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Das Binnenland Burkina Faso liegt im Sudangürtel Westafrikas und ist im Nordosten Teil des Sahels, wo es an Niger
und Mali
grenzt. Das Land hat im Norden und im Nordwesten eine in zwei Kleinkriegen (1974, 1985) umstrittene aber endgültig geklärte Grenze mit Mali. Im Süden (von West nach Ost) grenzt Burkina Faso an die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), Ghana
, Togo
und Benin
. Das westafrikanische Binnenland ist mit 274.200 km² etwa so groß wie die alten Bundesländer.
Statistische und demographische Grunddaten werden in Burkina Faso vom Institut National de la Statistique et de la Démographie (INSD
) erfasst und analysiert.
Eine Basisinformation
bietet das Auswärtige Amt. Ausführlichere Informationen
sind im CIA World Factbook zu finden.
Anlaufstelle für alle Belange der Kartographie in Ouagadougou ist das Institut Géographique du Burkina
. Es ist sehr gut ausgestattet und verfügt seit mehr als 20 Jahren über ein eigenes Flugzeug, um Luftaufnahmen zu machen.
Google maps
und bing maps
bieten interaktive Karten.
Neben Google earth zeigt auch geology.com ein Satellitenbild
(Landsat) von Burkina Faso.
Die sicher umfangreichste wissenschaftliche Kartensammlung von Burkina Faso bietet das Institut de Recherche en Développement - IRD
(Institut für Entwicklungsforschung). Es betreibt ein großes Archiv
von historischen Landes- und Landesgebietskarten, die im Rahmen fachspezifischer Forschungen entstanden sind.
Eine weitere Kartensammlung über das Land Burkina Faso, die zur Koordinierung von Katastrophenschutz angelegt wurde, bietet Reliefweb
, ein Portal von OCHA, dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten des UN-Sekretariats. Themen sind die jüngsten Überschwemmungen, Epidemien, Flüchtlingsströme, Nahrungssicherung und Bürgerkriege. Ähnlich erstellte die FAO ihrem Anliegen entsprechende Themenkarten
.
Aufschlußreich können auch Themenkarten und Landkarten-Linklisten
der Universität von Texas in Austin sein.
Außerdem gibt es einfache Landkarten, die jeweils andere Schwerpunkte haben wie
, Burkina Faso (UniMaps)
, die beide die Nationalparks hervorheben,
(65 Sprachen)
.Burkina Faso hat etwa 17 Mio. Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt - laut Schätzungen einer kanadischen Schule
für Angewandte Politik - 64 Einwohner/km². Davon leben fast 80 % ausserhalb von Städten und betreiben in der Mehrheit Subsistenzlandwirtschaft. Seit Jahrzehnten halten Migration und Landflucht an. Die höchsten Bevölkerungsdichten
findet man auf dem Zentralplateau.
Die Bevölkerung umfasst etwa 60 ethnische Gruppen. Die dominierende ist die Mossi-Gruppe mit einem Anteil von mindestens 40 %.
Neben der Amtssprache Französisch sind Mooré, Dioula und Fulfuldé die wichtigsten Verkehrssprachen.
Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist unter 16 Jahre alt.
Die Zahl der Analphabeten liegt mit 78 % sehr hoch.
Über 50 % der Bevölkerung bekennt sich zum Islam, etwa 20 % zu christlichen Konfessionen. Auch wenn sich nach außen nur noch etwa 20 % als Anhänger eines traditionellen "Animismus" bezeichnen würden, praktiziert die große Mehrheit der Bevölkerung über die Konfessionsgrenzen hinweg in irgendeiner Spielart Geister- und Ahnenglaube.
Mindestens 2.000.000 Burkiner leben in der Elfenbeinküste, mehr als 500.000 in anderen Ländern wie Ghana, Frankreich, Italien...
Die wichtigsten Städte
Burkina Fasos sind Ouagadougou
(Hauptstadt) mit ca. 2.050.000 Einwohnern, Bobo-Dioulasso
mit ca. 610.500, Koudougou
mit ca. 150.000, Banfora
mit ca. 94.000 Einwohnern und Ouahigouya
mit ca. 86.000 (geschätzt 2012).
Burkina Faso gehört zu den Ländern Westafrikas mit den niedrigsten Urbanisierungsquoten. Sie beträgt 26 % im ganzen Land. Die Urbanisierungsquote pro Jahr liegt bei 6,2 %. Doch die Hauptstadt
wächst
in einem Schwindel erregenden Tempo. Im Jahr 2025 wird die Einwohnerzahl Ouagadougous auf 5.000.000 zugehen. Vor diesem Horizont entwerfen Stadtplaner einen "Schéma directeur d’aménagement du grand Ouaga" (SDAGO
). Dabei ist das Participatory Slum Upgrading Program (PSUP), das mit Hilfe von UN Habitat umgesetzt werden soll, in die nationale Stadtentwicklungspolitik
eingebettet.
Umfangreiche Informationen über die Verkehrsinfrastruktur bietet ein Weltbank-Bericht
.
Das Straßennetz
von Burkina Faso umfasst laut dem World Factbook der CIA derzeit 92.495 km. Etwa 60 % aller Nationalstraßen (RN) sind asphaltiert, d.h. 3.857 km von insgesamt 6.697 km. Sie bilden die Hauptverkehrsachsen zwischen den größeren Städten und den Nachbarländern. Regional- und Provinzstraßen (8.575 km) sind zum größten Teil befestigte Lateritstraßen (Erdstraßen). Daneben existieren über 75.000 km ländliche Pisten ohne Straßenbelag, die in der Regenzeit nur schwer passierbar sind. Zwischen allen Städten Burkina Fasos verkehren private Buslinien. Neben Überlandbussen werden oft Minibusse („Taxi-brousse“) eingesetzt.
Die einzige Bahnlinie
wurde während der Kolonialzeit in verschiedenen Etappen zwischen Ouagadougou, Koudougou, Bobo-Dioulasso, Banfora und der Grenze zur Elfenbeinküste gebaut. Von dort ist sie weiter mit dem Hafen von Abidjan verbunden. Die Linie wurde während der Herrschaft Sankaras bis Kaya
ausgebaut (bataille du rail). Seit den 1990er Jahren kam es zu Phasen der Privatisierung und Umstrukturierung, die durch den Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste Rückschläge erlitten. Die ein- und meterspurige Strecke umfasst insgesamt 1.264 km, davon 622 km in Burkina Faso.
Im Jahr 2001 - vor der seit September 2002 im Nachbarland herrschenden Krise - wurden 243.041 Personen und ca. 900.000 t Fracht transportiert. Heute verkehren täglich Güter- und Personenzüge zwischen Abidjan und Ouagadougou. Die Rehabilitierung der vorhandenen Bahnstrecke sowie ihre schon immer vorgesehene Erweiterung bis Niamey sind Bestandteil des Regierungsprogramms 2011-2015. Außerdem arbeitet ein kanadischer Entwicklungsdienst zur Zeit an einer Durchführungsstudie für eine eingleisige Bahnstrecke nach Ghana.
Burkina Faso verfügt über zwei internationale Flughäfen: in Ouagadougou und in Bobo-Dioulasso. Die 2001 teilprivatisierte nationale Fluglinie, Air Burkina
, verbindet Ouagadougou mit den westafrikanischen Städten Abidjan, Accra, Bamako, Cotonou, Dakar, Lomé und Niamey und fliegt regelmäßig Paris an. Nordöstlich von Ouagadougou wird zur Zeit ein neuer internationaler Flughafen geplant.
Ouagadougou wird von Air France, Brussels Airlines, Royal Air Maroc, Air Algérie, Ethiopian Airlines und anderen Fluggesellschaften angeflogen.
Neben den beiden internationalen Flughäfen existieren noch etwa 25 kleinere Flugplätze
ohne regelmäßigen Flugverkehr.
Burkina Faso ist ein Flachland. Die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Ebene beträgt weniger als 600 Meter. Nahezu die Hälfte des Landes liegt zwischen 250 und 350 Metern über Normalnull. Zwei große Bereiche lassen sich zunächst unterscheiden: Eine Rumpffläche und ein Sandsteinmassiv.
Die Rumpffläche erstreckt sich über drei Viertel des Landes. Das zum größten Teil monotone Relief ist eine Aufeinanderfolge von weichen Kuppen und geschweiften Tälern. Stellenweise trifft man auf Einzelhügel oder eine Gruppe von Hügeln, die sich auf einige dutzend Meter über der Hochebene (Zentralplateau
oder "Mossiplateau") erheben. Die niedrigen und flachen Teile bestehen aus Granitgestein und Gneis. Die vereinzelten felsigen Massen, die die Erosion überstanden haben, stellen sich in den verschiedensten Formen dar.
Ein Sandsteinmassiv nimmt den Südwesten in der hügeligsten Region des Landes um Orodara ein. Der Ténakourou
stellt dort mit seinen 749 Metern die höchste Erhebung des Landes dar. Die sedimentäre Kuppe primären Sandsteines beherrscht den von eindrucksvollen Steilhängen umgebenden Sockel. Zwischen Bobo Dioulasso und Banfora erstreckt sich eine ca. 150 Meter hohe Steilwand, die „Falaise de Banfora“. Außergewöhnlich geradlinig erstreckt sie sich von Nordosten nach Südwesten. Im Südosten des Landes befindet sich auch ein kleines Massiv (das Massiv von Gobnangou, Chaîne de Gobnangou
) an der Grenze zu Togo und Benin. Dieses endet ebenfalls mit einer senkrechten Felswand mit einer Höhe von bis zu 100 Metern.
Quelle: Atlas du Burkina, Jeune Afrique
Obwohl Burkina Faso flach ist und sehr geringe Niederschlagsmengen verzeichnet, hat es ein verhältnismäßig gut ausgeprägtes hydrographisches Netz, vor allem im südlichen Teil. Die Wasserläufe hängen mit drei Hauptbecken zusammen: das Volta-, das Comoé- und das Nigerbecken.
Das Voltabecken ist das bedeutendste von allen drei Becken. Es erstreckt sich auf das Zentrum und den Westen des Landes und hat eine Fläche von 178.000 km². Das sind über 60% der Gesamtfläche des Landes. Es wird von drei Hauptunterbecken gebildet: Die Becken der Flüsse Mouhoun, Nakambé und Pendjari. Die Zuflüsse dieser drei Becken treffen sich im Zentrum von Ghana, wo sie den Voltasee bilden.
Der Fluss Mouhoun
(ehemals Schwarzer Volta) ist der einzige ständig wasserführende Fluss des Landes mit einem 92.000 km² großen Einzugsgebiet. Der Hauptnebenfluss des Mouhoun ist der Sourou mit einem Einzugsgebiet von 15.200 km². Seit 1984 ermöglichen die im Oberlauf des Zuflusses mit dem Mouhoun installierten Kontroll- und Umleitungsbauten die Speicherung von 250 Millionen m³ Wasser.
Der Fluss Nakambé
(ehemals Weißer Volta) entspringt östlich von Ouahigouya, in einer Region mit einer jährlichen Niederschlagsmenge zwischen 500 - 600 mm. Er hat ein 50.000 km² großes Einzugsgebiet. Der Nazinon (ehemals Roter Volta) dräniert den südwestlichen Teil des zentralen Plateaus. Sein Einzugsgebiet beträgt 20.000 km². Sein Regime ist demjenigen des Nakambé sehr ähnlich. Der Fluss Pendjari
bildet einen Teil der südöstlichen Grenze von Burkina Faso mit Benin. Er hat am rechten Ufer drei Nebenflüsse (Doudodo, Singou und Kompienga), deren Einzugsgebiet ca. 21.600 km² erreichen. Der Fluss Comoé, im Südwesten des Landes, hat ein ca. 18.000 km² großes Einzugsgebiet. Er entspringt in den Felswänden von Banfora. Die verhältnismäßig hohe Niederschlagsmenge dieser Regionen verleiht diesem Fluss in der Zeit von Juni bis September starke Ströme, die 500 m³/s erreichen können.
Im Nigerbecken, das eine ca.72.000 km² große Fläche hat, sind die Flüsse überwiegend endorheisch (d.h., sie erreichen in diesem trockenem Gebiet des Landes den Hauptfluss Niger meist nicht; sie münden in so genannten Endseen, versickern im Beckenboden oder verdunsten). Das sind z.B. der Béli, der Gorouol, der Goudébo und der Dargol. Sie können manchmal großes Hochwasser auslösen. Neben diesen drei Flussbecken gibt es auch noch im Nordosten des Landes in sich geschlossene Becken, die Wasser zu großen und kleinen natürlichen Seen (z.B. die Seen von Tingrela, von Bam und von Dem, die Tümpel von Oursi, von Béli, von Markoye usw.) führen.
Eine vom zuständigen Ministerium eingerichtete Website, Portail du secteur de l’eau au Burkina Faso
, informiert ausführlich über das Wasser und die Wasserpolitik im Lande.
Burkina Faso liegt in der innertropischen Konvergenzzone
und wird somit beherrscht von tropischem Wechselklima zwischen Trockenzeit und Regenzeit. Die Trockenzeit ist gekennzeichnet durch den trockenen heißen Wüstenwind, Harmattan
, der von Nordost nach Südwest weht. Diese Jahreszeit erstreckt sich von Oktober bis März. April ist der Übergangsmonat, in dem der Harmattan von den Monsunwinden
langsam abgelöst wird. Diese Übergangszeit entspricht dem Anfang der Regenzeit, die von Mai/Juni bis September/Oktober dauert. Der Harmattan bereitet bei nächtlicher Abkühlung der Sahara im Januar die niedrigsten Temperaturen bis unter 10°C. Bei Ablösen der Winde im April entstehen bei Windstille die höchsten Temperaturen, manchmal über 45°C im Schatten.
Im Hinblick auf die Niederschlagsmengen können drei große Klimazonen unterschieden werden: Die Sahelzone, die nordsudanische und die südsudanische Zone.
Die sahelische Klimazone
erstreckt sich auf den Norden des Landes zwischen 13° 5' und 15° 3' nördlicher Breite. Sie kennzeichnet sich durch eine schwache Niederschlagsmenge (weniger als 600 mm) und hohe Temperaturen. Die nordsudanischeKlimazone
liegt im Zentrum zwischen 11° 3' und 13° 5 ' nördlicher Breite. Sie hat eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von ca. 750 mm jährlich. Die südsudanische Klimazone
streckt sich auf den Süden zwischen 9° 3' und 11° 3' nördliche Breite. Sie ist gekennzeichnet durch höhere Niederschlagsmengen und niedrigere Durchschnittstemperaturen. August ist der Monat mit der höchsten Niederschlagsmenge und der höchsten Luftfeuchtigkeit (80 %) im ganzen Land. Im März und April erreicht die Verdunstung ihren Höhepunkt (> 400 mm). Entsprechend fallen die Klimadaten
in verschiedenen Städten aus.
Die Ursachen des Klimawandels
in Sahelgebieten, insbesondere der Rückgang der Niederschläge
in den 1970-80er Jahren, konnten auch in zahlreichen Studien
nicht eindeutig geklärt werden. Ein Zusammenhang zwischen Niederschlagsmengen im Sahel und der Temperatur der Ozeane konnte jedoch festgestellt werden. In den letzten Jahren traten extreme Klimaphänomene auf (Hochwasser 2009, Dürre 2011).
Reise-Interessierte können aktuelle Wettervorhersagen
erfragen.
Das sahelische Gebiet setzt sich aus dem eigentlichen sahelischen Vegetationsgebiet im extremen Norden um Gorom Gorom und einem sudano-sahelischen Vegetationsgebiet in Höhe des Zentralplateaus zwischen Ouahigouya und Fada N´Gourma zusammen. Die Vegetation wird dort von Gräsern, Sträuchern, Dornbüschen und Dornbäumen beherrscht. Die Hauptbaumart in der Sahelzone
ist die Akazie
, die sich an verschiedenartige Standorte angepasst und somit eine große Bedeutung für Mensch und Tier (Futter, Dünger) hat. Südlich davon verläuft ein von Sträucherbewuchs bestimmter etwa 100 km breiter Gürtel, der dem sudanischen Gebiet zuzurechnen ist und durch immer stärkere Bewaldung ein sudano-guineisches Vegetationsgebiet im Süden des Landes einleitet. Während in den Übergangszonen der Karitébaum
und der Baobab
die Landschaft bestimmen, wird zunehmend im Süden der Mangobaum
und andere Fruchtbäume zum bestimmenden Element.
Desertifikation
bezeichnet wörtlich „Wüstenmachung“. Menschliches Tun und Unterlassen sind die Hauptfaktoren von Verwüstung, wobei die Erosion, also der Abtrag von fruchtbaren Bodenpartikeln durch Wind und Wasser, nur als letzte ausführende Komponente hinzutritt. Mitte der 1970er Jahre rückte das Problem in Verbindung mit Hungerkatastrophen in das Bewusstsein.
Die Führer der Revolution von 1983-1987 machten die Lebensgrundlagen von 80 % ländlicher Bevölkerung zu ihrem Hauptanliegen und sensibilisierten die Bevölkerung, gegen die drei Hauptursachen der Desertifikation zu kämpfen ("les trois luttes"): Buschfeuer, Abholzung und Überweidung (vor allem Wildfraß von Ziegen).
Seitdem gab es Generationen an Erosionsschutz- und Wiederaufforstungsprojekten. Verschiedene Maßnahmen
wie Bau von Steinreihen, Kompostierung, Baumpflanzungen
, holzsparende Herde… wurden eingeübt. Erfolge
dabei entlarvten den Mythos
, es handele sich bei Desertifikation um naturgegebenes unaufhaltsames Wüstenwachstum.
Desertifikation bleibt in Burkina Faso, wo 80 % der Bewohner in der Landwirtschaft arbeiten, bei steigendem Bevölkerungsdruck und zunehmenden Klimaschwankungen, eine tickende Zeitbombe.
International beteiligt sich Burkina Faso stark in der Bekämpfung von Wüstenbildung: Der Sitz des CILSS
(Comité permanent Inter-Etats de Lutte contre la Sécheresse dans le Sahel) ist in Ouagadougou. Arba Diallo
, inzwischen Bürgermeister von Dori und Zweiter bei den Präsidentschaftswahlen in Burkina Faso, hat das Sekretariat der Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation der UNO (UNCCD
) 1999 nach Bonn geholt und stand ihm 10 Jahre lang als Exekutivsekretär vor.
Neben diesem landesweiten ökologischen Problem ist die sehr starke, Gesundheit schädigende Luftverschmutzung
in Ouagadougou
zu erwähnen. Der Straßenverkehr steigt jährlich um etwa 3,5 %. Tausende Mofas
mit Zweitaktmotoren verstopfen fast rund um die Uhr die Straßen. Blei in den Kraftstoffen führt dabei zu immer höheren Belastungen durch gesundheitsgefärdende Feinstpartikel. Unkontrollierte Müllverbrennung tritt als Faktor der Luftverschmutzung hinzu. Der Zusammenhang von Armut und Umwelt
tritt dabei offen zutage.
Die aktuelle Flagge wurde offiziell am 4. August 1984, dem ersten Jahrestag der Revolution, eingeführt. Damit wurde die erste Flagge des Landes Obervolta
ersetzt, eine Trikolore (schwarz, weiß, rot) der "kolonialen" Farbgebung für die drei großen Quellflüsse des Volta. Die drei Farben der neuen Flagge (Rot, Grün und Gelb) sind die panafrikanischen Farben
. Gelb ist dabei nur der Stern. Mit ihm in der Mitte reihte sich Burkina Faso in die Zahl der revolutionären Staaten (wie z.B. Vietnam) ein. Rot wird auch als das für die Revolution vergossene Blut und Grün als Fruchtbarkeit des Bodens gedeutet.
Mit neuem Namen und neuer Flagge erhielt das Land ebenfalls am 4. August 1984 von der Revolutionsführung eine neue Hymne
,"le Ditanyè" oder die "Hymne des Sieges". Sie wurde von Präsident Thomas Sankara
selbst gedichtet und wahrscheinlich auch komponiert.
Das aktuelle Staatswappen ist das vierte
in Folge seit der Unabhängigkeit. Es wurde 1997 eingeführt.
Der Nationalfeiertag ist der 5. August. Am 5. August 1960 wurde die Unabhängigkeit des Landes von Frankreich proklamiert.
Da dieser Tag aber in die Schulferien fällt, bleibt auch der 11. Dezember, der Tag, an dem im Jahre 1958 die nach innen autonome Republik ausgerufen wurde, staatlicher Feiertag.
Allgemeine Impressionen von Burkina Faso bieten folgende ausgewählte Webseiten, die im wesentlichen aus Bilderkatalogen und Blogs über Menschen, Landschaften und Kultur bestehen.
von TrekEarth
:Das auf dem Server der belgischen Haute Ecole Roi Baudin untergebrachte Projekt bietet verschiedene Landschafts-, Dorf- und Städtebilder aus dem Norden, dem Zentrum, dem Süden, dem Westen und dem Südwesten Burkina Fasos an.
, 1970-2004
[ein Tagebuch mit vielen aktuellen Informationen] Jörg Lange
, Mag., Dipl.-Ing., geb. 1959, wohnhaft in Bad Honnef, Theologe und Wasserbauingenieur, seit 1985 mehrjährige Aufenthalte in Burkina Faso, 17 Jahre lang in der EZ in Westafrika, 11 Jahre mit dem DED, seit 2009 selbständige Fachkraft in der EZ.

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im April 2013 aktualisiert.
Die AIZ mit Sitz in Bad Honnef bietet mehr als 50 monatlich stattfindende Trainingskurse zu folgenden Themen an:
Gerne konzipieren wir für Sie maßgeschneiderte Trainingskurse, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren. Wir freuen uns über Ihre Anfragen!
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