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Pferde - Symbol des AVK © H. Walther

Geschichte, Staat und Politik

BeschreibungInhalt
Tag der Gründung:22. Mai 1990
Staatsoberhaupt:Abd Rabo Mansour Hadi (seit 25.2.12)
Regierungschef:Mohammed Basindwa (27.11.11)
Politisches System:Parlamentarisches Regierungssystem
Demokratie Status (BTI):Rang 104 (von 128): 2012
Korruptionsindex (CPI):Rang 164 (von 182): 2011

Jemen

Landesflagge Jemen

Geschichte

Alte Geschichte

Jemen wird in seiner Geschichte gern mit der Königin von SabaÖffnet externen Link in neuem Fenster in Verbindung gebracht. In antiker Zeit existierten im Südwesten der Arabischen Halbinsel verschiedene Reiche, von denen das der Sabäer (Hauptstadt Marib) und von Hadramaut die mächtigsten waren. Ihre politische Stärke basierte auf der Lage an der WeihrauchstraßeÖffnet externen Link in neuem Fenster, einem wichtigen Handelsweg nach Europa. Nur so waren die notwendigen wirtschaftlichen Einnahmen möglich geworden. Von den Römern wurde die Region "Arabia Felix" - "Glückliches Arabien" genannt. Mit dem Niedergang des Römischen Reiches war auch das Ende der wirtschaftlichen Glanzzeit der südarabischen Reiche gekommen. Um die Erforschung der sabäischen Geschichte haben sich u.a. auch deutsche Archäologen (DAI)Öffnet externen Link in neuem Fenster verdient gemacht. Seit vielen Jahren werden - mit Unterbrechungen - Grabungen u.a. in MaribÖffnet externen Link in neuem Fenster und SirwahÖffnet externen Link in neuem Fenster vorgenommen, nicht selten mit spektakulären FundenÖffnet externen Link in neuem Fenster.

 

Tempelanlage von Sirwah © DJG/W. Mayer
Tempelanlage von Sirwah © DJG/W. Mayer
Mond-Tempel bei Marib © H. Walther
Mond-Tempel bei Marib © H. Walther

Jemeniten verbinden ihre alte Geschichte vor allem mit den HimjaritenÖffnet externen Link in neuem Fenster (auch Himjaren), dem letzten bedeutenden Reich vor der Islamisierung der Region. Unter ihrer Herrschaft war das Gebiet des heutigen Jemen erstmals vereint worden. Die im 20. Jhd. im Norden regierenden Imame (=Könige) YahyaÖffnet externen Link in neuem Fenster (1904-1948) und AhmedÖffnet externen Link in neuem Fenster (1948-1962)  übernahmen z.B. die Staatsfarbe der Himjaren, das Rot, für ihre Flagge (s. unten). Im südlichen Jemen hingegen begann mit der Besetzung Adens 1839 durch die Briten eine lange Kolonialzeit, die erst mit der Unabhängigkeit am 30.11.1967 endete. Die Hafenstadt AdenÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde 1937 aufgrund ihrer gewachsenen strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung für das British Empire der Krone direkt unterstellt und erhielt den Status einer KronkolonieÖffnet externen Link in neuem Fenster. Das so genannte HinterlandÖffnet externen Link in neuem Fenster der Stadt, in dem lokale Herrscher regierten, stand in Form von ProtektoratenÖffnet externen Link in neuem Fenster ebenfalls unter britischer Kontrolle.

Fahne der Arabischen Republik Jemen
Jemenitische Arabische Republik (1962-1990), Quelle: Wikipedia
Fahne der Demokratischen Volksrepublik Jemen
Demokratische Volksrepublik Jemen (1967-1990), Quelle: Wikipedia

Neue Geschichte

In seiner heutigen Form besteht Jemen seit dem 22. Mai 1990, dem Tag der VereinigungÖffnet externen Link in neuem Fenster des ehemaligen Südjemen und des Nordjemen zur Republik Jemen.

Die bis dahin existierenden zwei jemenitischen Staaten, die Jemenitische Arabische RepublikÖffnet externen Link in neuem Fenster im Norden (Hauptstadt Sanaa) und die Demokratische Volksrepublik JemenÖffnet externen Link in neuem Fenster (auch Volksdemokratische Republik - VDRJ) im Süden (Hauptstadt Aden) hatten sich politisch und wirtschaftlich vollkommen unterschiedlich entwickelt.

Der konservativ-religiöse und stark tribalistisch geprägte Nordjemen stand unter dem Einfluss Saudi-Arabiens und verfolgte eine marktwirtschaftlich orientierte Entwicklung. Südjemen hingegen, das am 30. November 1967 von Großbritannien unabhängig wurde, war bald ein enger Verbündeter der kommunistischen Staaten, von denen es umfassende politische, wirtschaftliche und militärische Unterstützung erhielt. Mit dessen Zerfall ab 1986 kam es zur Annäherung und schließlich zur Vereinigung beider jemenitischer Staaten am 22. Mai 1990. Allerdings war diese Einheit seither nicht nur brüchig, sondern auch immer wieder - bis in die Gegenwart - von SpannungenÖffnet externen Link in neuem Fenster begleitet. Im Frühsommer 1994 kam es zu mehrwöchigen militärischen Auseinandersetzungen, die mit der Gründung der "Demokratischen Republik Jemen"Öffnet externen Link in neuem Fenster (einschließlich einer neuen RegierungÖffnet externen Link in neuem Fenster) zur kurzzeitigen Abspaltung des ehemaligen Südteils geführt hatten. Auch nach der Wiederherstellung der staatlichen Einheit noch im Juli 1994 blieben die Impulse seitens der Regierung für eine volle und gleichberechtigte Integration des Südens aus. Zunehmende Unzufriedenheit, die sich u.a. in eskalierenden Streiks ein Ventil schufen, führten 2007 zur Entstehung der Southern MovementÖffnet externen Link in neuem Fenster, einer losen Vereinigung von Kräften, deren Forderungskatalog von mehr Mitspracherecht für die Bevölkerung des Südens bis hin zur völligen (abermaligen) Abspaltung vom Norden reicht und auch nach den Umbrüchen von 2011 existent ist.

Staat und Verfassung

Die Republik Jemen bezeichnet sich in ihrer am 15./16. Mai 1991 in einer Volksabstimmung angenommenen VerfassungÖffnet externen Link in neuem Fenster (geändert am 28. September 1994 durch das Parlament, Volksabstimmung am 20. Februar 2001) als unabhängigen, arabischen, islamischen und republikanischen Staat. Jemen ist Teil der arabischen und islamischen Nation. Staatsreligion ist der Islam, die Scharia einzige Rechtsquelle. Mann und Frau sind vor dem Gesetz gleich, allerdings werden die Frauen als "Schwestern der Männer mit Rechten und Pflichten auf der Grundlage der Scharia und des Gesetzes" bezeichnet. Garantiert sind die Unabhängigkeit der Rechtssprechung und ein demokratisches Mehrparteiensystem.

Im Vergleich mit seinen Nachbarn kann Jemen weiterhin und insbesondere nach dem (friedlichen) Rücktritt des Langzeitpräsidenten Ali Abdallah Saleh (1978 - 2012) als relativ demokratisch bezeichnet werden. Neben den Wahlen als Ausdruck dieser Demokratie existieren Versammlungs-, Meinungs- sowie Pressefreiheit, überall erkenntlich u.a. am breiten Angebot lokaler Zeitungen. In den letzten Herrschaftsjahren Jahren von Ali Abdallah Saleh war allerdings ein zunehmender Personenkult um seine Person zu spüren (Losungen, Poster, Plakate u.a.m.). Insbesondere Journalisten, die daran Kritik übten, mussten mit Verfolgung und Bestrafung Öffnet externen Link in neuem Fenster rechnen. Auch in der Nach-Saleh-Ära sind die Konflikte nicht gelöst, weiterhin Menschen kommen bei Anschlägen und anderen AuseinandersetzungenÖffnet externen Link in neuem Fenster ums Leben.

Präsident

Abd Rabbo Mansur Al-Hadi
Abd Rabbo Mansur Al-Hadi (www.yementimes.com)

Am 25.2.2012 wurde ein neuer Staatspräsident - als Übergangspräsident - gewählt: Abd Rabbo Mansur al-HadiÖffnet externen Link in neuem Fenster. Nach langen und schwierigen Verhandlungen hatte zuvor der Langzeitpräsident Ali Abdallah SalehÖffnet externen Link in neuem Fenster (1978 - 2012) auf sein Amt verzichtet. Damit war eine Ära im Jemen zuende gegangen.

Bei den 2011 über Monate anhaltenden DemonstrationenÖffnet externen Link in neuem Fenster im Lande war eine der Hauptforderungen der Protestierenden der Rücktritt des Präsidenten Ali Abdallah Saleh, da sie ihn für die zahlreichen Probleme im Lande verantwortlich machen. Die Aktivistin und Trägerin des Friedensnobelpreises 2011 Tawakkul Karman sah in ihm sogar die Quelle des TerrorsÖffnet externen Link in neuem Fenster. Mehrere Vermittlungsversuche mit dem Ziel des Rücktritts - u.a. seitens der GCC-StaatenÖffnet externen Link in neuem Fenster  blieben zunächst ohne Erfolg. Ende November unterzeichnete er schließlich ein AbkommenÖffnet externen Link in neuem Fenster über seinen Rückzug.

Machtfrage: Parlament und Kabinett

Parlament

Das Parlament besteht aus einer Kammer (majlis an-nuwwab) mit 301 Abgeordneten, gewählt für sechs Jahre, zuletzt am 27. April 2003, ist ohne Zweifel in den vergangenen sechzehn Jahren seit der Einheit der beiden jemenitischen Staaten am 22. Mai 1990 zu einem wichtigen demokratischen Instrument geworden.

Die Sitzverteilung im gegenwärtigen Parlament sieht so aus: Allgemeiner Volkskongress (AVK) 229, IslahÖffnet externen Link in neuem Fenster 45, Jemenitische Sozialistische ParteiÖffnet externen Link in neuem Fenster (JSP) 7, Nasseristische Unionistische VolksorganisationÖffnet externen Link in neuem Fenster 3, Partei der Arabischen Sozialistischen Wiedergeburt (Baath) 2, Union der Volkskräfte 1, Al-Haqq-Partei 1, Unabhängige 13. Nur eine Frau ist im Parlament vertreten. Die ursprünglich für April 2009 geplanten ParlamentswahlenÖffnet externen Link in neuem Fenster  wurden wegen Meinungsverschiedenheiten zu Fragen einer Wahlrechtsreform zunächt auf 2011 verschoben, konnten jedoch unter den gegenwärtigen Bedingungen bis jetzt nicht realisiert werden.

Die JSP, die bis zur Einheit 1990 als marxistische Kaderpartei die Führung im Südjemen innehatte, wandelte sich im Zuge der Einheitsverhandlungen Ende der 1980er Jahre zu einer sozialdemokratischen Partei. Dennoch lehnte sie eine Beteiligung an mehreren Wahlen ab, weil diese nach ihrer Auffassung undemokratisch verliefen. Seit 2003 nimmt sie wieder an den Wahlen teil.

Kabinett

Die Leitung des neuen KabinettsÖffnet externen Link in neuem Fenster liegt seit 27.11.2011 in den Händen von Mohammed Salim BasindwaÖffnet externen Link in neuem Fenster, der als Ministerpräsident der Übergangsregierung fungiert.

Einige Ministerien haben Webseiten, nur wenige in Englisch (siehe "Government & Organizations, ..."Öffnet externen Link in neuem Fenster). Sie sind durchaus informativ, geben allerdings die offizielle Meinung wieder.

Neben dem Parlament existiert noch ein so genanntes Beratendes Gremium, Majlis ash-Shurah (Shurah-Rat), mit 111 vom Präsidenten ernannten Mitgliedern.

Gebäude der Staatlichen Kontrollkommission (COCA) in Sanaa
Gebäude der Staatlichen Kontrollkommission (COCA) in Sanaa © H. Walther

Innenpolitik

Allgemein

Der anfänglichen Euphorie über die vollzogene Einheit folgte bald die Ernüchterung: Tief gehende DifferenzenÖffnet externen Link in neuem Fenster zwischen den Vertretern aus dem jeweils anderen Landesteil über die politische Entwicklung und gravierende wirtschaftliche Probleme eskalierten im Mai 1994 zu einem zweimonatigen Bürgerkrieg, in dem der Norden als Sieger hervorging. Die Folge war eine verstärkte Islamisierung des Lebens im Süden, verbunden mit der Durchsetzung der Scharia als einziger Quelle der Rechtssprechung und der Verdrängung aller Frauen aus führenden Positionen. Bis heute steht diese Einheit auf wackeligen Füßen, denn die Differenzen sind keineswegs überwunden. Insbesondere in Aden fühlen sich die Menschen seither als "Kolonie des Nordens".

Innenpolitische Lage

Vor allem in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gab es zahlreiche EntführungenÖffnet externen Link in neuem Fenster von Ausländern. Verantwortlich dafür zeichneten Stammesangehörige, zumeist in den Provinzen Marib und Shabwa. Da staatlicherseits die Forderungen realisiert bzw. deren Realisierung in Aussicht gestellt wurde, kamen die meisten Entführten ohne körperlichen Schaden wieder frei. Staatliches Vakuum in einigen Landesteilen (vor allem um Marib) nutzend entwickelte sich das Land in den Jahren ab etwa 2006 mehr und mehr zu einem Rückzugsgebiet von al-Qaida Öffnet externen Link in neuem Fenster und anderer islamistisch-terroristischer Gruppierungen. Anschläge mit Todesfolge gegen zivile und militärische staatliche Institutionen sowie Ausländer häuften sich. Anfang Juli 2007 wurden in Marib bei einem Selbstmordanschlag mit terroristischem Hintergrund im Jemen sieben spanische Touristen und im April 2009 drei Touristen aus Südkorea getötet. Das Schicksal der im Juni 2009 bei Saada entführten Ausländer, darunter einer deutschen Familie, ist nach wie vor ungewiss.

Zu einem besonders ernsthaften Problem wurde der seit 2004 andauernde Konflikt Öffnet externen Link in neuem Fenster in der nördlichen Provinz Saada. Religiös orientierte schiitische Kräfte unter Führung des Huthi ClansÖffnet externen Link in neuem Fenster kämpfen gegen die Regierung in Sanaa, wobei ihre Motive und Ziele eher diffus sind, aber wohl dennoch von Iran unterstütztÖffnet externen Link in neuem Fenster werden. Alle diversen Vermittlungsversuche blieben bisher ohne sichtbaren Erfolg. Inzwischen kontrollieren die Rebellen größere GebieteÖffnet externen Link in neuem Fenster im Norden und haben mit dem Aufbau quasi-staatlicher Strukturen begonnen.

Eine weitere Gefahr droht aus dem ehemaligen Südjemen. Die o.g. Southern Movement wendet sich verstärkt gegen die übermächtige Dominanz des Nordens im südlichen Landesteil. Zudem wird eine bessere Einbindung des Südens in den Einheitsstaat gefordert. Demonstrationen eskalierten häufig, so dass es Tote und Verwundete zu beklagen gab. Radikale Kräfte innerhalb dieser Bewegung fordern verstärkt eine erneute Eigenständigkeit des südlichen Landesteils. Eine al-Qaida (oder genauer: AQAPÖffnet externen Link in neuem Fenster) nahestehende Gruppierung "Ansar Ash-Sharia"Öffnet externen Link in neuem Fenster nutzte diese Situation und beherrschte mehr als ein Jahr große Teile der Süd-Provinzen Abyan und Shabwa.

Im Rahmen der "Arabellion" demonstrierten auch im Jemen vor allem junge Menschen gegen die Regierung und forderten u.a. den Rücktritt des Präsidenten Ali Abdallah Saleh. Eine der unermüdlichen Initiatorinnen war Tawakkul KarmanÖffnet externen Link in neuem Fenster, die dafür 2011 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde.

Außenpolitik

Den Beziehungen zu Saudi-Arabien wird nach wie vor größte Bedeutung seitens der Regierung beigemessen. Über viele Jahre gab es immer wieder Verstimmungen auf beiden Seiten, die aber in erster Linie dem mächtigen Nachbarn im Norden zuzuschreiben waren, versuchte er doch permanent, sich in die inneren Angelegenheiten Jemens einzumischen. Von jemenitischer Seite wurden sogar die Entführungen von Ausländern - allerdings ohne schlüssige Beweise - Saudi-Arabien angelastet. Andererseits flossen über viele Jahre saudische finanzielle Hilfen ins Land. Am 12. Juni 2000 wurde nach langen und zähen Verhandlungen ein VertragÖffnet externen Link in neuem Fenster über die bis dahin umstrittene Grenze zwischen beiden Staaten unterzeichnet.

Zu allen Nachbarstaaten hat Jemen ein gutes Verhältnis. Seit einigen Jahren bemüht sich das Land um die Mitgliedschaft im GolfkooperationsratÖffnet externen Link in neuem Fenster (GCC). Inzwischen arbeitet es in einigen Gremien des Rates mit.

Anmerkung: Infolge der Situation in Jemen hatten zahlreiche Staaten, darunter Deutschland, ihre Botschaften vorrübergehend geschlossen und auch die politischen Beziehungen minimiert.

Zu zahlreichen Staaten der EUÖffnet externen Link in neuem Fenster bestehen seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen. Ein 1998 unterzeichnetes Cooperation AgreementÖffnet externen Link in neuem Fenster regelt seither die beiderseitigen Kontakte. DeutschlandÖffnet externen Link in neuem Fenster gilt als bevorzugter westlicher Partner und genießt einen ausgezeichneten Ruf, vor allem aus historischen Gründen, so z.B. wegen der klaren Haltung für die Einheit des Jemen im Sezessionskrieg (Mai-Juli 1994) und des starken entwicklungspolitischen Engagements. Diplomatische Beziehungen bestehen seit nahezu 40 Jahren. Regelmäßige Besuche auf höchster Ebene, im Rahmen der Parlamente und der Minister unterstreichen die guten Beziehungen. Präsident Saleh war Ende Februar 2008 zu einem offiziellen Besuch in Deutschland. Anfang März 2005 besuchte der damalige Bundeskanzler Schröder auf seiner Reise in verschiedene arabische Staaten, auch den Jemen. Anfang 2010 machte Außenminister Westerwelle während seiner Rundreise durch Staaten der Arabischen Halbinsel Zwischenstation in Sanaa, wobei er auch eine BegegnungÖffnet externen Link in neuem Fenster mit dem damaligen Präsidenten Saleh hatte. Die politischen Beziehungen zu den USA sind aus bekannten Gründen von einem stetigen Auf und Ab beherrscht, werden von offizieller jemenitischer SeiteÖffnet externen Link in neuem Fenster insgesamt aber als "zuverlässig" bewertet.

Medien

Wer des Arabischen nicht mächtig ist, kann sich auch in Deutschland auf den online-Seiten der englischsprachigen Yemen TimesÖffnet externen Link in neuem Fenster, Yemen ObserverÖffnet externen Link in neuem Fenster und der Yemen PostÖffnet externen Link in neuem Fenster umfassend über die Tagespolitik im Jemen informieren. Sie erscheinen wöchentlich.

Die jemenitische Nachrichtenagentur Yemen News Agency (SABA) Öffnet externen Link in neuem Fenster hat eine aktuelle und informative Website in Englisch. Wichtige Tageszeitungen des Landes, wie das Organ des Allgemeinen Volkskongresses (AVK) Ath-ThawraÖffnet externen Link in neuem Fenster oder des 14. OktoberÖffnet externen Link in neuem Fenster, der Tageszeitung der oppositionellen Jemenitischen Sozialistischen Partei (JSP) sind nur in Arabisch einsehbar.

In den letzten Jahren der Präsidentschaft von Ali Abdallah Saleh wurde die relativ freie Berichterstattung  zunehmend eingeschränktÖffnet externen Link in neuem Fenster. Kritik vor allem an der Amtsführung des Präsidenten hatten immer wieder zu RepressalienÖffnet externen Link in neuem Fenster gegen die betroffenen Journalisten geführt. Völlig tabu sind negativ-kritische Äußerungen jeglicher Art zum Islam. 

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal am 12. März 2013 aktualisiert.

Über den Autor

Heiner Walther - studierte Orientalistik, Islamwissenschaft und Iranistik, arbeitete nach dem Studium als Arabisch-Dolmetscher. Von 1978 bis 1992 unterrichtete er Arabisch und Persisch an der Universität Leipzig.

Seither freiberuflich, organisiert und leitet er Studienreisen in arabische Länder, u.a. nach Jemen, den er aus langjährigen Aufenthalten kennt. Seit 1994 als Tutor für Landesanalyse Jemen, sowie Oman, VAE und Saudi-Arabien und als Arabisch-Sprachlektor bei der GIZ (AIZ) in Bad Honnef tätig. Er ist Beiratsmitglied der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft (DJG). Er hat diverse Arabisch-Lehrbücher und touristische Sprachführer zu verschiedenen arabischen Dialekten verfasst.

Kommentare und Anregungen

Lesetipps & Links

    • Encyclopedia Britannica:
      YemenÖffnet externen Link in neuem Fenster
    • Kopp, Horst (Hrsg.): Länderkunde Jemen: S. 137-158 (Geschichte) und S. 159-169 (Politik)
    • Kropf, Werner: Der Jemen ist ein heißes Land (DDR-Spezialist Ende der 1970er Jahre im Südjemen: Politik + Landwirtschaft)
    • Zenith online "Jemen"Öffnet externen Link in neuem Fenster

     

    Europäische Reisende der Vergangenheit im Jemen:

    • Gerlach, Eva: Aus dem Harem in die Welt (1950er Jahre)
    • Helfritz, Hans: Entdeckungsreisen in Süd-Arabien (1933/1935)
    • Pawelke, Günther: Der Jemen - Das verbotene Land (1958)
    • Stark, Freya: Die Südtore Arabiens (1934)

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