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Aktuelle Informationen zu Einreisebestimmungen
und wichtige Adressen bzw. Telefon-/Faxnummern können bei der kongolesischen Vertretung in der Bundesrepublik
oder der deutschen Botschaft in Kinshasa
bezogen werden.
Ein Franc Congolais ist unterteilt in 100 Centimes. Münzen sind nicht im Umlauf, auch für die Untereinheit Centimes wurden 1997 Banknoten herausgegeben
. Nach mehreren Phasen der Hyperinflation sind momentan nur noch Banknoten im Wert von 20, 50, 100, 200 und 500 Francs im allgemeinen Gebrauch. Der massive Wertverfall
der einheimischen Währung hat zu einer Dollarisierung der Wirtschaft
geführt. Seit 2001 ist die Bezahlung in Devisen (vor allem US-Dollar) möglich und inzwischen üblich. Rund 70 % des gesamten umlaufenden Geldes sind US-Dollar.
Der Wechselkurs ist seit Anfang 2010 relativ stabil. Er wird von der Zentralbank
veröffentlicht. Ein US-Dollar entspricht etwa 900 bis 1000 Francs Congolais (Stand: September 2012), wobei bisher der Geldschein mit dem höchsten Wert der 500 Francs-Schein darstellt! Schon seit geraumer Zeit hält die Zentralbank die Ausgabe bereits gedruckter 1000, 2000 und 5000 Francs-Scheine aus Inflationsängsten zurück
.
Anlässlich des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit
wurden jedoch 2010 zusätzlich 20 Mio. neue 500 Francs-Scheine
ausgegeben.
Die Nutzung von Kreditkarten ist auf einzelne Fluglinien, große Hotels sowie wenige Supermärkte beschränkt.
Bei der Einreise müssen Devisen im Gegenwert von über 10.000 US-Dollar deklariert werden. Die Ausfuhr von Devisen ist auf den Gegenwert von 10.000 US-Dollar beschränkt (offiziell gilt diese Einschränkung nicht bei Dienstreisen). Darüber liegende Summen müssen durch Banken transferiert werden. Die Ausfuhr von Francs Congolais ist jedoch untersagt.
Reisen innerhalb des Landes
ist nur in sehr begrenztem Umfang möglich. Im Verkehrs- und Kommunikationswesen herrschen chaotische Zustände. Das Straßennetz ist insgesamt unterdurchschnittlich entwickelt. Die Regierung spricht von 2.800 km Teerstraßen, wobei nur einige Hundert Kilometer wirklich gut passierbar sind. Die wenigen Straßen außerhalb der großen Städte können fast nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen befahren werden. Während der Regenzeit sind weite Teile des Straßennetzes
unpassierbar. Das ideale Allwetterfahrzeug ist das geländegängige Motorrad. Fahrräder sind in vielen ländlichen Gebieten das einzige Verkehrsmittel. Der Fluss Kongo ist auf 2.800 km schiffbar.
Auf der zweimal wöchentlich verkehrenden Eisenbahn zwischen Kinshasa und Matadi kommt es immer wieder zu Entgleisungen. Die überfällige Sanierung der maroden Eisenbahninfrastruktur steht oben auf der Prioritätenliste der neuen Regierung.
Viele Ortschaften im Landesinneren sind nur über Luftverkehr
erreichbar. Die großen Städte (Provinzhauptstädte) werden von verschiedenen lokalen Fluggesellschaften – wenn auch unregelmäßig – angeflogen.
Die Flugzeuge sind oft in einem schlechten technischen Zustand. Dementsprechend häufig kommt es zu technischen Pannen und Abstürzen. Alle lokalen Fluggesellschaften stehen auf der roten Liste, d.h. Versicherungen übernehmen kein Risiko.
Es sind meist russische Piloten, die mit alten Propellermaschinen auf eigene Rechnung Personen, Tiere und Güter durch dieses riesige Land transportieren. Diese Flüge sollten nicht genutzt werden, denn auch alle internationale Organisationen raten von der Nutzung dieser Fluglinien ab.
Neben Kinshasa werden folgende Städte von internationalen Fluggesellschaften direkt angeflogen: Lubumbashi, Kisangani und Goma.

Zurzeit werden bedeutende Orte durch die UN- und ECHO-Flotte (European Commission´s service to humanitarian organizations) von Passagier- und Transportmaschinen vernetzt. Die UNO Mission spielte insbesondere bei der logistischen Bewältigung der Wahlen im Jahre 2006 eine bedeutende Rolle. Air MONUSCO beförderte nicht nur UN-Personal, sondern bei freien Plätzen auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, kongolesische Abgeordnete, Wahlhelfer und Journalisten.

Die Sicherheitslage im gesamten Land ist nicht vollständig stabil. Der Osten des Landes ( Ituri, Nord- und Süd-Kivu) ist nicht befriedet. Dies gilt auch für Teile der Provinzen Katanga und Bas-Congo.
In den Kivu Provinzen werden aktuell Militäraktionen
gegen verbliebene Rebellengruppen durchgeführt. Vor Reisen in diese Regionen wird besonders gewarnt.
In den meisten übrigen Teilen des Landes, einschließlich der Hauptstadt und den großen Städten wie Lubumbashi und Kisangani, ist die Sicherheitslage relativ gut. Die Kriminalitätsrate ist nicht höher als in anderen afrikanischen Ländern.
Mit aktuell erhöhter Militärpräsenz, sind jedoch auch Zwischenfälle mit dem Militär nicht auszuschließen.
Für Europäer, die im Kongo leben, ist es ratsam Spannungsgebiete zu meiden oder sich von Einheimischen begleiten zu lassen.
Das kongolesische Volk ist normalerweise aufgeschlossen und freundlich gegenüber Ausländern. In Krisensituationen besteht jedoch oft die Gefahr, dass Europäer lokalen Konfliktparteien zugeordnet und angegriffen werden.

Es besteht eine Vielzahl von Verboten, die mit der Sicherheitslage begründet und teilweise kurzfristig geändert werden. Dazu gehört das Fotografieren, insbesondere der Flughäfen, von militärischen Einrichtungen, von Gegenständen mit strategischer Bedeutung oder auch von uniformierten Personen. Die Trennlinie zwischen Verbotenem und Erlaubtem ist nicht immer erkennbar.
Im Zweifelsfall ist es immer ratsam mit kongolesischen Bekannten und Freunden Rücksprache zu nehmen und Verhaltensempfehlungen einzuholen. Das gut funktionierende Handy-Telefonnetz kann auch in diesem Fall sehr hilfreich sein.
In vielen Gebieten, einschließlich der großen Städte wie Kinshasa, Lubumbashi oder Kisangani, fehlt es an Dienstleistungen wie Wasser, Strom und Gesundheitsversorgung
. Oft ist die Verwaltung sehr unzureichend und nahezu zusammengebrochen.
Die hygienischen Verhältnisse sind im Allgemeinen schlecht. Sanitäre Anlagen, wenn überhaupt vorhanden, sind in einem desolatem Zustand.
Die Möglichkeit guter fachärztlicher Versorgung ist eingeschränkt und die allgemeinen Krankenhauseinrichtungen sind unzureichend. Durch das Zusammenbrechen der Infrastruktur ist im Landesinneren die medizinische Versorgung
höchstens nur noch in Missionskrankenhäusern vorhanden.
Die häufig auftretenden Krankheitsbilder sind Durchfallerkrankungen, verursacht durch Amöben, Würmer oder Bakterien bzw. Viren sowie Hepatitis und Malaria.
Das reisemedizinische Infoservice
Portal "Fit for Travel" in München, empfiehlt zur Malaria-Vorbeugung vor allem den Schutz vor Mückenstichen. Dazu sind langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc. hilfreich. Auch eine Vorbeugung mit Medikamenten wird empfohlen. Daher sollte vor Abreise in Malaria-Risikogebiete (landesweit) eine Beratung beim Facharzt stattfinden.
Zu beachten sind außerdem Erkrankungen wie AIDS, Geschlechtskrankheiten und Tuberkulose.
Landesweit besteht ein erhöhtes Cholera-Infektionsrisiko. Daher sind sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen empfohlen.
Der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung ist bereits am Flughafen - bei der Einreise in die Demokratische Republik Kongo - Pflicht.
Angesichts der klimatischen und teilweise auch sozialen Belastungen ist eine gute Ernährung besonders wichtig.
In den großen Städten können die europäischen Grundnahrungsmittel erworben werden. Da es sich fast ausschließlich um Importe aus Südafrika, Brasilien und Europa handelt, sind die Preise etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.
Obst und Gemüse gibt es saisonal auch aus lokaler Produktion. Da die Kleinproduzenten häufig sehr unachtsam mit chemischen Pflanzenschutzmitteln umgehen, sollte man nur solche Produkte erwerben, deren Produktionsweg bekannt ist. Weiterhin sollte beim Verzehr von Fisch und Fleisch darauf geachtet werden, dass es gut durchgebraten ist.
Es ist absolut wichtig, niemals Trinkwasser aus der Leitung oder aus öffentlichen Wasserstellen zu benutzen. Hier ist anzuraten, abgefülltes Wasser aus gut versiegelten Wasserflaschen oder gefiltertes bzw. abgekochtes Wasser zu verzehren.
Bei Softdrinks und Bier sollte immer darauf geachtet werden, dass die Flaschen innen sauber und gut verschlossen sind.
Karl Wirtz ist Diplomagraringenieur und seit 35 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig.
Seit 1981 bereist er regelmäßig die DRKongo. Neben ländlicher Entwicklung und Ernährungssicherung interessiert er sich besonders für sozial-politische Aufgaben, Konfliktlösungen und interkulturelle Zusammenarbeit.
Ergänzend zu seiner Tätigkeit als Regionalreferent bei Misereor ist er als Fachberater für verschiedene Organisationen im südlichen Afrika aktiv. Als Landeskunde-Tutor unterstützt Herr Wirtz die Arbeit der GIZ/AIZ für die DRKongo und Südafrika.
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Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2011 aktualisiert.
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