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Straßenarbeiten in Kathmandu © Lisa Melnikova

Alltag

Alle wichtigen Strukturdaten zu Alltag und Praktischen Informationen
BeschreibungInhalt
Währung:Nepalesische Rupie (NPR)
Wechselkurs:124 NPR pro € (11.2014)
Zeitzone:UTC +5.45
Landesvorwahl (Telefon):+977
Klima (für Hauptstadt):Monsunklima
Internationaler Flughafen (IATA):KTM (Kathmandu)

Inhalte dieser Seite

Das LIPortal

Nepal

Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen

Für die Einreise nach Nepal benötigt man einen Reisepass und zwei Fotos. Das Touristenvisum wird bei der Einreise an Grenzübergangsstellen nach Nepal oder am Flughafen Kathmandu erteilt. Die Gebühr für ein 30 Tage gültiges Touristenvisum beträgt 40 USD, für 90 Tage 100 USD. Im Immigration Office in Kathmandu oder in Pokhara kann man das Visum verlängern lassen. Die maximale Aufenthaltsdauer mit dem Touristenvisum beträgt 150 Tage pro Jahr. 

 

Alltag

Alltag in Bhaktapur
Strassenhandel
In der Küche auf dem Land
Kiosk in Kathmandu © Lisa Melnikova

Die amtliche nepalesische Zeitrechnung folgt dem nordindischen Kalender Bikram-Sambat (BS), der der internationalen Zeitrechnung 56 Jahre und 8 Monate voraus ist. Das Jahr beginnt Mitte April. Die Monate des Bikram-Sambat folgen dem Mondzyklus, die Daten sind gegenüber dem internationalen Kalender beweglich. Es existieren auch weitere Kalender, die bei bestimmten Bevölkerungsgruppen in Gebrauch sind, wie Newar-Sambat und tibetische Kalender. Einige Feste finden an bestimmten Kalendertagen statt, bei vielen religiösen Festen bestimmen die Astrologen, wann sie gefeiert werden.

Das Geschäfts- und Büroleben beginnt um 10 Uhr. Banken schließen um 14 Uhr, Behörden zwischen 16 und 17 Uhr, Geschäfte um 20 Uhr oder später. Samstag ist Ruhetag.

Es gibt in Kathmandu keine deutsche Schule, jedoch eine britische, eine amerikanische und das Kathmandu International Study Center. Weitere internationale Schulen gibt es in Pokhara, Kavre und Biratnagar.  

Aufgrund von Schwierigkeiten mit der Stromversorgung wird landesweit der Strom täglich für mehrere Stunden abgeschaltet. In Kathmandu muss man öfters mit 16 Stunden Stromausfall pro Tag rechnen. Das gilt besonders in der heißen Jahreszeit, wenn Klimaanlagen und Bewässerungspumpen zusätzlich Strom verbrauchen.

Die Stromspannung ist 220V/50 Hertz, flache Stecker passen oft. Man muss mit stärkeren Spannungsschwankungen und Stromausfällen rechnen. Ein Adapter sollte mitgeführt werden.

Geld

Fünfhundert Rupien

Die Landeswährung ist die nepalesische Rupie (NPR). 100 Paisa bilden eine Rupie. Banknoten gibt es im Wert von 1.000, 500, 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Rupie.

In den meisten Banken und internationalen Hotels werden Traveller-Schecks und die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Die Geldautomaten im Kathmandu-Tal und in Pokhara akzeptieren EC-Karten, Visa- und Master-Kreditkarten.

Geld sollte ausschließlich bei autorisierten Stellen (Banken, Hotels und lizensierten Wechselstuben) gewechselt werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von ausreichend Bargeld, da Kreditkarten und Reiseschecks nicht überall akzeptiert werden.

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 2.000 US$ deklarationspflichtig. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, gestattet.

Reisen und Transport

Sammeltaxi in Kathmandu
Reifenpanne
Velorikscha vs. Taxi
Unterwegs in den Bergen © Lisa Melnikova

Die staatliche Fluggesellschaft "Nepal Airlines" und mehrere Privatgesellschaften bieten Inlandsflüge an. Regulär werden angeflogen: in Zentral-Nepal Baglung, Bharatpur, Gorkha, Janapur, Jomson, Pokhara, Rumjatar, Bhairawa; in West-Nepal Dang, Jumla, Rukumkot, Surkhet, Silgarhi; und in Ost-Nepal Bhadrapur, Biratnagar, Lamidanda, Rajbiraj, Taplejung, Tumlingtar. In der Trekkingsaison gibt es zusätzlich Charterflüge nach Jumla, Humde, Jomson u.a. Bei Trekkingflügen ist zu beachten, dass die Maschinen sehr klein sind und maximal 10 kg Gepäck erlaubt sind. Man sollte eine Woche im Voraus buchen und kurz vor der Abreise das Ticket bestätigen lassen, um zu vermeiden, dass man wegen Überbuchung von der Passagierliste gestrichen wird.

Die Busfahrten sind sehr günstig. Die Busse fahren aber sehr langsam, der Straßenzustand ist schlecht. Für die Strecke von Kathmandu nach Pokhara braucht man ungefähr 8-10 Stunden. Nächtliche Überlandfahrten mit dem Bus sollten wegen des hohen Unfallrisikos vermieden werden. Es herrscht Linksverkehr.

In der Region Kathmandu, einschließlich der Nachbarstädte Patan und Bhaktapur, verkehren Linienbusse. Ein häufig verkehrender Oberleitungsbus befährt die 11 km lange Strecke zwischen Kathmandu und Bhaktapur. Private Minibusse verbinden die nahe gelegenen Dörfer mit der Hauptstrecke.
In Kathmandu findet man zahlreiche Taxis mit Taxameter, die während der Nachtstunden 50% Zuschlag verlangen. Private Taxis sind teurer, vor Fahrtantritt sollte der Fahrpreis vereinbart werden. Fahrräder und Motorräder kann man von Fahrradgeschäften stunden- oder tageweise mieten.

Während der Monsunzeit (Juni bis September) können Erdrutsche und Überschwemmungen den Straßenverkehr behindern. Verkehrsunfälle sind zahlreich und werden häufig durch Überlandbusse verursacht. Während der zahlreichen Generalstreiks ruht der Verkehr von morgens bis abends.

Die Trekkingsaison dauert von September bis Mai, am besten sind die Bedingungen jedoch von Oktober bis Dezember und von März bis April. Das Angebot an Touren unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades ist groß. Zahlreiche offizielle Trekkingagenturen in Kathmandu organisieren Touren einschließlich Führer, Träger, Koch, Verpflegung, Zelte, Schlafsäcke, Karten, Erlaubnisscheine und Versicherung. Seit Juli 1999 ist für die allgemeinen, vom Department of Immigration gekennzeichneten Trekkinggebiete, wie zum Beispiel Everest, Annapura oder Langtang, keine Trekkingerlaubnis mehr erforderlich. Für alle anderen Gebiete muss vom Department of Immigration, New Baneshwar, Kathmandu (Tel: (01) 49 42 73, 49 43 37) eine entsprechende Erlaubnis eingeholt werden. Für Touren in die Nationalparks und die Annapurna Naturschutzzone werden Gebühren erhoben.

Sicherheit

Straßenblockaden und Generalstreiks („Bandh“) werden meist kurzfristig angekündigt. Sie sind oft von zusätzlichen Spannungen, Unruhen, Behinderungen und Verspätungen im Straßen- und Flugverkehr begleitet. Mitunter vermögen sie das ganze Land lahmzulegen. Im Terai können lokale Unruhen auftreten, Blockaden und unbefristete Streiks sind häufig. Aufgrund der politischen Instabilität und der Unzuverlässigkeit des Rechtssystems steigen Gewaltbereitschaft und Kriminalität im ganzen Land.

Während der von Juni bis Anfang Oktober andauernden Monsunzeit kommt es in ganz Nepal immer wieder zur Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutschen.

Nepal liegt mitten in einer der aktivsten Erdbebengebiete der Welt. Der Mangel an angemessener Notfallvorsorge, insbesondere in Bezug auf medizinische Einrichtungen, wird die fatalen Auswirkungen eines starken Erdbebens in Nepal und besonders dem Kathmandu-Tal vermutlich noch verstärken. Es wird empfohlen, sich vor Anreise sich mit den Verhaltensregeln bei einem Erdbeben vertraut zu machen.

Gesund bleiben

Schutzimpfungen sind für Nepal nicht vorgeschrieben. Die Impfungen gegen Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A werden vom Zentrum für Reisemedizin empfohlen. Bei den Aufenthalten in Südnepal ist eine Malariaprophylaxe notwendig.

Die hygienischen Bedingungen sind mangelhaft. Das Risiko von Durchfallerkrankungen ist sehr hoch. Man sollte auf abgekochtes Wasser achten und rohe Salate, Eis und Eiswürfel meiden.  

Die ärztliche Versorgung ist nur in Kathmandu auf einem hohen medizinischen Niveau. Neben einem ausreichenden Auslandskrankenschutz ist eine zuverlässige Reiserückholversicherung empfehlenswert.

Telekommunikation, Internet

Postkasten in Kathmandu © Lisa Melnikova

Es gibt in allen größeren Ortschaften und touristisch besuchten Gebieten Internetcafes, die teilweise gute Verbindungsgeschwindigkeiten haben. Vor allem in Kathmandu verfügen viele Internetcafes über Breitband-Anschluss und auch Telefonieren über das Internet ist möglich.

In Nepal gibt es vier Mobilfunknetze: Nepal Telecommunications Corporation (GSM 900/UMTS2100), Nepal Satellite Telecom (GSM 900/1800), SmartCell Nepal (GSM 900) und Spice Nepal Private Ltd. (GSM 900/1800). Der Netzempfang begrenzt sich bei allen, außer Nepal Telecommunications Corporation, lediglich auf die größeren Städte. Mit einer Reisepasskopie kann man nepalesische SIM-Karten kaufen.

Postämter gibt es in den meisten Ortschaften.

Nützliche Adressen

Nepalesische Botschaft

Guerickestrasse 27

10587 Berlin-Charlottenburg

Tel. (030) 34 35 99 -20,-21,-22

 

Deutsche Botschaft in Kathmandu 

Gyaneshwar Marga 690, P.O.Box 226

Kathmandu, Nepal

Tel. (+977-1) 441 27 86, 441 65 27, 441 66 55, 441 68 32

 

Immigration Office 

Maitighar, Kathmandu, Nepal

 

Nepal Tourism Board (NTB)

Bhrikuti Mandap, P.O.Box 11018, Kathmandu

Tel. (+977-1) 4256909

 

Deutsch-Nepalische Gesellschaft e. V. (DNG)

Hohenzollernring 26

50672 Köln

Tel. (0221) 2338380

 

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im November 2014 aktualisiert.

Über die Autorin

Lisa Melnikova

M.A., geb. 1982

ist Ethnologin und seit 2006 als Regionaltutorin für die Regionen Asien und Osteuropa bei der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ GmbH tätig.

Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Kommentare!

Literaturhinweise

Literatur zu Lebensbedingungen und Tourismus in Nepal

Nepali online lernen

  • Our Nepal Lektionen für Anfänger und Fortgeschrittene mit Videos, Zahlen und Schrift.
  • Learn Nepali bietet Übungen zur Aussprache, wichtige Sätze, Lektionen über Zahlen, Essen & Trinken, Einkaufen und Gesundheit

Nepal verstehen

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