LIPortal » Alltag & Praktische Informationen

Zero Transmission Lifestyle (Foto: F.Krüger)

Alltag

Alle wichtigen Strukturdaten zu Alltag und Praktischen Informationen
BeschreibungInhalt
Währung:1 Pula = 100 Thebe
Wechselkurs:1 € = 12,27 BWP (21.04.2014)
100 BWP = 8,15 € (21.04.2014)
Zeitzone:UTC + 2
Landesvorwahl (Telefon):+267
Klima (für Hauptstadt):trockenes Savannenklima
Internationaler Flughafen (IATA):GBE (Gaborone),
Sir Seretse Khama Airport

Inhalte dieser Seite

Das LIPortal

Botswana

Einreise, Aufenthalt

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Bei Einreise muss ein Pass vorlegt werden, der mindestens noch 6 Monate gültig ist. Einreise mit Personalausweis ist nicht möglich. Diese Vorschriften gelten auch für Kinder. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument, das nicht durch Eintragung im elterlichen Pass ersetzt werden kann.
Ein Touristenvisum wird auf Verlangen bei Einreise für maximal 90 Tage gebührenfrei an den Grenzstationen erteilt. Es ist üblich, dass neu einreisende (GIZ-)Experten der internationalen Zusammenarbeit als Touristen mit 90 Tagen Aufenthaltsgenehmigung einreisen, um genügend Zeit zu haben, das "Exemption Certificate" zu erhalten. Dieses wird in Kooperation mit den relevanten Büros vor Ort beantragt.

Für über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen wenden Sie sich bitte unmittelbar an die Botschaft der Republik Botswana in Brüssel:

Botschaft der Republik Botsuana
Avenue de Tervuren, 169
B-1150 Brüssel, Belgien
Telefon: +32 27 35 20 70, +332 27 35 61 10
Fax: +32 27 35 63 18, +32 27 32 72 64

Hinweise zur Kriminalität und Reisesicherheit erteilt das Auswärtigen Amt.

Aufenthalt

Geld / Kreditkarten

Die nationale Währung Botswanas ist Pula (in Setswana: Regen/Segen) und wird unterteilt in 100 Thebe. 1 € entpricht zur Zeit ungefähr 9,60 BWP (=Botswana Pula). Die bekanntesten und sehr zuverlässigen Banken sind FNB (First National Bank), Stanbic Bank, Standard Charters or Barclays Bank. Geldautomaten und Banken sind in allen Städten und größeren Dörfern vorhanden. Die übliche Vorsicht und Umsicht ist bei Geldentnahme geboten. Stellen Sie sicher, dass die EC-Karte von Ihrer Bank mit erwünschten Beträgen freigeschaltet ist. Der Höchstbetrag, der pro Tag als Bargeld eingelöst werden kann, liegt entweder bei BWP 2,000 oder bei der FNB bei maximal BWP 4,000. Zahlungen mit der Kreditkarte können allerdings in der mit der Hausbank vereinbarten Höhe vorgenommen werden.  Mit der VISA-Karte plus PIN kann an einigen Bankautomaten Bargeld gezogen werden. Kreditkarten (insbesondere VISA und Mastercard, weniger AMEX) werden weitgehend akzeptiert.  Reiseschecks sollten auf Euro oder US-Dollar ausgestellt sein. Sie werden von Wechselstuben wie "American Express" eingelöst. Bei der Nutzung von Bankautomaten sollte ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet werden, ob der Automat manipuliert worden ist. Jeweils zum Monatsende (Zahltag), ist bei Banken und Geldautomaten mit langen Warteschlangen und zum Teil Bargeldengpässen zu rechnen. Beachten Sie die kürzeren Öffnungszeiten an Samstagen. Banken bieten gegen Sondergebühr an Prestigekunde werden, um einen Zugang zu einem reservierten Bankschalter zu haben.

 

Wohnen und Versorgung

Gaborone ist seit Jahren eine rasant wachsende Stadt. Auf Platz zwei liegen Francistown und Palapye. Eine geeignete Wohnung oder passendes Haus in einer günstigen Lage zu finden, mag sich schwierig gestalten und kann einige Monate dauern. Besonders mit Familien kann der Aufenthalt im Hotel sehr unbequem sein. Die Suche über das in Gaborone verbreitete kostenlose Magazin "Advertiser" kann erfolgreich sein. Manchmal können auch Arbeitskollegen helfen. Wahrscheinlich kommt man in Gaborone zur Zeit nicht umhin, einen "estate agent" aufzusuchen. Mietpreise steigen durchschnittlich pro Jahr um 10 %. Verhandlungsgeschick bei der Anmietung ist erforderlich, um nicht Opfer überhöhter Mietpreise zu werden.

Sie werden vermutlich nicht umhin kommen, nach Ihrer Einreise zunächst in einem Hotel, Gasthaus oder Appartment unterzukommen. Im folgenden einige Vorschläge:

Luftbilder, Straßen und Adressen lassen sich auch mit Google Maps finden.

Möchten Sie in ihrem Haushalt eine Hausangestellte, Gärtner oder Kinderfrau beschäftigen, so ist es empfehlenswert, die "ID-card" oder Omang (Personalausweis) zu überprüfen, um sicher zu gehen, dass Sie nicht einen illegalen Immigranten beschäftigen.

Eine Liste der Ministerien mit Adressen und Ansprechpartnern/innen sind auch in den Telefonbüchern zu finden.

Die aktuellen Tages- und Nachttemperaturen sowie die Wettervoraussagen sind leider nicht über den meteorologischen Dienst aber über verschiedene Internetdienste für einzelne Orte und Distrikte herauszufinden.

Reisen im Land

Zebras im Moremi WR
Zebras im Moremi WR (Foto: F.Krüger)

Öffentlicher Personenverkehr  auf Straße, Bahn und Luft

Der öffentliche Nahverkehr in städtischen Gebieten und der Omnibusfernverkehr sind recht gut entwickelt.  Im Stadtverkehr fahren Minibusse bestimmte Linien kontinuierlich ab; Taxen können bestellt und beauftragt werden; Überlandbusse fahren stündlich die Städte und Ortschaften im Lande an.

Flugreisen in den Norden Botsuanas, insbesondere zum Okavango-Delta und dem Chobe-Park, sind ebenso wie Lufttransfers zu den Lodges ohne Schwierigkeiten möglich.

2010 wurde der Personenverkehr auf Schiene in Botswana eingestellt.

Die bequemste und bevorzugste Art zu Reisen ist mit dem Privatauto, egal ob mit Limosine oder 4x4 Cruiser.

Das Unfallrisiko bei Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit wie auch  die Benutzung von Minibussen ist höher als in Deutschland. Hindernisse wie abgestellte oder liegengebliebene Fahrzeuge und vor allem freilaufende Tiere wie Rinder, Esel, Ziegen, Hunde etc. auf den Straßen oder betrunkene Fahrer sind besondere Unfallverursacher.

Kriminalität

Die Straßenkriminalität in Gaborone und anderen Städten beschränkt sich im Wesentlichen auf Taschendiebstahl und Kreditkartenraub. Einbrüche und Raubüberfälle auf Fußgänger und Autofahrer (zum Teil mit anschließenden Fahrzeugentführungen) kommen gelegentlich vor. Es sollten keine Gegenstände, vor allem Taschen, im Auto gelassen werden. In besonderem Maße hat die Kriminalität in Maun, dem Eingang zum Okavango-Delta, zugenommen.

Nützliche Adressen:

Notruf Polizei: 999
Notruf Ambulanz: 997

Medizinische Hinweise

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (vierfach-Impfstoff) und Typhus. 

Eine hohes Risiko der Malariainfektion besteht in der Regenzeit (November-April) im Norden in den Distrikten Boteti, Chobe, Ngamiland, Okavango und Tutume.

Tritt Fieber beim oder nach dem Besuch eines Malariagebiets auf, so ist ein Arzt aufzusuchen. Eine Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen. Weitere Schutzmaßnahmen gegen eine Malariainfektion sind:

  • körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

 

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Schistosomiasis / Bilharziose

Die Gefahr von Billhaziose besteht beim Baden in Süßwassergewässern insbesondere entlang des Okavangos. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Reiseführer

Bei einigen deutschen Verlagen, die Reiseführer zu Botswana herausgeben, können Sie ebenfalls reiserelevante aktuelle Hinweise () abrufen:

  • Reise Know-How (Botswana Reisetipps, weniger aktuell, PDF-Auszug aus dem jeweils neuesten Reiseführer des Verlags)

 

Touristisch relevante Informationen finden Sie auf den sehr nett gestalteten Seiten des Botswana Tourism Board. 

Für Verwirrung bei Reisenden, die in den Nationalparks campen möchten, sorgt seit einiger Zeit ein neues "Buchungssystem" für Campgrounds: Die Betreuung einer größeren Zahl dieser Campgrounds ist per Lizenz an Privatunternehmen übertragen worden, die auch die Reservierungen entgegennehmen. Welches Unternehmen nun für welche Campgrounds zuständig ist, erfährt man  durch (persönliche) Anfrage in den Büros der Nationalparkbehörde in Gaborone oder Maun.

Nützliche Adressen und weitere Informationen

Verkehr in Gaborone
Verkehr in Gaborone (Foto: F. Krüger)

Die deutsche Botschaft in Gaborone ist Anlaufstelle bei speziellen Anfragen (z.B. Investionsabsichten o.ä.).

Die US-Botschaft in Gaborone hat ebenfalls Informationen zu Botswana  zusammengestellt.

Die Deutsche Gesellschaft der Freunde Botswanas (DGFB)versteht sich im wesentlichen als Kontaktforum für alle an Botswana und dem südlichen Afrika Interessierten und ermöglicht vor allem einen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen Menschen, die einige Zeit in Botswana gelebt haben und/oder deren "Herz an Botswana hängt".

Dumela.net ist eine empfehlenswerte Seite des Kirchenkreises Simmern-Trarbach mit vielen Informationen, Links, einem Downloadbereich usw. Sie wird vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestaltet.

In Großbritannien gibt es die UK Botswana Society mit ähnlichen Zielen.

Karten zu Botswana aller Art, auch detaillierte Lagepläne der Siedlungen in Gaborone mit Grundstücksnummern und Straßenbezeichnungen können beim "Department of Surveys and Lands" preiswert gekauft werden.

The website “Dumela Gaborone” bietet eine kompakte Informationssammlung zu Gaborone.

In Ergänzung zu den bisherigen Informationen finden Sie hier noch einige weitere Links:

Presse:

Botswana Tourism liefert alle wichtigen offiziellen Reiseinformationen.

Vielleicht helfen die Online-Telefonbücher für Botswana bei Ihren Reisevorbereitungen: Gelbe Seiten, Weiße Seiten. Sehen Sie bei Botswana Telecommunications Corporation nach.

Eine Alternative bietet  Numberway.

Einige touristische Informationen (mit Klimagraphik, Unterkunftsliste etc.) gibt es bei Africa Guide.

Zum Abschluss...

Miss Universe 1999
Miss Universe 1999

... und das bewegt die Menschen in Botswana

Miss Universe, Miss Botswana

Die Miss Universe 1999 heißt Mmpule Kwelagobe und kommt aus Botswana! Dieses Ereignis machte das bis dahin unbekannte Land Botswana weltweit bekannt und wurde im eigenem Land kräftig gefeiert. Auch heute noch - nach 1 1/2 Jahrzehnten - ist der jährliche Wettbewerb zur Miss Botswana
ein besonderer Tag im nationalen Jahreskalender und Anlass genug, für die Veranstalter, an diesem Tag auf dieses glorreiche Jahr zurückzublicken.

Second African Youth Games 2014

Das alle zwei Jahre stattfindende kontinentale afrikanische Jugendsportfestival, die African Youth Games (AYG), fanden Ende Mai 2014 in Gaborone statt. Dieses Sportfestival für Jugendliche jünger als 19 Jahre ist eine Multisportveranstaltung mit inzwischen 21 Sportarten fand zum zweiten Mal statt und fand weltweite Beachtung in den Medien. Es soll die Welt des Sports in Afrika stärken und talentierte jugendliche Sportler auf Olympische Spiele vorbereiten.

© Second African Youth Games 2014
© Second African Youth Games 2014

Die Hauptstadt Gaborone zeigte sich mit seinen zum Teil neuen Sportstätten von der besten Seite und erfüllte den einzelnen Bürger wieder einmal mit nationalem Stolz, angesichts dieses internationalen Glanzes. Die Begeisterung der Zuschauer schlug in den Wettkampfstätten hohe Wellen, immer wenn eigene Sportler Unterstützung brauchten und Medaillen gewannen. Botswana, als eines der bevölkerungsärmeren afrikanischen Länder, gewann 33 Medaillen und belegte damit unter den 54 teilnehmenden Staaten den 6. Rang. Botswana genoss die internationale Anerkennung für Management und Organisation dieses kontinentalen Sportfestivals.

Nationalstadion in Gaborone
Nationalstadion in Gaborone
Schwimmstadion der Universität
Schwimmstadion der Universität
Stadion der Universität
Stadion der Universität
© Second African Youth Games 2014
 
 

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Juni 2014 aktualisiert.

Über den Autor

Heribert Schmidt

Berufsbildungsexperte und Pädagoge; langjährige EZ/TZ Erfahrung als Leiter staatlicher Oberstufenzentren und Technischer Fachhochschulen in Botswana; Ländertutor für Botswana und der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrikas (SADC) bei der Akademie für internationale Zusammenarbeit (AIZ) in Bad Honnef.

Der Autor freut sich über Ihre Anregungen und Kommentare!

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