptisch beeinflussten, traditioneller eingestellten Gazastreifens und Bewohner des jordanisch beeinflussten, (in einigen Städten) liberaleren Westjordanlandes.

Von den 11,55 Millionen Palästinensern weltweit Ende 2012Öffnet externen Link in neuem Fenster leben 38,1% (4,4 Millionen, davon 2,7 Millionen im Westjordanland und 1,7 Millionen im Gazastreifen) in Palästina und 12,1% (1,4 Millionen) in Israel. 44,1% (5,1 Millionen) leben in arabischen Ländern und 5,7% (655 Tausend) in anderen Ländern.

44,2% der palästinensischen Bevölkerung sind Flüchtlinge (41,4% im Westjordanland und 58,6% im Gazastreifen).

2012 leben in einem Haushalt im Durchschnitt 5,6 Personen (im Westjordanland 5,3 Personen, im Gazastreifen 6,1 Personen). 1997 waren dies im Durchschnitt noch 6,4 Personen (im Westjordanland 6,1 Personen, im Gazastreifen 6,9 Personen).

Mitte 2012Öffnet externen Link in neuem Fenster leben 73,8% der Palästinenser in der Stadt, 16,8% auf dem Land und 9,4% in FlüchtlingslagernÖffnet externen Link in neuem Fenster (im WestjordanlandÖffnet externen Link in neuem Fenster und im GazastreifenÖffnet externen Link in neuem Fenster).

Auf 100 Frauen kommen Mitte 2012 in Palästina 103,6 Männer. Das Bevölkerungswachstum beträgt 2,9%. Über die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung ist jünger als 18 JahreÖffnet externen Link in neuem Fenster, 40,4% (38,4% im Westjordanland und 43,7% im Gazastreifen) sind sogar jünger als 15 Jahre. Nur 4,4% (4,8% im Westjordanland und 3,7% im Gazastreifen) der palästinensischen Bevölkerung sind 60 Jahre und älterÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Die vorherrschende soziale Einheit in Palästina ist die GroßfamilieÖffnet externen Link in neuem Fenster (Arabisch Hamula).  Ihre Mitglieder können ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten angehören und trotzdem herrscht untereinander ein Gefühl der Verantwortung und Zusammengehörigkeit, das sich in Geschäftsbeziehungen oder in Konflikten mit anderen Familien zeigt. Auf der anderen Seite übt die Hamula Öffnet externen Link in neuem Fenster soziale Kontrolle aus und verlangt, dass sich der Einzelne der Gemeinschaft unterordnet. Das Individuum darf nichts tun, was dem Ruf der Großfamilie Schaden zufügen könnte. Ob im Geschäfts- oder Privatleben, jede Person steht für die gesamte Großfamilie und jeder Clan wird für das Handeln des Einzelnen zur Verantwortung gezogen. Insbesondere für Frauen gilt dies. Von ihrem Verhalten in der Öffentlichkeit hängt die Ehre der Familie, Arabisch Scharaf, ab.

Söhnen kommt immer noch eine größere Bedeutung zu als Töchtern. Der älteste Sohn führt die Familienlinie weiter und gibt seinen Eltern einen neuen sozialen Status. Die Eltern werden nach ihm „Mutter von…“ (Um ..…) bzw. „Vater von …“ (Abu …..) genannt.

FrauenÖffnet externen Link in neuem Fenster sind aus dem öffentlichen Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Dennoch gibt es strenge Vorschriften für das Zusammentreffen von nicht miteinander verwandten oder verheirateten Männern und Frauen in der Öffentlichkeit. In liberalen Städten wie Jerusalem und Ramallah können junge Männer und Frauen miteinander ausgehen, jedoch nur im Beisein von Familienangehörigen, in Gruppen oder in öffentlichen Räumen wie Restaurants oder Cafés. Der gesellschaftlichen Kontrolle dürfen sie sich nicht entziehen.

In allen BerufsständenÖffnet externen Link in neuem Fenster sind Frauen mittlerweile vertreten. Sie arbeiten als Polizistinnen (im GazastreifenÖffnet externen Link in neuem Fenster und im WestjordanlandÖffnet externen Link in neuem Fenster), RichterinnenÖffnet externen Link in neuem Fenster und Politikerinnen (unter den 25 Kabinettsmitgliedern gibt es aktuell sechs MinisterinnenÖffnet externen Link in neuem Fenster) und der Regierungsbezirk Ramallah und El Bireh hat mit Laila GhannamÖffnet externen Link in neuem Fenster als erster eine Frau an seiner Spitze. Es gibt eine palästinensische Frauen-FußballnationalmannschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster und auch RennfahrerinnenÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Ein großer Teil von ihnen ist jedoch in traditionellen Frauenberufen tätig, d.h. im Bildungswesen (34,7 %), im Sektor Land- und Forstwirtschaft, Jagd und FischereiÖffnet externen Link in neuem Fenster (20,5 %) oder im ­Gesundheitsbereich (9,4 %). Und trotz guter Ausbildung haben sie eher niedrigere PositionenÖffnet externen Link in neuem Fenster inne und sie erhalten nur 86,8% des DurchschnittslohnsÖffnet externen Link in neuem Fenster ihrer männlichen Kollegen.

Mit nur 17,9%Öffnet externen Link in neuem Fenster (19,5% im Westjordanland und 15,1% im Gazastreifen) im Vergleich zu 69,2% bei den Männern (72,0% im Westjordanland und 64,4% im Gazastreifen) im 4. Quartal 2012 gehört die Erwerbstätigkeitsquote bei den Frauen zu den niedrigsten weltweit.

Durch die sehr schwierige wirtschaftlicheÖffnet externen Link in neuem Fenster und politische Situation hat die GewaltÖffnet externen Link in neuem Fenster  gegen FrauenÖffnet externen Link in neuem Fenster zugenommen und auch die Zahl der "Ehrenmorde"Öffnet externen Link in neuem Fenster. Besonders schwierig ist die Sitution im Gazastreifen. In einer im Dezember 2009 erschienenen Studie der dort ansässigen Frauenorganisation Palestinian Women’s Information and Media Center (PWIC) erklärten 52,3% der befragten Frauen körperlich und 14,6% sexuell mißhandelt worden zu sein. Eine rechtliche BenachteiligungÖffnet externen Link in neuem Fenster von Frauen gibt es in den geltenden religiösen Personenstandsrechten.

Bildung

Eingangsschild Universität Birzeit
Eingangsschild Universität Birzeit © Petra Schöning

In Palästina besteht eine allgemeine Schulpflicht für Kinder zwischen dem 6. und 15. Lebensjahr. Bis zur 10. Klasse gibt es eine einheitliche SchulausbildungÖffnet externen Link in neuem Fenster. Der Notendurchschnitt entscheidet dann, ob die Jugendlichen auf weiterführende Schulen gelangen, wo sie innerhalb von zwei Jahren das Abitur (Tawjihi) ablegen. Die Abiturprüfungen werden seit 1994/95 von den zuständigen palästinensischen Behörden abgenommen.

90% der palästinensischen Schülerinnen und Schüler besuchen nach der 10. Klasse weiterführende Schulen und mehr als 80% der Abiturienten machen nach dem Tawjihi mit der Ausbildung weiter.

Es gibt elf UniversitätenÖffnet externen Link in neuem Fenster und elf Fachhochschulen in Palästina. Die bekannteste davon ist die Universität BirzeitÖffnet externen Link in neuem Fenster nördlich von Ramallah.

Gesundheit

Notaufnahme staatliches Krankenhaus Ramallah
Notaufnahme staatliches Krankenhaus Ramallah © Petra Schöning

Was die GesundheitssituationÖffnet externen Link in neuem Fenster in Palästina angeht, so ist in den letzten zwei Jahrzehnten die Kindersterblichkeit in Palästina stetig nach unten gegangen (und liegt unterhalb des regionalen Durchschnitts) und die Lebenserwartung deutlich nach oben (und liegt damit vier Jahre über dem Durchschnitt der Region.)

Dennoch kann die GesundheitsversorgungÖffnet externen Link in neuem Fenster in Palästina nicht als gut bezeichnet werden. Die TrennungsanlageÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Kontrollpunkte und Roadblocks, gesperrte Straßen und die Abriegelung der Gebiete verursachen eine starke BehinderungÖffnet externen Link in neuem Fenster der medizinischen Versorgung und des Zugangs zu den Grundlagen für ein gesundes Leben. 

Eine von der WHO durchgeführte StudieÖffnet externen Link in neuem Fenster legt dar, dass im Jahr 2011 19% (32.678 von 175.228) aller Anträge auf Einreise nach Israel aus medizinischen Gründen von Patienten und ihren Begleitern aus dem Westjordanland und 10% (1.082 von 10.560) aller Anträge aus dem Gazastreifen von der israelischen Zivilverwaltung entweder abgelehnt oder verzögert wurden. Sechs Patienten aus dem Gazastreifen starben während sie auf die Bewilligung warteten. Als Grund für die Nichterteilung der Einreiseerlaubnis wurde am häufigsten die Sicherheit genannt ohne dies näher auszuführen.

Im Dezember 2012Öffnet externen Link in neuem Fenster erhielten 0,5% (4 von 894) aller Patienten aus dem Gazastreifen, die einen Antrag auf Ausreise über den Erez-Checkpoint gestellt hatten, keine Erlaubnis und 7,8% (70 von 894) bekamen keine Antwort und konnten daher ihre Behandlungstermine nicht wahrnehmen.

Immer wieder berichten palästinensische Rettungsdienste davon, dass sie durch die israelische Armee an ihrer Arbeit gehindert und sogar angegriffenÖffnet externen Link in neuem Fenster werden.

Nach Angaben von UNDP gibt es im Westjjordanland und dem Gazastreifen 66 Fälle von HIV und AIDSÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Kultur

Trio Joubran beim Jerusalem Festival
Trio Joubran beim Jerusalem Festival © Petra Schöning

Kulturell gehört Palästina zur Arabischen Welt, deren Länder durch das Hocharabisch als gemeinsame Sprache und durch gemeinsame Werte, Traditionen, Bräuche, Kenntnisse und Erfahrungen miteinander verbunden sind.

Es gibt eine reiche palästinensische VolkskunstÖffnet externen Link in neuem Fenster u.a. im Bereich Musik, Tanz, GesangÖffnet externen Link in neuem Fenster, HandarbeitenÖffnet externen Link in neuem Fenster und Kunsthandwerk sowie eine süchtig machende KochkunstÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Bethlehem ist für seine PerlmuttarbeitenÖffnet externen Link in neuem Fenster berühmt, Hebron für die Herstellung von GlasÖffnet externen Link in neuem Fenster (vorwiegend in Blau), Jerusalem seit Anfang des 20. Jahrhunderts für die armenische KeramikÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Zu den bekanntesten palästinensischen Schriftstellern und Dichtern gehören Suad AmiryÖffnet externen Link in neuem Fenster, Liana BadrÖffnet externen Link in neuem Fenster, Mahmoud DarwischÖffnet externen Link in neuem Fenster, Emil HabibiÖffnet externen Link in neuem FensterJabra Ibrahim JabraÖffnet externen Link in neuem Fenster, Ghassan KanafaniÖffnet externen Link in neuem Fenster, Sayed KashuaÖffnet externen Link in neuem FensterSahar KhalifaÖffnet externen Link in neuem Fenster, Samih al-QasimÖffnet externen Link in neuem Fenster, Mahmoud ShukairÖffnet externen Link in neuem FensterFadwa TouqanÖffnet externen Link in neuem Fenster, Ibrahim TouqanÖffnet externen Link in neuem Fenster und Tawfiq ZayyadÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Weit über die Grenzen hinaus bekannt sind auch der Maler Sliman MansourÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Performance Künstlerin Raeda SaadehÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Regisseure Annemarie JacirÖffnet externen Link in neuem FensterHany Abu AssadÖffnet externen Link in neuem Fenster und Elia SuleimanÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Sängerinnen Rim BannaÖffnet externen Link in neuem Fenster und Amal MurkusÖffnet externen Link in neuem Fenster, das Oudspieler Trio JoubranÖffnet externen Link in neuem Fenster und die Hip Hop Gruppe DamÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Der berühmteste palästinensische Zeichner ist Naji el AliÖffnet externen Link in neuem Fenster. Er starb 1987 in London an den Folgen eines Attentats. Sein Markenzeichen war das „Handala“, ein kleiner Junge, der dem Leser immer den Rücken zukehrt und den Unmut repräsentiert, den der Künstler empfand beim Betrachten der politischen und gesellschaftlichen Situation der Palästinenser.

Die palästinensische KulturszeneÖffnet externen Link in neuem Fenster ist trotz der schwierigen Situation sehr vielfältig. Aktuelle Informationen aus der und in die Szene hinein liefert  das Monatsmagazin This Week in PalestineÖffnet externen Link in neuem Fenster, das vor Ort an vielen Stellen kostenlos ausliegt.

Insbesondere im Raum Ost-Jerusalem, Ramallah und Bethlehem gibt es zahlreiche spannende Kulturprojekte und kulturelle Einrichtungen. Zu ihnen gehören das Khalil Sakakini Cultural CenterÖffnet externen Link in neuem Fenster und das Kasaba TheaterÖffnet externen Link in neuem Fenster in Ramallah, das Popular Art Centre (PAC)Öffnet externen Link in neuem Fenster in El-Bireh, das Internationale Begegnungszentrum (Dar Annadwa)Öffnet externen Link in neuem Fenster in Bethlehem und die Al-Ma'mal Foundation for Contemporary ArtÖffnet externen Link in neuem Fenster in Ost-Jerusalem. Auch das Goethe Institut in RamallahÖffnet externen Link in neuem Fenster organisiert interessante Kulturveranstaltungen. Yabous ProductionsÖffnet externen Link in neuem Fenster in Ost-Jerusalem führt einmal im Jahr das Jerusalem Festival durch. Nach 25 Jahren hat in Ost-Jerusalem im Februar 2012 das Al Quds Cinema Öffnet externen Link in neuem Fensterwieder geöffnet und im Mai 2012 öffnete das Palestinian Heritage Museum of Dar al-TifelÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die Virtuelle GalerieÖffnet externen Link in neuem Fenster der Birzeit Universität gibt einen Überblick über die reichhaltige palästinensische KunstszeneÖffnet externen Link in neuem Fenster und aktuelle Ausstellungen.

Darüber hinaus gibt es u.a. das Freedom TheatreÖffnet externen Link in neuem Fenster und das Cinema JeninÖffnet externen Link in neuem Fenster in Jenin sowie in Yes TheatreÖffnet externen Link in neuem Fenster in Hebron.

Gemälde einer Frau von Ayman Essa
Ayman Essa (Gaza): "Charm" (2007) © Petra Schöning

Religion

Im griechisch-orthodoxen Kloster auf dem Berg der Versuchung
Im griechisch-orthodoxen Kloster auf dem Berg der Versuchung © Petra Schöning

Auch in Bezug auf die Religionszugehörigkeit sind die Palästinenser kein homogenes Volk. Die Muslime machen ca. 98,5% der Bevölkerung aus. Überwiegend gehören sie der sunnitischen Richtung des IslamsÖffnet externen Link in neuem Fenster an. Dabei sind alle vier sunnitischen RechtsschulenÖffnet externen Link in neuem Fenster, d.h. die der Hanafiten, Malikiten, Hanbaliten und Schafiiten vertreten, wobei die hanafitische Rechtsschule vorherrscht.

Daneben gibt es eine immer kleiner werdende ZahlÖffnet externen Link in neuem Fenster von palästinensischen ChristenÖffnet externen Link in neuem Fenster sowie mehr als 350Öffnet externen Link in neuem Fenster SamariterÖffnet externen Link in neuem Fenster in Kiryat Luza auf dem Berg Gerizim in der Nähe von Nablus, wenn man mal von den  mehr als 500.000 jüdisch-israelischen SiedlernÖffnet externen Link in neuem Fenster absieht, die - nach internationalem Recht illegalerweise - im Westjordanland und in Ost-Jerusalem - leben.

Die palästinensischen Christen sind in der palästinensischen Oberklasse stark vertreten und machen 2/3 der palästinensischen Mittelklasse aus. Aufgrund dieses sozioökonomischen Profils gibt es unter den Christen in Palästina eine extrem hohe Auswanderungsrate. Die vorrangigen Gründe hierfür waren die unsichere (sicherheits-)politische Lage und fehlende Arbeitsmöglichkeiten.

Christen und Muslime verbindet die gleiche historische Erfahrung von Flucht, Vertreibung und Besatzung sowie eine sehr lange positive Tradition des christlich-muslimischen Zusammenlebens auf der Basis des Omar-PaktesÖffnet externen Link in neuem Fenster von 638.

Auf der anderen Seite ist die eigene gesellschaftliche Gruppe - insbesondere seit der Zweiten Intifada - immer mehr der Bezugsrahmen für die Palästinenser. Kontakte außerhalb der eigenen Gruppe sind selten und von den Mitgliedern häufig nicht gewünscht. (Hierzu gehören auch christlich-muslimische Liebesbeziehungen.) So bleibt jede religiöse Gruppe in der Regel für sich.

Die Autorin

Petra Schöning

Petra Schöning, M.A., Studium der Politikwissenschaft, Neueren Geschichte und Soziologie mit Schwerpunkt Naher Osten, seit 1995 Mitglied bei amnesty international in der Koordinationsgruppe Israel/ Besetzte Gebiete/ Palästinensische Autonomiegebiete, 27monatige Tätigkeit in Jerusalem als Zivile Friedensfachkraft, seit 2006 freiberufliche Trainerin und Beraterin mit dem Schwerpunkt Israel/Palästina.

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Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Mai 2013 aktualisiert.

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