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Für die Einreise
nach Nepal
benötigt man einen Reisepass und zwei Fotos. Das Touristenvisum wird bei der Einreise an Grenzübergangsstellen nach Nepal oder am Flughafen Kathmandu erteilt. Die Gebühr für ein 30 Tage gültiges Touristenvisum beträgt 40 USD, für 90 Tage 100 USD. Im Immigration Office in Kathmandu oder in Pokhara kann man das Visum
verlängern lassen. Die maximale Aufenthaltsdauer mit dem Touristenvisum beträgt 150 Tage pro Jahr.
Die amtliche nepalesische Zeitrechnung folgt dem nordindischen Kalender Bikram-Sambat (BS), der der internationalen Zeitrechnung 56 Jahre und 8 Monate voraus ist. Das Jahr beginnt Mitte April. Die Monate des Bikram-Sambat
folgen dem Mondzyklus, die Daten sind gegenüber dem internationalen Kalender beweglich. Es existieren auch weitere Kalender
, die bei bestimmten Bevölkerungsgruppen in Gebrauch sind, wie Newar-Sambat
und tibetische Kalender. Einige Feste finden an bestimmten Kalendertagen statt, bei vielen religiösen Festen bestimmen die Astrologen, wann sie gefeiert werden.
Das Geschäfts- und Büroleben beginnt um 10 Uhr. Banken schließen um 14 Uhr, Behörden zwischen 16 und 17 Uhr, Geschäfte um 20 Uhr oder später. Samstag ist Ruhetag.
Es gibt in Kathmandu keine deutsche Schule, jedoch eine britische
, eine amerikanische
und das Kathmandu International Study Center
. Weitere internationale Schulen
gibt es in Pokhara, Kavre und Biratnagar.
Aufgrund von Schwierigkeiten mit der Stromversorgung wird landesweit der Strom täglich für mehrere Stunden abgeschaltet
. In Kathmandu muss man öfters mit 16 Stunden Stromausfall
pro Tag rechnen. Das gilt besonders in der heißen Jahreszeit, wenn Klimaanlagen und Bewässerungspumpen zusätzlich Strom verbrauchen.
Die Stromspannung ist 220V/50 Hertz, flache Stecker
passen oft. Man muss mit stärkeren Spannungsschwankungen und Stromausfällen rechnen. Ein Adapter sollte mitgeführt werden.

Die Landeswährung
ist die nepalesische Rupie
(NPR). 100 Paisa bilden eine Rupie.
In den meisten Banken
und internationalen Hotels werden Traveller-Schecks und die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Die Geldautomaten im Kathmandu-Tal und in Pokhara akzeptieren EC-Karten, Visa- und Master-Kreditkarten.
Die indische Rupie ist in Nepal frei konvertierbar, allerdings werden Scheine nur bis maximal 100 INR-Noten akzeptiert.
Die staatliche Fluggesellschaft "Nepal Airlines
" und mehrere Privatgesellschaften bieten Inlandsflüge
an. Regulär werden angeflogen
: in Zentral-Nepal Baglung, Bharatpur, Gorkha, Janapur, Jomson, Pokhara, Rumjatar, Bhairawa; in West-Nepal Dang, Jumla, Rukumkot, Surkhet, Silgarhi; und in Ost-Nepal Bhadrapur, Biratnagar, Lamidanda, Rajbiraj, Taplejung, Tumlingtar. In der Trekkingsaison gibt es zusätzlich Charterflüge nach Jumla, Jomson u.a. Bei Trekkingflügen ist zu beachten, dass die Maschinen sehr klein sind und maximal 10 kg Gepäck erlaubt sind. Man sollte eine Woche im Voraus buchen und kurz vor der Abreise das Ticket bestätigen lassen, um zu vermeiden, dass man wegen Überbuchung von der Passagierliste gestrichen wird.
Die Busfahrten
sind sehr günstig. Die Busse fahren aber sehr langsam, der Straßenzustand ist schlecht. Für die Strecke von Kathmandu nach Pokhara braucht man ungefähr 8-10 Stunden. Nächtliche Überlandfahrten mit dem Bus sollten wegen des hohen Unfallrisikos vermieden werden. Es herrscht Linksverkehr.
Während der Monsunzeit (Juni bis September) können Erdrutsche und Überschwemmungen den Straßenverkehr behindern. Verkehrsunfälle sind zahlreich und werden häufig durch Überlandbusse verursacht. Während der zahlreichen Generalstreiks ruht der Verkehr von morgens bis abends.
Straßenblockaden und Generalstreiks („Bandh“
) werden meist kurzfristig angekündigt. Sie sind oft von zusätzlichen Spannungen, Unruhen
, Behinderungen und Verspätungen im Straßen- und Flugverkehr begleitet. Mitunter vermögen sie das ganze Land lahmzulegen
. Im Terai können lokale Unruhen auftreten, Blockaden und unbefristete Streiks sind häufig. Aufgrund der politischen Instabilität und der Unzuverlässigkeit des Rechtssystems steigen Gewaltbereitschaft und Kriminalität
im ganzen Land.
Während der von Juni bis Anfang Oktober andauernden Monsunzeit kommt es in ganz Nepal immer wieder zur Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutschen. Die gesamte Himalaya-Region ist erdbebengefährdet.
Schutzimpfungen sind für Nepal nicht vorgesehen. Die Impfungen gegen Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A werden vom Zentrum für Reisemedizin
empfohlen. Bei den Aufenthalten in Südnepal ist eine Malariaprophylaxe
notwendig.
Die hygienischen Bedingungen sind mangelhaft. Das Risiko von Durchfallerkrankungen
ist sehr hoch. Man sollte auf abgekochtes Wasser achten und rohe Salate, Eis und Eiswürfel meiden.
Die ärztliche Versorgung ist nur in Kathmandu
auf einem hohen medizinischen Niveau. Neben einem ausreichenden Auslandskrankenschutz ist eine zuverlässige Reiserückholversicherung empfehlenswert.
Es gibt in allen größeren Ortschaften und touristisch besuchten Gebieten Internetcafes, die teilweise gute Verbindungsgeschwindigkeiten haben. Vor allem in Kathmandu verfügen viele Internetcafes über Breitband-Anschluss und auch Telefonieren über das Internet
ist möglich.
Handyempfang gibt es nur in größeren Städten. Mit einer Reisepasskopie kann man nepalesische
SIM-Karten
kaufen.
Postämter
gibt es in den meisten Ortschaften
.
Guerickestrasse 27
10587 Berlin-Charlottenburg
Tel. +49 (030) 34 35 99 -20,-21,-22
Deutsche Botschaft in Kathmandu
Gyaneshwar Marga 690, P.O.Box 226
Kathmandu, Nepal
Tel. (+977-1) 441 27 86, 441 65 27, 441 66 55, 441 68 32
Maitighar, Kathmandu, Nepal
Nepal Tourism Board
(NTB)
Bhrikuti Mandap, P.O.Box 11018, Kathmandu
Tel. (+977-1) 4256909
Deutsch-Nepalische Gesellschaft e. V.
(DNG)
Hohenzollernring 26
50672 Köln
Tel. (0221) 2338380
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Juni 2013 aktualisiert.
Lisa Melnikova
M.A., geb. 1982
ist Ethnologin und seit 2006 als Regionaltutorin für die Regionen Asien und Osteuropa bei der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ GmbH tätig.
Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Kommentare!
Literatur zur Lebensbedingungen
und Tourismus in Nepal 

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