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Wichtiges Exportgut: Kaffee ©R.Trautmann

Wirtschaft und Entwicklung

BeschreibungInhalt
geschätztes BIP (US-$):18,18 Mrd.
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität):4.600 US-$
Rang der menschl. Entwicklung (HDI):120 (von 187)
Anteil Armut (unter 2 $ PPP/Tag, %):35,4
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient):57,7
Anteil alphabetisierte Erwachsene (%):83,6

Honduras

Landesflagge Honduras

Wirtschaftssystem & seine Sektoren

Das neoliberale Wirtschaftssystem in Honduras ist von der äußerst starken Monopolstellung der Oligarchie gekennzeichnet. Die wirtschaftliche Macht konzentriert sich in den Händen weniger (ca. 12) Familien. Die Regierung Zelaya (2005 - 2009) strebte mit einer linksorientierten Politik (ALBA-Beitritt, Mindestlohn, Bürgerpartizipationsgesetz) einen Bruch mit der traditionellen Oligarchie an, welches Unmut bei der Elite hervorrief und damit zum Putsch führte. Nach dem Putsch wurden die Schritte (Austritt aus ALBAÖffnet externen Link in neuem Fenster, Rücknahme des Dekretes zur Landreform, Beschneidung von Partizipationsmöglichkeiten der Bürger) durch die Regierung von Pepe Lobo wieder rückgängig gemacht. Die schlechte wirtschaftliche Situation in Honduras hat jedoch der Regierung Lobo nicht viel Spielraum gelassen, so kamen Themen wie Mindestlohn und PetrocaribeÖffnet externen Link in neuem Fenster wieder auf den Tisch. Aus der extremen Ungleichverteilung der Ressourcen und der ohnehin strukturell schwachen Wirtschaft resultiert die prekäre soziale Lage. Wesentliche Fortschritte in der wirtschaftlichen Entwicklung konnten nicht erreicht werden. Die Reduzierung der Armut gehört nach wie vor zu den goßen HerausforderungenÖffnet externen Link in neuem Fenster der honduranischen Wirtschaft.

Im Weltbank-Ranking "Ease of Doing Business" Öffnet externen Link in neuem Fenstersteht Honduras auf Platz 125 von 183 Ländern. Finanz- und wirtschaftspolitische Standards hält Honduras nur zum Teil ein. 

Bananenplantage
Die Straßen der Nodküste sind gesäumt von Bananen-, Ananas- und Ölplmenplantagen.
Ananaspflanze
Ölpalmen

Honduras ist nach wie vor ein Agrarstaat. Die traditionellen landwirtschaftlichen Exportprodukte (v.a. BananenÖffnet externen Link in neuem Fenster und KaffeeÖffnet externen Link in neuem Fenster ) sind nach der Maquila-Industrie die wichtigsten Stützen der honduranischen WirtschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster. Allerdings ist die honduranische Wirtschaft sehr störanfällig, was sich seit Jahren in der Energiekrise und derzeit bei den Schwankungen im Kaffeepreis deutlich wird. Weitere wichtige Exportprodukte sind Schalentiere (Krabben, Langusten), PalmölÖffnet externen Link in neuem Fenster (auch für die Herstellung von BiodieselÖffnet externen Link in neuem Fenster) und Holz.

Im Agrarbereich werden derzeit Hoffnungen auf die Cluster-BildungÖffnet externen Link in neuem Fenster bzw. auf die Bildung von "Produktionsketten"Öffnet externen Link in neuem Fenster gesetzt. Der KlimawandelÖffnet externen Link in neuem Fenster stellt eine große Gefahr für Honduras, v.a. für seine Landwirtschaft, dar.

Die Forstwirtschaft (auch in RegenwaldgebietenÖffnet externen Link in neuem Fenster, insbesondere aber der Export von Nadelhölzern des Hochlandes) stellt nach wie vor einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, wobei der legale und v.a. der illegale HolzeinschlagÖffnet externen Link in neuem Fenster zu einem der größten ökologischen Probleme des Landes geworden ist. Im Departement OlanchoÖffnet externen Link in neuem Fenster ist eine für honduranische Verhältnisse starke zivilgesellschaftliche OppositionÖffnet externen Link in neuem Fenster gegen die Abholzung entstanden. Ein 2008 in Kraft getretenes neues Forstgesetz hatte über acht Jahre bis zur Verabschiedung im Parlament gebraucht. Das unter Mitwirkung der deutschen EZ formulierte Ley Forestal de Áreas Protegidas y de Vida Silvestre gibt nun Anlass zu Hoffnung auf mittelfristige Verbesserungen in diesem Bereich. Es sieht u.a. lange Haftstrafen für illegalen Holzeinschlag vor. Die ehemalige Forstbehörde AFE-COHDEFOR, die als Hort von Korruption und Raubbau galt, wurde durch ein neues Institut (Instituto Nacional de Conservación y Desarrollo Forestal, Áreas Protegidas y Vida Silvestre, ICFÖffnet externen Link in neuem Fenster) ersetzt.

Holztransport in Olancho
Holztransport in Olancho. Ein Großteil des Holzes wird illegal geschlagen. © D.Dreißig

Hoffnung für die Wirtschaft des Landes liegt u.a. auf der Maquila-IndustrieÖffnet externen Link in neuem Fenster: In den zoll- und so gut wie steuerbefreiten Sonderwirtschaftszonen, v.a. in und um San Pedro Sula und CholomaÖffnet externen Link in neuem Fenster, lassen asiatische und nordamerikanische Unternehmen zu Niedrigstlöhnen TextilienÖffnet externen Link in neuem Fenster, Elektrogeräte und andere Konsumgüter v.a. für den US-Markt anfertigen. Einerseits schafft die Maquila-Industrie zwar dringend benötigte Arbeitsplätze (momentan ca. 100.000 Beschäftigte) vorrangig für junge Frauen, andererseits trägt dieser Industriezweig nicht zum Bruttoinlandsprodukt bei und ermöglicht nur sehr begrenzt wirtschaftliches Wachstum. Hinzu kommt, dass die ArbeitsbedingungenÖffnet externen Link in neuem Fenster in den Maquilas menschenrechtsverletzendÖffnet externen Link in neuem Fenster sind.

Das westliche Hochland bietet Potenzial für Agrotourismus.
Urlaub auf Kaffeefincas wird von Kooperativen im westlichen Honduras angeboten.
Utila - Taucherparadies
Utila - Paradies für Taucher

Auch der TourismusÖffnet externen Link in neuem Fenster wird von vielen Honduraner/-innen als Chance gesehen. Die Maya-Ruinen von CopánÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Strände der Karibik und das Taucherparadies der Bay-Islands Öffnet externen Link in neuem Fensteraber auch die ethnisch-kulturelle Vielfalt ziehen von Jahr zu Jahr Reisende an. Kreuzschiffe legen regelmäßig vor allem auf Roatán an. Goße Tourismusprojekte, wie der Ausbau der Bucht von TelaÖffnet externen Link in neuem Fenster, sollen wirtschaftlichen Aufschwung bringen. Dabei sind jedoch ökologischeÖffnet externen Link in neuem Fenster und kulturelleÖffnet externen Link in neuem Fenster Probleme vorprogrammiert. Der ländliche Raum birgt Potenzial für AgrotourismusÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Daten und Statistiken zur Wirtschaft

Einen Überblick in Zahlen über die Wirtschaftslage gibt das DatenblattÖffnet externen Link in neuem Fenster des Auswärtiges Amtes. Hier finden sich auch Angaben zur Handelsbilanz. 

Die Weltbank hat wirtschaftlichen Grunddaten im LänderprofilÖffnet externen Link in neuem Fenster. CEPAL -  die Wirtschaftskommission für Lateinamerika Öffnet externen Link in neuem Fensterder Vereinten Nationen gibt regelmäßig Berichte zur wirtschaftlichen Lage der einzelnen Länder heraus.

Auf der Seite der Zentralbank von Honduras (BCH)Öffnet externen Link in neuem Fenster findet man eine Menge Statistisken, die allerdings nicht ganz aktuell sind.

Die Interamerikanische Entwicklunsbank (IDB)Öffnet externen Link in neuem Fenster hat Statistiken die auch Themen wie öffentliche Schulden und Steuereinnahmen umfassen.

Eine Analyse der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation findet man bei der Zentralamerikanischen Bank für wirtschaftliche Integration (BCIE)Öffnet externen Link in neuem Fenster.

Wirtschaftspolitik

Die Wirtschaftspolitik in Honduras zielt auf eine liberale Marktwirtschaft, die von Freihandel und Investitionserleichterungen geprägt ist. Die Regierung von Pepe Lobo hat zu Beginn ihrer Amtszeit ein Plan für Honduras von 2010-2038 vorgelegt (Vision de País 2010-2038Öffnet externen Link in neuem Fenster). Dieser auf 28 Jahre angelegte Plan beinhaltet als einen Schwerpunkt die Armutsreduzierung, die durch den Trickle-down-Effekt Öffnet externen Link in neuem Fenstererreicht werden soll. Die Regierung setzte vor allem auf die Schaffung sogenannter Sonderentwicklungszonen (REDÖffnet externen Link in neuem Fenster) mit MegaprojektenÖffnet externen Link in neuem Fenster und Charter-CitiesÖffnet externen Link in neuem Fenster (Ciudades Modelo). Im September 2012 wurde ein VertragÖffnet externen Link in neuem Fenster zum Bau einer solchen umstrittenenÖffnet externen Link in neuem Fenster Charter-City von Abgeordneten und internationalen Investoren unterzeichnet. Gegen die dazu notwendige Verfassungsreform wurden Klagen eingereicht und der Oberste Gerichtshof entschied sich mehrheitlichÖffnet externen Link in neuem Fenster gegen das Dekret, was die Artikel 304 und 329 geändert hätte. Nach der Absetzung einiger RichterÖffnet externen Link in neuem Fenster des Obersten Gerichtshofes wurde das Gesetz zur Schaffung von SonderentwicklungsregimesÖffnet externen Link in neuem Fenster im Januar 2013 verändert vom Parlament beschlossen, darin sind Verfassungsänderungen der Artikel 294, 303 und 329 vorgesehen. Mit diesen Änderungen können diese Sonderentwiclungsregime überall im Land mit eigener Rechtsform gebildet werden. 

Für die Arbeitsplatzschaffung vor allem der ärmeren Bevölkerungsschicht liegt ein Entwicklungspotenzial in der Förderung von Kleinst-, Klein- und mittelere Unternehmen. Honduras als Agrarstaat kann im landwirtschaftlichen Bereich ein hohes Potenzial entfalten, dazu müsste einerseits die Landwirtschaft modernisiert werden, anderseits müssen die Landrechte, vor allem auch für Frauen, geklärt werden.  

Garifuna-Frauen beim Yucca-Anbau.
Garifuna-Frauen beim Yucca-Anbau.
Gemüsestand auf einem lokalen Markt.
Auf Märkten sind vorrangig KleinunternehmerInnen tätig.

Trotz einiger Rückschläge (Finanzkrise, Staatsstreich) konnte sich die makroökonomische Lage insbesondere seit der Vereinbarung eines Abkommens mit dem Internationalen WährungsfondsÖffnet externen Link in neuem Fenster (IWF) im September 2010 stabilisieren. Im Jahre 2012 konnte die honduranische Wirtschaft ein Wachstum von 3,8% verzeichnen. 

 

Handel und Handelsabkommen

Die USA sind der wichtigste wirtschaftliche Bezugspunkt für Honduras. Nach den Daten des World Factbook der CIAÖffnet externen Link in neuem Fenster werden fast 60% der ExporteÖffnet externen Link in neuem Fenster und fast 50% der Importe mit den USA abgewickelt. In einem gemeinsamen Freihandelsvertrag haben alle fünf zentralamerikanischen LänderÖffnet externen Link in neuem Fenster gemeinsam mit der Dominikanischen Republik den Freihandelsvertrag CAFTA-DRÖffnet externen Link in neuem Fenster (Central America-Dominican Republic-United States Free Trade Agreement) mit den USA geschlossen. Nach der Ratifizierung des CAFTA-DR-Vertrags durch das honduranische Parlament trat er für Honduras am 1. April 2006 in Kraft. Bislang wird die Wirkung des FreihandelsabkommensÖffnet externen Link in neuem Fenster auf das Beschäftigungswachstum und die Armutsreduzierung vorsichtig positiv eingeschätzt.

Geldtransferinstitute findet man auch in ländlichen Gebieten
Geldtransferinstitute sind überall im Land, vor allem auch in ländlichen Gebieten, denn von dort kommen die meisten Migrant/-innen

Die seit Jahren größte Devisenquelle des Landes stellen die Geldüberweisungen der in die USA (oder seltener nach Kanada oder Europa) ausgewanderten Honduraner/-innenÖffnet externen Link in neuem Fenster an ihre in Honduras verbliebenen Familien dar. Im Jahre 2012 betrugen die Überweisungen ca. US-Dollar 2,96 Mrd. und stellen damit 15,7% vom BIP dar. Die wirtschaftliche oder soziale EntwicklungÖffnet externen Link in neuem Fenster des Landes befördert dieser MittelzuflussÖffnet externen Link in neuem Fenster allerdings nur sehr beschränkt, da er vorwiegend für Lebenshaltungskosten ausgegeben wird und nur selten zu Zwecken wie Unternehmensgründung oder Bildung verwendet wird.

Die 6 zentralamerikanischen Länder Honduras, Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama repräsentiert durch die Organisation zentralamerikanischer Staaten (SICA) haben im Juni 2012 das AssoziierungsabkommenÖffnet externen Link in neuem Fenster mit der EU unterzeichnet.Öffnet externen Link in neuem Fenster Das Abkommen ist ein Freihandelsabkommen, aus dem sich eine Reihe von Riskien, Chancen und Herausforderungen für die Region ergeben. Das Abkommen besteht aus 3 Säulen: Politischer Dialog, Zusammenarbeit und Handel. Der Teil zum Freihandel ist vorläufig in diesem Jahr in Kraft getreten. Das Assoziierungsabkommen wurde im Dezember 2012 vom Europäischen Parlament ratifiziertÖffnet externen Link in neuem Fenster, im folgenden Jahr müssen die nationalen Parlamente in der EU und in Zentralamerika abstimmen. Gegen das Assoziierungsabkommen gab und gibt es große ProtesteÖffnet externen Link in neuem Fenster der Zivilgesellschaft. Die KritikÖffnet externen Link in neuem Fenster am Abkommen resultiert daraus, dass das Nord-Süd-Gefälle im Handel untermauert wird. 

Ungleicher Handel: Lokaler Mais und subventionierter Importmais
Freihandel: Lokaler Mais kann nicht mit subventioniertem Importmais mithalten.

HIPC - Initative, Armutsreduzierung und MDGs

Honduras nimmt als hochverschuldetes armes Land (Highly Indebted Poor Country) an der von Weltbank und IWF initiierten HIPC-InitiativeÖffnet externen Link in neuem Fenster zur Schuldenerleichterung teil. Eine Voraussetzung für die Teilnahme an der Schuldenerleichterung ist die Erstellung eines Armutsbekämpfungsprogrammes. Im Jahr 2001 formulierte die honduranische Regierung ihre Strategie zur Bekämpfung der ArmutÖffnet externen Link in neuem Fenster  (Poverty Reduction Strategy Paper - PRSP, Estrategia de la Reducción de la Pobreza - ERP).

Wie es die internationalen Geber verlangen, wurde das PRSP in einem partizipativen Prozess entwickelt, in den wichtige zivilgesellschaftlichen Gruppen eingebunden waren. Auf der Seite PRSP-Watch von VENRO heißt es zum Partizipationsprozess zusammenfassend: "Die Beteiligung von nicht-staatlichen Akteuren am PRSP-Prozess weist Mängel in ihrer Tiefe und Qualität auf und ist insgesamt als enttäuschend zu bezeichnen. Den Partizipationsbemühungen kann bislang nur ein bestenfalls begrenzter Einfluss auf das honduranische PRSP bescheinigt werden." Im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfungsstrategie wurde Honduras ein großer Teil seiner Auslandsschuld erlassen. Die Umleitung der zuvor für Zins- und Tilgungszahlungen vorgesehenen Gelder in die Armutsbekämpfung hat bislang aber noch keine durchschlagende WirkungÖffnet externen Link in neuem Fenster erzielt, weder was die Armut allgemein, noch was speziell die Situation in ländlichen GegendenÖffnet externen Link in neuem Fenster betrifft.

Mit der politischen Krise 2009 kam der PRSP-Prozess zum Erliegen. Für die Regierung von Pepe Lobo ist der Armutsbekämpfungsstragie nur von zweitrangiger Bedeutung und man kann von einem Scheitern des PRSP-ProzessesÖffnet externen Link in neuem Fenster sprechen.  

Mit dem Sozialhilfeprogramm "Bono 10mil"Öffnet externen Link in neuem Fenster, bei dem u.a. arme Familien Barmittel bekommen, wird eine assistenzialistische Politik verfolgt, die langfristig nicht zur Armutsreduzierung beitragen kann. 

Informationen zum PRSP in Honduras:

 

Zivilgesellschaft und PRSP in Honduras:

 

Der  ACI-ERPÖffnet externen Link in neuem Fenster -Fonds wird von einem Zusammenschluss von 27 Gebern bereitgestellt, um die Partizipation der Zivilgesellschaft am PRSP-Prozess zu fördern.

Honduras nimmt am "Proyecto de Integración y Desarrollo de Mesoamérica" (kurz "Proyecto MesoaméricaÖffnet externen Link in neuem Fenster") teil. Das Vorgängerprojekt, der "Plan Puebla Panamá", war v.a. wegen einer zu starken Ausrichtung auf teilweise umweltschädliche und sozial unausgewogene Großprojekte und wegen mangelnder Partizipationsmöglichkeiten der Bevölkerung kritisiert worden.

Honduras wird aller Voraussicht nach die angestrebten Millennium Development Goals nicht erreichen. Beim MDG-Monitor (MDGsÖffnet externen Link in neuem Fenster) ist für die meisten Ziele aufgrund mangelnder Informationen keine Vorhersage. Detaillierte Informationen erhält man von der Pan American Health Organziation (PAHOÖffnet externen Link in neuem Fenster).

Es ist zu hoffen, dass Honduras mit Unterstützung durch den "Global FundÖffnet externen Link in neuem Fenster to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria" dem Erreichen des  MDG Nr. 6 (AIDS-BekämpfungÖffnet externen Link in neuem Fenster) näher kommt.

Internationale Entwicklungszusammenarbeit

Honduras ist in hohem Maße von der internationalen EntwicklungszusammenarbeitÖffnet externen Link in neuem Fenster abhängig.

Nach Hurrikan "Mitch"Öffnet externen Link in neuem Fenster haben sich die wichtigsten Geberländer und -institutionen in der sog. GSDEÖffnet externen Link in neuem Fenster (Grupo de Seguimiento a la Declaración de Estocolmo; auch als "G-16" benannt wegen ihrer 16 Mitglieder) zusammengeschlossen, um ihre Aktivitäten für Wiederaufbau und Transformation zu koordinieren.

Die Gruppe ist die zentrale Instanz der Geberkoordination. Mitglieder sind: Deutschland, KanadaÖffnet externen Link in neuem Fenster, die USAÖffnet externen Link in neuem Fenster, JapanÖffnet externen Link in neuem Fenster , Schweden (das seine staatliche Entwicklungszusammenarbeit mit Honduras 2011 beendet hat), die NiederlandeÖffnet externen Link in neuem Fenster, SpanienÖffnet externen Link in neuem Fenster, ItalienÖffnet externen Link in neuem Fenster , die SchweizÖffnet externen Link in neuem Fenster, FrankreichÖffnet externen Link in neuem Fenster , die EUÖffnet externen Link in neuem Fenster (die ein Country Strategy PaperÖffnet externen Link in neuem Fenster zu Honduras veröffentlicht hat), der IWFÖffnet externen Link in neuem Fenster, die WeltbankÖffnet externen Link in neuem Fenster, die BIDÖffnet externen Link in neuem Fenster (Banco Interamericano de Desarrollo), die BCIEÖffnet externen Link in neuem Fenster (Banco Centroamericano de Integración Económica; mit Sitz in Tegucigalpa) und UNDPÖffnet externen Link in neuem Fenster. Weitere wichtige Geber in Honduras sind das WelternährungsprogrammÖffnet externen Link in neuem Fenster und UNFPAÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Massive finanzielle Unterstützung erhält Honduras von den USA im Rahmen des Millennium Challenge Accounts (MCAÖffnet externen Link in neuem Fenster) für Projekte im (Verkehrs-)Infrastrukurbereich, in der Landwirtschaft und im Bereich der Public-Private Partnership. Die MCA-Mittel flossen übrigens auch nach dem Putsch von 2009 ununterbrochen weiterÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland gehört in Honduras zu den wichtigsten bilateralen Gebern. Honduras ist ein Schwerpunktland der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit Öffnet externen Link in neuem Fenster, thematisch konzentriert sie sich auf die Bereiche GrundbildungÖffnet externen Link in neuem Fenster und Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung und lokale wirtschaftliche EntwicklungÖffnet externen Link in neuem Fenster. In den Regierungsverhandlungen von Januar 2011 wurde Honduras ein Betrag von 30 Mio. EUR für 2011 und 2012 zugesagt.

Die wichtigsten in Honduras vertretenen deutschen EZ-Institutionen sind GIZ Öffnet externen Link in neuem Fenster (Zusammenschluss von GTZ, DED, InWEnt), KfWÖffnet externen Link in neuem Fenster, FESÖffnet externen Link in neuem Fenster, CIM Öffnet externen Link in neuem Fensterund FNStÖffnet externen Link in neuem Fenster. Brot für die Welt Öffnet externen Link in neuem Fenster(beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung) führt ebenfalls Projekte in Honduras durch.

Die deutsche BotschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster in Tegucigalpa hat eine Aufstellung der in Honduras tätigen Institutionen.

Vom BMZ liegt ein Evaluierungsbericht (Länderprogramm-EvaluierungÖffnet externen Link in neuem Fenster ) über die deutsche EZ in Honduras vor.

Außer der bilateralen Zusammenarbeit leistet Deutschland auch im Rahmen der multilateralen Kooperationen einen Beitrag (Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank, EU). 

 

 

 

Autorin

Rita Trautmann, Jahrgang 1970, Ethnologin, ist seit 2008 Landestutorin in der AIZ für Honduras. Sie war mehrere Jahre in Honduras tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind:  Bildungsarbeit, Globales Lernen, Organisationsentwicklung und Projektmanagement.

Ich freue mich über Anregungen und Kommentare (Kontaktformular).

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2013 aktualisiert.

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