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Aufgrund seiner schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage gehört Haiti nicht zu den typischen Reisezielen und ist touristisch kaum erschlossen. Es empfiehlt sich daher unbedingt, die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes
durchzulesen. Informationen erhält man auch durch die Haitianische Botschaft
in Berlin oder die Deutsche Botschaft
in Port-au-Prince.
Bei Reisen nach Haiti sollte man sich nicht ausschließlich auf elektronische Zahlungsmittel verlassen. Es ist zwar an einigen Stellen möglich mit der EC-Karte Geld abzuheben, die Funktion der Automaten ist aber nicht immer garantiert. Zahlreiche größere Geschäfte, Hotels und Restaurants akzeptieren offiziell verschiedene Kreditkarten, aber auch sollte man ausdrücklich nachfragen, ob die Zahlung per Karten möglich ist. Geld wechselt man am günstigsten in großen Supermärkten, die in der Regel über eine Wechselstube verfügen. Die Wartezeiten in Banken sind enorm lang und die Wechselkurse ungünstiger. Die haitianische Währung ist der Gourde, der Wechselkurs steht bei ungefähr 40 Gourde/ 1 US-$. Es ist ebenfalls möglich Euros zu tauschen; für einen Euro bekommt man ca. 50 Gourde. In manchen Geschäften und auf den Märkten begegnet man Preisangaben in Dollar. Man muss dabei allerdings beachten, dass es sich nicht um die US-Währung handelt sondern um sogenannten haitianische Dollar, einer fiktiven Währung, bei der 1 Dollar 5 Gourde entspricht. Diese Angaben stammen noch aus der Zeit, als der Kurs des Gourde fest an den Dollar gekoppelt war.

Das Auswärtige Amt
hat für Haiti derzeit eine Reisewarnung ausgesprochen. Besonders in der Hauptstadt Port-au Prince ist die Kriminalität hoch und die Sicherheitslage
angespannt. Entführungen und Überfälle sind an der Tagesordnung. Für Neuankömmlinge ist es daher ratsam, sich bei der Ankunft vom Flughafen abholen zu lassen. Generell sollte man sich zumindest anfangs in Begleitung einer ortskundigen Person bewegen, da das Stadtbild von Port-au-Prince noch vom Erdbeben geprägt ist und Karten oftmals nicht bei der Orientierung helfen. Darüber hinaus kann man als außenstehende Person nicht ohne weiteres alle Bereiche der Stadt ungefährdet betreten. In den ländlichen Regionen ist die Sicherheitslage wesentlich entspannter
Die Gesundheitsversorgung
in Haiti ist generell, aber vor allem auf dem Land, eingeschränkt. Bei Reisen nach Haiti sollte man beachten, dass vor allem in der Zeit von Mai bis November erhöhte Gefahr einer Malariainfektion besteht. Daher ist auf entsprechende Prophylaxe, bzw. das Mitführen von Medikamenten und eines Moskitonetzes angeraten. Aufgrund der zurzeit grassierenden Cholera-Epidemie sollte man sehr penibel auf die Einhaltung hygienischer Maßnahmen achten. AIDS stellt ein weiteres Gesundheitsproblem in Haiti dar. Generell sollte man beachten, dass haitianische Apotheken nicht immer gut bestückt sind und regelmäßig benötigte Medikamente sowie eine Notfallapotheke sicherheitshalber mitführen. Allgemeine Hinweise zum Impfschutz erhält man bei niedergelassenen Ärzten oder Tropeninstituten
.
Aufgrund der defizitären Infrastrukturen gestalten sich Reisen
im Land schwierig. Der Nahverkehr besteht im Wesentlichen aus Sammeltaxis, den sogenannten Tap-Taps und ist informell. Das bedeutet, dass sich die Abfahrtzeit nach dem Füllstand des Verkehrsmittels richtet und nicht genau festgelegt ist. Ein Schienennetz ist nicht vorhanden. Außerhalb der Städte beschränkt sich das ausgebaute Straßennetz auf zwei Hauptverkehrsadern: Die Route Nationale 1 in den Süden und die Route Nationale 2 nach Cap Haitien. Selbst diese beiden Straßen befinden sich in desolatem Zustand, vor allem die Straße in Richtung Süden ist nach dem Erdbeben noch immer nicht vollständig in Stand gesetzt. Landstraßen sind in der Regel unbefestigt und während der Regenzeiten aufgrund von Überschwemmungen häufig nicht befahrbar. Vor allem in der Nacht gestalten sich Überlandfahrten wegen der Straßenverhältnisse und der riskanten Fahrweise vieler Verkehrsteilnehmer ausgesprochen schwierig. Dennoch ist das private Auto neben den Sammeltaxis das Hauptverkehrsmittel. Inzwischen ist es möglich, Autos zu mieten. Man sollte aber das Fahrzeug vor Abschluss eines Vertrages genau überprüfen. Größere Städte verfügen in der Regel über einen Flughafen
.
Wer mit Kindern nach Haiti reist und dort längere Zeit bleiben möchte, sollte nicht vergessen, dass das Land noch immer von dem schweren Erdbeben im Januar 2010 gezeichnet ist. So sollte man sich lange im Voraus erkundigen, wie der Schulbesuch zu organisieren ist, denn noch nicht alle Schulen haben die Betrieb wieder uneingeschränkt aufnehmen können. Ein weiterer Punkt, der Beachtung fordert, ist die allgemeine Sicherheitslage, durch die die Bewegungsfreiheit, vor allem die von Kindern, deutlich eingeschränkt ist. Ebenfalls eingeschränkt sind die Freizeitangebote, die sich vor allem auf Petionville konzentrieren.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Oktober 2012 aktualisiert.
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