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Tagesaktuelle Informationen zu Jordanien finden Sie in der jordanischen Internetzeitung Ammon News
, auf dem kommerziellen panarabischen Internetportal Al-Bawwaba
, auf dem Internetportal Jordan Daily
(gehört zum World News Network), in der Online-Fassung der staatlich kontrollierten englischsprachigen Tageszeitung Jordan Times
und bei dem unabhängigen Internet-Fernsehkanal Jordan Days
. Die Stadtverwaltung
des Großraums Amman (Greater Amman Municipality, kurz GAM) informiert auf Arabisch und Englisch. Ein in Amman ansässiger spanischer Übersetzer und die renommierte spanische Radiokorrespondentin Carla Fibla führen in Amman einen spanisch-arabischen journalistischen Blog
mit tagesaktuellen Informationen und Hintergrundgeschichten über Jordanien und die Region.
Schon etwas älter, aber bezug auf manche strukturelle Fragen immer noch von Interesse ist das Länderprofil Jordanien der US Library of Congress
von 2006.
Weitere kostenlos einsehbare Übersichtskarten zu Jordanien
und zur Region Nah- und Mittelost
hat die Universität Texas ins Internet gestellt, sowie Unimaps
Unmittelbare Nachbarn Jordaniens sind der Irak, Israel, Saudi-Arabien, Syrien und die palästinensischen Autonomiegebiete im israelisch besetzten Westjordanland. Jordaniens Außengrenzen sind insgesamt 1636 Kilometer lang. Die längste Einzelgrenze ist die zu Saudi-Arabien, mit 744 Kilometern. 1965 wurde Jordanien nach Verhandlungen mit Saudi-Arabien ein rund 22 Kilometer langer Küstenstreifen südlich von Aqaba zugesprochen. Jordaniens Meeresküstenlänge (Aqaba ist der einzige Zugang zum Meer) beträgt damit heute 26 Kilometer.
Seit 1950 und auch nach der Besetzung durch Israel im Jahr 1967 zählten die drei westlich des Jordans gelegenen Distrikte Jerusalem, Hebron und Nablus (West Bank) ebenfalls zum Verwaltungsgebiet Jordaniens. 1988 gab König Hussein I. alle staatsrechtlichen Ansprüche auf das Westjordanland auf und erklärte, dass er die PLO für zuständig hielte. Im israelisch-jordanischen Friedensvertrag vom 26.10.1994
wurde der Grenzverlauf zwischen dem Toten Meer und Aqaba festgelegt. Jordanien erhielt 380 qkm Land zurück, das ihm nach alten Karten gehörte. Mit einer weiteren Gebietsrückgabe im Norden erhielt Jordanien wieder Zugang zum Zusammenfluss von Yarmuk und Jordan.

Das Jordan Tourism Board
bietet im Internet auch in deutscher Sprache wertvolle Informationen, die sowohl für durchreisende Touristen interessant sind als auch für AuslandsmitarbeiterInnen, die länger in Jordanien bleiben werden. Unter anderem gibt es detaillierte Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen, Sportmöglichkeiten, Restaurants und vieles mehr. Zur Einstimmung lohnt sich auch ein Blick in den umfangreichen Blog der Wahljordanierin Ruth Caswell
(Achtung: viele wertvolle Infos, abrer nicht mehr laufend aktualisiert), auf die Seite des deutschen Fotografen Lutz Jäkel
oder in eins der zahlreichen Reisetagebücher
deutschsprachiger TouristInnen. Lesenswert ist auch der Bericht über eine Studienreise der Universität Rostock
aus dem Jahr 2005.
Das Portal Globalvoices
gibt einen guten Überblick über die politisch engagierte jordanische Blog-Szene. Der Designer Ahmed Humeid
kommentiert auf unterhaltsame Art den Alltag sowie politische und kulturelle Ereignisse. Der mit Abstand populärste und mehrfach ausgezeichnete jordanische Blogger Naseem Tarawneh kommentiert unter dem Namen Schwarze Schwertlilie
das Zeitgeschehen und präsentiert Ausschnitte aus der jordanischen Presse.
Die Daten des Jordanischen Amtes für Statistik
sind wie alle offiziellen Daten der jordanischen Regierung kritisch zu behandeln, da die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit in Jordanien nicht garantiert sind.
Die Vereinten Nationen
sind in Jordanien als entwicklungspolitischer Akteur präsent. Wie Jordanien in bezug auf gesellschaftliche Schlüsselthemen im regionalen Vergleich dasteht, darüber soll die regionale UN-Unterorganisation für Westasien ESCWA
informieren. Die Handhabung der Vergleichsstatistiken ist allerdings etwas mühsam.
Jordanien ist trotz seiner geringen Ausdehnung landschaftlich sehr vielfältig und reizvoll
. Die Topografie
des Landes ist maßgeblich durch den Jordangraben
geprägt. Im Norden des Landes dominieren mediterrane Hügellandschaften mit Kiefern- und Eichenwäldern, im Jordantal wachsen zum Teil Tropenfrüchte. Der weite Osten und Süden des Landes sind nahezu ausschließlich Wüste. Der Wasserspiegel des Toten Meeres
markiert mit 420 Metern unter NN den tiefsten Punkt der Erdoberfläche. Am höchsten Punkt des Landes, dem Jabal Umm Adaami (1854m) im südjordanischen Wadi Rum
sind die spektakulärsten Ergebnisse des gigantischen Erdbebens zu sehen, das vor schätzungsweise 30 Millionen Jahren den ostafrikanischen Graben nach Norden verlängerte.

Man unterscheidet in Jordanien von Westen nach Osten gesehen drei Großlandschaften, die jeweils in Nord-Süd-Richtung verlaufen:

Das Wetter
und das allgemeine Klima
Jordaniens empfinden die meisten Europäer als angenehm. Im Norden des Landes einschließlich der Hauptstadt Amman
herrscht Mittelmeerklima mit feuchten, relativ milden Wintern (Achtung: in Amman kann es schneien!) sowie langen, trockenen Sommern, die in Amman aufgrund der Höhenlage und des Windes in der Regel relativ mild verlaufen. Im größten Teil des restlichen Landes herrscht kontinentales Wüstenklima. Im Wadi Rum und in Aqaba steigen die Temperaturen im Juli und August zwar schon mal bis auf 48 Grad, aber aufgrund der Trockenheit und der nächtlichen Abkühlung ist die Hitze bei durchschnittlicher Kondition gut zu ertragen. Ausnahme: das Jordantal
, dessen tropisch anmutende feuchtheiße Temperaturen schon im Juni derart quälend werden können, dass auch viele Jordanier in die kühleren Höhenlagen flüchten. Ausflüge ans Tote Meer und Umgebung sind deshalb im Juli und August eher nicht zu empfehlen, schon gar nicht mit kleinen Kindern.
Die Niederschlagsmengen sind in Jordanien im allgemeinen gering und variieren beträchtlich: Zwischen 700 mm im Norden und Nordwesten und 50 mm im Süden des Landes. Am kältesten ist die Zeit von Mitte November bis Mitte Februar.

Wie die ganze Levante, ist auch Jordanien im Frühjahr und Herbst regelmäßig vom Khamsin
betroffen, einem heißen, Schirocco-ähnlichen Wind aus Süd-Südost, der zwar meist nur ein bis zwei Tage dauert, sich aber zu einem echten Sandsturm entwickeln kann, mit negativen Folgen für die Ernte. Der Khamsin kündigt sich durch fallenden Luftdruck und einen eingetrübten Himmel an. In den Monaten Juni bis September bringt der sogenannte Shamaal
, ein bis zu 10 Tagen andauernder Wind aus dem arabisch/persischen Golf, ebenfalls vermehrt Trockenheit und Hitze mit sich. Nach Sonnenuntergang macht sich der Shamaal oft als angenehme Brise bemerkbar.
Wasser
Der Wassersektor
ist aufgrund der extremen Wasserknappheit ein Schlüssel-Politikfeld in Jordanien. Das jordanische Wasserministerium
ist formell zuständig für die Wasserpolitik. Die Wasserressourcen
umfassen natürliche und künstliche Oberflächengewässer wie Flüsse, Seen, Kanäle und Stauseen sowie Tiefengrundwasservorkommen und (auf lange Zeit nicht nachfließende) "fossile" Wasservorräte wie das Disi-Aquifer in Südjordanien.
Jordaniens wasserreichste Flüsse sind der Jordan und der Yarmuk. Der Jordan
(arab. al-urdunn), Namensgeber des Landes, entsteht im Länderdreieck Libanon/Israel/Jordanien aus den Quellflüssen Hasbani, Dan und Banias. Er mündet in den Tiberiassee (See Genezareth) und fließt anschließend weiter nach Süden, wo er sich nacheinander mit dem aus Syrien kommenden Yarmuk sowie den jordanischen Flüssen Zarqa und Mujib vereinigt, um schließlich im Toten Meer zu münden. Gemessen an seiner welthistorischen und politischen Bedeutung ist der Jordan ein relativ kleiner Fluss, der im Hochsommer und im Herbst teilweise sehr wenig Wasser führt. Während der Regenzeit von November bis Januar können der Jordan und seine Zuflüsse jedoch unverhofft Überschwemmungen auslösen, die immer wieder zahlreiche Menschen das Leben kosten und die Infrastruktur beschädigen.
Da die Landwirtschaft in Jordanien nahezu vollständig auf künstliche Bewässerung angewiesen ist, hat der Ausbau der entsprechenden Infrastruktur in Jordanien seit Jahrzehnten Priorität. Unterstützung kommt dabei u.a. von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
, die seit Anfang 2011 die Tätigkeiten der - mittlerweile nicht mehr existierenden - Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt) vereint.
Bereits in den 1950er und 1960er Jahren entstanden im Dibbin-Park nördlich von Amman der King-Talal-Damm und im Jordantal der heute 110 Kilometer lange King-Abdullah-Kanal, der die landwirtschaftliche Erschließung großer Teile des Jordantals ermöglicht hat. Mittlerweile gibt es in Jordanien auch ein gutes Dutzend weiterer Staudämme, die hauptsächlich der landwirtschaftlichen Bewässerung dienen sollen.
Rohstoffe
Jordanien verfügt nur über wenige Rohstoffe
. Wichtig sind Phosphat sowie Pottasche (hier steht Jordanien weltweit an fünfter Stelle). Von Bedeutung sind außerdem die im Verhältnis zur Größe nicht unerheblichen Uranvorräte des Landes. Durch neue Verfahren soll in Zukunft im Rahmen der Phosphatverarbeitung zusätzlich Uran in erheblichen Mengen produziert werden. Das Uran soll unter anderem den Bau und Betrieb des ersten jordanischen Kernkraftwerkes bis 2015 ermöglichen. Entsprechende Verträge wurden im Sommer 2008 mit Frankreich und China unterzeichnet. Jordanien besitzt Erdgas und Erdöl
(Erdöl u.a. als Ölschiefer und Teersand in Azraq), allerdings ist nicht ganz klar, in welchem Umfang. Bislang ist Jordanien bei der Energieversorgung zu 95% auf Importe angewiesen. In geringeren Mengen besitzt Jordanien auch Kupfer, Eisen und Schwefel.
Die königliche Naturschutzgesellschaft RSCN
unterhält zahlreiche Projekte zur Dokumentation und zum Schutz der trotz knappen Wassers erstaunlich vielfältigen jordanischen Flora. Die Konvention über Biodiversität
hat Jordanien 1992 unterzeichnet und 1993 ratifiziert. In 2004 ratifizierte Jordanien das Protokoll über biologische Sicherheit
von Cartagena.
Das drängendste Problem in Jordanien ist die Wasserknappheit
, in Kombination mit unzureichendem Wasser-Management und dem zwar von 3,8% auf 2,3% gesunkenen, für die Ressourcen des Landes aber immer noch zu starken Bevölkerungszuwachs. Das ohnehin knappe Grundwasser wird permanent übernutzt, die Versorgung ist deshalb prekär.
Der Pro-Kopf-Verbrauch an Trinkwasser liegt zwar etwas niedriger als im benachbarten Israel, das wegen seines hohen Wasserverbrauchs und seiner einseitigen Ausbeutung regionaler Wasserressourcen immer wieder in die Kritik
gerät. Dennoch werden die erneuerbaren Grundwasservorräte seit Jahren übernutzt und sind teilweise akut vom Austrocknen und Versalzung bedroht. In der Oase Azraq
war dies bereits in den 1980er Jahren der Fall, mit negativen Folgen für die Landwirtschaft und für die Zugvögel, die in dem Feuchtgebiet Rast machten. Seit einigen Jahren wird Azraq rehabilitiert.
Eine zentrale Frage ist, wie angesichts der knappen Ressourcen die Trinkwasserversorgung dauerhaft gesichert werden kann. Jordaniens Regierung favorisierte bislang die Ausbeutung nicht-erneuerbarer fossiler Wasservorkommen, unter anderem aus dem Disi-Aquifer an der Grenze zu Saudi-Arabien. Die Meerwasserentsalzung war zu teuer. Aktuell plant Jordanien den Bau eines Kernkraftwerkes
in Mafraq, nur eine Autostunde von der Hauptstadt Amman entfernt. Mittelfristig sollen 60% des jordanischen Strombedarfs aus Atomkraftwerken gewonnen werden. Die Regierung hofft, dass die Meerwasserentsalzung auf diese Weise erheblich preisgünstiger wird. Die Bevölkerung steht dem Vorhaben jedoch sehr kritisch gegenüber.
Nur knapp ein Prozent des jordanischen Territoriums ist von Wald bedeckt, unter anderem wachsen Zypressen, Eichen und Kiefern. Die Ursachen dieses Mangels sind vielfältig und reichen zum Teil weit in die Geschichte zurück: Neben der Überweidung mußten beispielsweise im 19. Jahrhundert tausende Bäume für den Bau der Hedschas-Bahn
fallen. Aktuell gefährden vor allem zwei Faktoren die wenigen Waldgebiete des Landes: 1) Die intensive Bautätigkeit, vor allem in den attraktiven Hügellandschaften nördlich von Amman und 2) Die hohen Preise für Heizöl, aufgrund derer die Menschen manchmal keine andere Möglichkeit sehen, als Holz zum Heizen aus den Wäldern zu holen. Besonders betroffen sind hiervon die Forstgebiete von Dibbin, Jerash und Ajloun. Die geringe Bewaldung begünstigt die ohnehin fortgeschrittene Bodenerosion und die Wüstenausbreitung, von der Jordanien bereits massiv betroffen ist. Umweltaktivisten versuchen, der Entwicklung unter anderem durch Aufbau eines Umwelt-Friedensparks
entgegenzuwirken. Das Land hat die UN-Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD) ratifiziert und nationale Pläne zur Umsetzung ausgearbeitet, die auf verschiedenen Ebenen (Prävention, Beratung, Strukturmaßnahmen) operationalisiert werden.
Die Luftverschmutzung hat in Jordanien stark zugenommen. Neben veralteten und schlecht ausgerüsteten Industrieanlagen (Z.B. die Erdölraffinerie und das Zementwerk in Zarqa) zählen der Personennah- und Frachtverkehr und die damit verbundenen Abgase zu den Hauptursachen des Smogs. Ein weiteres, auf Dauer sehr gravierendes Umweltproblem ist die schnell fortschreitende Verarmung der Böden. Insgesamt sind ohnehin nur knapp fünf Prozent der gesamten jordanischen Staatsfläche landwirtschaftlich nutzbar. Aufgrund von Überdüngung, Übernutzung und fehlerhafter Bewässerung läßt die Fruchtbarkeit vieler Böden und damit die Qualität der angebauten Produkte nach.
Das jordanische Transportministerium wirkt bei der Entwicklung, Bewirtschaftung und Überwachung der Transport- und Verkehrswege
des Landes mit. Jordaniens Infrastruktur umfasst nach Angaben des Transportministeriums
von Amman nach Aqaba ist autobahnähnlich mit bis zu sechs Spuren ausgebaut
, Amman Marka Airport
, Aqaba Airport)
in Aqaba
transportiert Phosphat vom Toten Meer zum Hafen von Aqaba.Vier von fünf JordanierInnen leben heute in Städten. Auch wenn der offizielle Regierungs-Diskurs immer noch die Rolle des Beduinentums für die nationale Identität betont - die tatsächliche soziale und ökonomische Bedeutung der jordanischen Beduinen ist sehr gering. Weniger als ein Prozent der jordanischen Bevölkerung verdient den Lebensunterhalt mit nomadischer oder halbnomadischer Viehzucht.
Im Ballungsraum Groß-Amman
und Zarqa
wohnen aktuell rund 3,5-4 Millionen Menschen und damit über die Hälfte der Bewohner des Landes. Hinzu kommen noch schätzungsweise eine halbe Million Iraker, sowie eine wachsende Zahl Flüchtlinge aus Syrien. Der Großraum der Universitätsstadt Irbid
im Norden des Landes zählt rund 650.000 EinwohnerInnen. Weitere schnell wachsende Agglomerationen sind Salt
und vor allem Aqaba
. Seit der Gründung der Freihandelszone ASEZA und der gezielten Förderung des Tourismus mausert sich das einst verschlafene Städtchen zum urbanen Zentrum Südjordaniens. Die Bevölkerung hat sich binnen weniger Jahre verdoppelt; aktuell leben schätzungsweise 100.000 Menschen in Aqaba.
Die heutige jordanische Nationalflagge stammt aus dem Jahr 1928 und geht in ihrer Grundstruktur auf die arabische Revolte gegen die Osmanen im Jahr 1916 zurück, die vom Ur-Ur-Großvater des heutigen Königs Abdullah II. angeführt wurde. Die Farben Grün, Weiß und Schwarz stehen für die großen arabisch-islamischen Gründerdynastien: Omayyaden, Abbasiden und Fatimiden. Der siebenzackige weiße Stern auf rotem Grund symbolisiert die sieben Verse der "Fatiha", der ersten Sure des Korans, die für Muslime eine Form des Glaubensbekenntnisses darstellen.
Der Text
der jordanischen Nationalhymne
preist den König und die Dynastie der Haschemiten.
Das jordanische Staatswappen war ursprünglich das Wappen der Haschemiten und geht in seiner heutigen Form auf das Jahr 1921 zurück. Adler und Königskrone verkörpern die Monarchie. Speerspitzen, Krummschwerter, Pfeile und Bogen stehen für Opferbereitschaft und Wehrhaftigkeit. Die Farben des Wappenmantels symbolisieren Opferbereitschaft (rot) und Reinheit (weiß). Der Globus versinnbildlicht die Universalität des Islams. Goldene Weizenähren (rechts) und ein Palmblatt (links) bedeuten Wohlstand. Am Ordensband hängt der grün-rot-goldene, mit Diamanten besetzte jordanische Renaissance-Orden (Wisam al-Nahda) erster Klasse. Über dem Orden befindet sich ein gelbes Spruchband mit der arabischen Aufschrift Abdullah bin al-Hussein (links), König des Haschemitischen Königreichs Jordanien (Mitte), der auf Hilfe und Erfolg durch Gott hofft (rechts).

Die schwarze Iris ist das Symbol der Haschemiten, die ab dem Jahr 1915/1916 die Grundlagen für die Entstehung des jordanischen Staates schufen. Die Haschemiten waren keine Beduinen, sondern städtische Händler aus dem Hejaz, dem Westen des heutigen Saudi-Arabien. Sie waren verantwortlich für die heiligsten Stätten des Islams, Mekka und Medina.
Diese Länderseite wurde zuletzt im Mai 2013 aktualisiert.

Martina Sabra ist freie Trainerin, Journalistin und Evaluatorin. Sie leitet an der Akademie für Internationale Zusammenarbeit der GIZ GmbH seit 1995 Kurse in den Bereichen "Land und Kultur" sowie "Internationale Zusammenarbeit und Islam". Nach dem Studium der Islamwissenschaft (Arabisch, M.A.) und der Ausbildung zur Radiojournalistin bei der Deutschen Welle spezialisierte sie sich auf Marokko
und Jordanien. In Amman arbeitete sie bei der "Jordan Times".
Die jordanische Regierung hat das Gebiet um das Flüchtlingslager Zaatari in Nordjordanien zum Notstandsgebiet erklärt. Aktuell fliehen täglich mehrere tausend Menschen nach Syrien. Bis zum Jahresende könnte die Zahl der in Jordanien lebenden Syrer auf eine Million anwachsen. Die Flüchtlingswelle stellt Jordanien nicht nur vor wirtschaftliche und sicherheitspolitische Probleme: Sie bewirkt auch ökologische Belastungen.
Myriam Ababsa porträtiert in ihrem Buch "Amman de Pierre et de Paix" über zwei Dutzend spannende Persönlichkeiten aus Jordanien: darunter die Alt-Feministin Emily Naffa und den Stadtplaner Rami Daher. Lesenswert! mehr
Die AIZ mit Sitz in Bad Honnef bietet mehr als 50 monatlich stattfindende Trainingskurse zu folgenden Themen an:
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